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01.12.2022 - 01.12.2022 | Leipzig

EEGA Colloquium

Caroline Breitfelder: ‚Schreiben in der Krise. Der Journalist Paul Scheffer‘

In cooperation with the Leibniz Institute for the History and Culture of Eastern Europe (GWZO) EEGA presents Caroline Breitfelder’s (Hamburg) lecture ‚Schreiben in der Krise. Der Journalist Paul Scheffer‘.

The 1920s in Moscow: a time of violent upheaval, communist utopia, social and political caesura. The 1930s in Berlin: a time of radical right-wing ideology, violence and the change of power within Germany. Both decades brought drastic changes also in the field of the press and redefined the limits of press freedom as well as the roles of journalists and correspondents. Paul Scheffer wrote in both periods; in the 1920s as foreign correspondent for the Berliner Tageblatt he reported from Moscow, in the 1930s he worked as editor-in-chief of the same newspaper in Berlin. In both phases, Scheffer tried to pursue independent journalism within the set limits, relying on its „poster effect“. In the Soviet Union he became persona non grata at the end of the 1920s, and in the mid-1930s he emigrated to the USA after confrontations with the National Socialist regime. „Writing in crisis“ – did Paul Scheffer fail both times?
Paul Scheffer’s fluid role as a foreign correspondent and journalist, his „writing in crisis“, and his changing position can be examined and analysed, among other things, on the basis of his journalistic texts, which also provide information about a simultaneously individual and yet also specifically German view of the fascinating years of the early Soviet Union. At the same time, Paul Scheffer’s biography offers access to questions about the working methods and role of foreign correspondents and their networks, as well as the changeable and complex role of journalists in general, and opens up possibilities for a transdisciplinary approach to his journalistic texts.

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Die 1920er Jahre in Moskau: eine Zeit des gewaltsamen Umbruchs, der kommunistischen Utopie, der gesellschaftlichen und politischen Zäsuren. Die 1930er Jahre in Berlin: eine Zeit der rechtsradikalen Ideologie, der Gewalt und des Machtwechsels innerhalb Deutschlands. Beide Jahrzehnte brachten einschneidende Veränderungen auch im Bereich der Presse mit sich und definierten die Grenzen der Pressefreiheit sowie die Rollen von Journalist:innen und Korrespondent:innen neu. Paul Scheffer schrieb in beiden Perioden; in den 1920er Jahren als Auslandskorrespondent des Berliner Tageblatts berichtete er aus Moskau, in den 1930er Jahren arbeitete er als Chefredakteur eben jener Zeitung in Berlin. In beiden Phasen versuchte Scheffer innerhalb der gesetzten Grenzen unabhängigen Journalismus zu betreiben, auf dessen „Plakatwirkung“ er vertraute. In der Sowjetunion wurde er Ende der 1920er Jahre zur persona non grata, Mitte der 1930er emigrierte er nach Überwerfungen mit dem nationalsozialistischen Regime in die USA. „Schreiben in der Krise“ – scheiterte Paul Scheffer beide Male? Die fluide Rolle Paul Scheffers als Auslandskorrespondent und Journalist, sein „Schreiben in der Krise“, und seine sich verändernde Position können unter anderem anhand seiner journalistischen Texte untersucht und analysiert werden, sowie jene auch Aufschluss geben über eine gleichzeitig individuelle und doch auch spezifisch deutsche Sicht auf die faszinierenden Jahre der frühen Sowjetunion. Gleichzeitig bietet sich Paul Scheffers Biographie an als Zugang zu Fragen nach der Arbeitsweise und Rolle von Auslandskorrespondenten und ihrer Netzwerke sowie nach der wandelbaren und komplexen Rolle von Journalist:innen im Allgemeinen, und eröffnet Möglichkeiten einer transdisziplinären Herangehensweise an seine journalistischen Texte.

Hinweise zur Teilnahme:
Online-Teilnahme via Zoom:
Registrierungslink:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZAuc--vqTIpH9VtretLkbDQTUQ5FmgmEXrq

Termin:

01.12.2022 11:30 - 13:00

Veranstaltungsort:

GWZO, Specks Hof (Eingang A),
Reichsstr. 4–6, 4. Etage,
Konferenzraum
04109 Leipzig
Sachsen
Deutschland

Zielgruppe:

Studierende, Wissenschaftler

Relevanz:

international

Sachgebiete:

Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

28.11.2022

Absender:

Virginie Michaels

Abteilung:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event73176


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