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18.06.2021 - 18.06.2021 | Düsseldorf

Reihe "Zu treuen Händen?": Vortrag 1: Datentreuhandstrukturen und Regulierungsoptionen

Mit der zunehmenden Digitalisierung durchdringen internetbasierte Dienste den Konsumalltag von Verbraucher:innen. Der Schutz der eigenen Daten wird immer komplexer und aufwändiger. Verbraucher:innen müssen sich mit einer Vielzahl von Sicherheits- und Datenschutzthemen auseinandersetzen, die sich zudem häufig ändern. Eine Möglichkeit zur Entlastung der Verbraucher:innen sind Datentreuhänder.

In der Reihe "Zu treuen Händen? Verbraucherdatenschutz und digitale Selbstbestimmung" sind monatliche Vortragstermine geplant, die separat angekündigt werden. Der letzte Vortrag ist für den Februar 2022 geplant. Zur Vortragsreihe gibt es einen Call for Papers. Interessierte Wissenschaftler:innen können bis zum 17. Januar 2022 ihre Beiträge einreichen.

Die Reihe startet im Rahmen des bundesweiten Digitaltags 2021 am
Freitag, den 18. Juni 2021, um 13:00 Uhr mit Grußworten von Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, und Professor Dr. Alexander Boden, Leiter des Instituts für Verbraucherinformatik der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (IVI).

Den ersten Vortrag halten Professorin Dr. Louisa Specht-Riemenschneider (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) und Aline Blankertz (Stiftung Neue Verantwortung, Berlin) zum Thema: "Datentreuhandstrukturen und Regulierungsoptionen":

Datentreuhandmodelle sind eine wichtige Lösungsoption zum Ausgleich zwischen Datenschutz- und Datenverwertungsinteressen. Sie könnten zu einem wesentlichen Baustein in der Datenökonomie werden. Es existieren aber so vielfältige Datentreuhandmodelle, dass sich bislang weder eine einheitliche Definition noch spezifische Treuhandtypen herausbilden konnten. Gerade eine solche Ausbildung von Datentreuhandtypen, ihren Grundfunktionen und den daraus resultierenden Risiken für die Rechte und Interessen von Beteiligten sind aber unerlässlich, um passgenau zu regulieren. Der Entwurf eines Data Governance Acts (DGA) schlägt vor, Anmeldeerfordernisse, Neutralitätspflichten und Aufsichtsstrukturen für eine Vielzahl von Datentreuhandmodellen vorzusehen. Das Problem datenschutzrechtlicher Grauzonen als ganz erheblichem Hemmnis für ein freiwilliges Datenteilen wird nicht adressiert. Weshalb Datentreuhändern zusätzliche strengere Anforderungen als sie im geltenden Recht v. a. mit dem Datenschutz- und dem IT-Sicherheitsrecht ohnehin bestehen, auferlegt werden sollten, ist jedenfalls dann nicht nachvollziehbar, wenn man Anreize für die Entwicklung von Datentreuhandmodellen setzen möchte. Zusätzlichen regulatorischen Vorgaben für Datentreuhandmodelle ist daher ein ermöglichender Rechtsrahmen vorzuziehen, der sich an anreizbasierten Zertifizierungslösungen orientiert. Der Beitrag systematisiert mögliche Datentreuhandmodelle und stellt alternative anreizbasierte Regulierungsmodelle vor.

Hinweise zur Teilnahme:
Teilnahme nur nach Anmeldung möglich. Der Zoom-Link wird angemeldeten Teilnehmer:innen per E-Mail zugesendet.

Termin:

18.06.2021 13:00 - 14:30

Anmeldeschluss:

17.06.2021

Veranstaltungsort:

Online via Zoom
Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten, Wissenschaftler

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

fachunabhängig

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

08.06.2021

Absender:

Dr. Christian Bala

Abteilung:

Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event68973

Anhang
attachment icon Call for Papers: "Zu treuen Händen?"

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