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26.10.2020 - 26.10.2020 | online

„Therapy as Art – Art as Therapy“

Der Vortrag zeigt, dass weder die Medizin noch die Begriffe von Gesundheit und Krankheit angemessen verstanden werden können, solange man im Rahmen eines Gegensatzes von Natur- und Geisteswissenschaften denkt. Medizin als „medizinische Kultur“ verstanden umfasst beides: das Menschliche und das vom Menschen Gemachte – und das zum Nutzen und zur Wahrung der Würde der Leidenden, Kranken und Sterbenden. Der Vortrag ist auf Englisch, die Fragen der Diskussion können auch auf Deutsch gestellt werden.

Die Beziehung zwischen Kunst und Medizin ist komplex und wechselseitig, sie umfasst mehrere Dimensionen und hat eine lange Tradition, die von der Antike bis in unsere Gegenwart reicht. Schon die Medizin selbst verbindet dabei „Kunst“ (ars) und „Wissenschaft“ (scientia), sie schließt Natur- und Geisteswissenschaften ein. Intuition, Spontaneität, Kommunikation und Empathie sind wesentliche Bestandteile medizinischer Praxis; die Überwindung von Krankheit und Herstellung von Gesundheit ist ein kreativer Akt.

Zugleich können Kunst und Kultur im Allgemeinen Diagnose und Therapie unterstützen, sie können dazu beitragen, die Endlichkeit, das Leid, Krankheit und Tod zu ertragen. Neben der „transzendenten Transzendenz“ der Religion gibt es eine „immanente Transzendenz“ der Kultur, die wir im Umgang mit Kunst und Literatur erfahren.

Der Vortrag zeigt, dass weder die Medizin noch die Begriffe von Gesundheit und Krankheit angemessen verstanden werden können, solange man im Rahmen eines Gegensatzes von Natur- und Geisteswissenschaften denkt. Medizin als „medizinische Kultur“ verstanden umfasst beides: das Menschliche und das vom Menschen Gemachte – und das zum Nutzen und zur Wahrung der Würde der Leidenden, Kranken und Sterbenden.

Der Referent Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt war langjähriger Direktor des Instituts für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte an der Universität Lübeck und von 2001 bis 2010 Präsident der Akademie für Ethik in der Medizin. Er ist Schüler des renommierten Medizinhistorikers Heinrich Schipperges und gilt als ein Grandseigneur der deutschen Medizinethik.

Der Vortrag wird aus Berlin übertragen, wo die internationale und interdisziplinäre Herbstschule zur Medizin zwischen Heilkunst und Wissenschaft des Lehrgebiets „Praktische Philosophie – Ethik, Recht, Ökonomie“ der FernUniversität in Hagen in der Veranstaltungsreihe „Bioethik im Kontext“ vom 25. Oktober bis 1. November stattfindet.

Der Vortrag ist daher auf Englisch, die Fragen der sich anschließenden Diskussion können aber auch auf Deutsch gestellt werden.

Hinweise zur Teilnahme:
Die Online-Abendveranstaltung ist öffentlich. Der Zugang zum virtuellen Veranstaltungsraum ist am Montag, 26. Oktober, ab etwa 19.20 Uhr möglich: https://emeeting.fernuni-hagen.de/AutumnSchool2020EveningLecture

Termin:

26.10.2020 ab 19:30

Veranstaltungsort:

online
online
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zielgruppe:

Wissenschaftler, jedermann

Relevanz:

international

Sachgebiete:

Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Philosophie / Ethik

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

22.10.2020

Absender:

Stephan Düppe

Abteilung:

Stabsstelle 2 – Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event67196


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