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Veranstaltung


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29.09.2022 - 30.09.2022 | Weimar

Denkmal | Dichterhaus | Vermittlungsort

Aus Anlass der ab 2026 beginnenden Sanierung des Goethe-Nationalmuseums und Goethe-Wohnhaus-Ensembles Weimar widmet sich die internationale Tagung einer grundsätzlichen konzeptionellen Auseinandersetzung mit diesem Ort, seiner Deutung und seiner künftigen Vermittlung.

Das Goethe-Nationalmuseum

Es gibt wenige Orte, an denen sich materielles und immaterielles Kulturerbe, die Geschichte der Literatur, der Kunst, der Wissenschaften und der Politik sowie erinnerungskulturelle Schichtungen des 19. und 20. Jahrhunderts in einer mit dem Goethe-Nationalmuseum vergleichbaren Weise verbinden.
Aus dem Ort der Literatur wurde der Inbegriff des Dichterhauses im deutschsprachigen Raum. Als zentraler Ort der „Kulturnation“ war das Wohnhaus-Ensemble in allen Etappen der deutschen Politikgeschichte je unterschiedlich aufgeladener Bezugspunkt nationaler Identität, erhielt Erweiterungsbauten, wurde kriegszerstört, wiederaufgebaut, politisch funktionalisiert und immer wieder neu gedeutet.
Heute ist das Goethe-Nationalmuseum Hauptanlaufort für das Weimar der „Weimarer Klassik“, hat jährlich 140.000 Gäste und steht erstmals in einer Zeit, in der Goethe nicht mehr für alle unangefochtener Teil eines unangefochtenen Kanons ist.

Die Tagung

2026 beginnt die Sanierung des Goethe-Wohnhaus- Ensembles. Dies ist Anlass einer grundsätzlichen konzeptionellen Auseinandersetzung mit dem Ort, seiner Deutung und seiner künftigen Vermittlung. Die zweiteilige Tagung (September 2022 und Mai 2023) führt Perspektiven und Disziplinen zusammen, die meist separat voneinander verhandelt werden, und beleuchtet das Goethe-Nationalmuseum von vielen Seiten. Ausgehend von internationalen Positionen aus Politik, Literatur und Kunst, Denkmalpflege, Architektur, Wissenschaft, Medien und nicht zuletzt Vermittlung werden die Spannungsfelder ausgelotet, in denen sich eine Neukonzeption bewegt. Auch bisherige selbstverständlichkeiten deutscher Dichterhaus-Traditionen und -rezeptionen sollen dabei reflektiert werden.

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Donnerstag, 29. September 2022

Anmeldung ab 13:30 Uhr

15.00 Uhr | Begrüßung und Einführung
Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar
Philip Kurz, Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung
Petra Lutz, Projektleiterin Goethe-Nationalmuseum

15.30 Uhr | Das Goethe-Nationalmuseum als Vermittlungsort
Diskussion mit Daniela Bystron, Kuratorin für Outreach
im Brücke-Museum, Berlin, und Stefan Matuschek, Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der FSU Jena, Präsident der Goethe-Gesellschaft Weimar
Moderation: Ira Klinkenbusch, Humboldt-Universität zu Berlin

Kaffeepause

17.15 Uhr | Das Goethe-Nationalmuseum zwischen Rekonstruktion, Authentizität und Identifikation
Diskussion mit Valentin Groebner, Professor für Geschichte mit Schwerpunkt Mittelalter und Renaissance an der Universität Luzern, und Philipp Oswalt, Professor für Architekturtheorie und Entwerfen an der Universität Kassel
Moderation: Anke te Heesen, Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin

18.30 Uhr | Empfang

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Freitag, 30. September 2022

9.00 Uhr | Begrüßung
Annette Ludwig, Direktorin der Museen der Klassik Stiftung Weimar

9.15 Uhr | Das Goethe-Nationalmuseum als Denkmal zwischen Erhaltung und Nutzung
Diskussion mit Thomas Will, Senior-Professor am Institut für Baugeschichte, Architekturtheorie und Denkmalpflege an der TU Dresden, und Kerstin Wittmann-Englert, Professorin für Architekturgeschichte an der TU Berlin
Moderation: Susanne Dieckmann, Abteilungsleiterin Bau und Denkmalpflege der Klassik Stiftung Weimar

Kaffeepause

11.00 Uhr | Das Goethe-Nationalmuseum als Erinnerungsort
Diskussion mit Martin Sabrow, Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam, und Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Moderation: Justus H. Ulbricht, Dresden

Mittagspause

14.00 Uhr | Das Goethe-Nationalmuseum als internationaler Ort
Diskussion mit Young-Ae Chon, Lyrikerin und Professorin für deutsche Literatur an der Seoul National University, und Gregor H. Lersch, Direktor des Museums Casa di Goethe, Rom
Moderation: Helmut Heit, Leiter des Stabsreferats Forschung und Leiter des Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar

15.15 Uhr | Verabschiedung und Tagungsausklang

Hinweise zur Teilnahme:
Die Tagung ist öffentlich und die Teilnahme kostenfrei.

Änderungen im Programm sind vorbehalten.

Wir bitten um Anmeldung über
annegreenwood.mackinney@klassik-stiftung.de

Termin:

29.09.2022 ab 15:00 - 30.09.2022 16:00

Anmeldeschluss:

26.09.2022

Veranstaltungsort:

Goethe-Nationalmuseum, Festsaal
Frauenplan 1 | 99423 Weimar
99423 Weimar
Thüringen
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten, Wissenschaftler

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften, Sprache / Literatur

Arten:

Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung

Eintrag:

12.09.2022

Absender:

Johannes Wiesel

Abteilung:

Stabsreferat Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event72403

Anhang
attachment icon Tagungsflyer DENKMAL DICHTERHAUS VERMITTLUNGSORT

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