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28.10.2021 - 28.10.2021 | Hagen

Worüber Skeptiker sich irren

Menschen sind fehlbar. Wir können aus eigener Kraft nicht sicherstellen, dass etwas, was wir für wahr halten, tatsächlich wahr ist. Was in uns oder in der Welt ist dafür verantwortlich, dass wir niemals alle Irrtumsmöglichkeiten ausschließen können? Fehlen uns bestimmte Fähigkeiten, die wir im Prinzip erwerben könnten? Im Vortrag im Forum Philosophicum der FernUniversität wird eine Erklärung für die menschliche Fehlbarkeit entwickelt, die ohne den cartesischen bösen Täuschergott auskommt.

Menschen sind fehlbare Wesen. Wir können aus eigener Kraft nicht sicherstellen, dass etwas, was wir mit guten Gründen für wahr halten, tatsächlich wahr ist. Warum ist das so? Was in uns oder in der Welt ist dafür verantwortlich, dass wir niemals alle Irrtumsmöglichkeiten ausschließen können? Fehlen uns bestimmte Fähigkeiten, die wir im Prinzip erwerben könnten?

Im Vortrag wird eine Erklärung für die menschliche Fehlbarkeit entwickelt, die ohne den cartesischen bösen Täuschergott auskommt. Leider wird außerhalb wie innerhalb der Philosophie oft nicht hinreichend zwischen dem Fallibilismus und dem Skeptizismus unterscheiden. Skeptiker ziehen aus der Unmöglichkeit, Irrtümer sicher auszuschließen, den Schluss, dass wir nichts wissen können. Ob fehlbare Wesen etwas wissen können, hängt klarerweise davon ab, was Wissen ist. Im Vortrag wird die These verteidigt, dass Skeptiker sich darüber irren, was Wissen ist. Skeptiker glauben fälschlich, dass Wissen Unfehlbarkeit erfordert und dass dieses Merkmal aus der Standarddefinition des Wissens als wahrer, gerechtfertigter Überzeugung folge. Sobald man sich klarmacht, dass und warum Fehlbarkeit keine Eigenschaft von Überzeugungen ist, sondern eine von epistemischen Subjekten, ist der Weg für eine Auffassung frei, die wir außerhalb des philosophischen Seminars ohnehin alle teilen: für einen nichtskeptischen Fallibilismus.

Referent ist Prof. Dr. Geert Keil (Humboldt­-Universität, Berlin)

Literatur: Geert Keil: Wenn ich mich nicht irre. Ein Versuch über die menschliche Fehlbarkeit, Stuttgart (Reclam) 2019.

Moderation: Prof. Dr. Hubertus Busche

Hinweise zur Teilnahme:
Der Vortrag von Prof. Dr. Keil findet in Präsenzform auf dem Campus statt und wird nicht per Videostream ausgestrahlt.

Termin:

28.10.2021 16:30 - 18:00

Veranstaltungsort:

FernUniversität in Hagen, Universitätsstr. 33, Gebäude 3 (IZ, TGZ), Raum D 005 und D006
58097 Hagen
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zielgruppe:

jedermann

Relevanz:

lokal

Sachgebiete:

Philosophie / Ethik

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

18.10.2021

Absender:

Stephan Düppe

Abteilung:

Stabsstelle 2 – Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event69909


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