Wie verändern Künstliche Intelligenz oder Gehirn-Computer-Schnittstellen die neurowissenschaftliche Forschung und Medizin? Warum ist Schlaf so wichtig für unser Gedächtnis? Wie tickt unsere innere Uhr und welchen Einfluss hat Licht auf die Gesundheit?
Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die neue monatliche Vortragsreihe „EinBlick – Forschung verständlich“, die am 21. Januar um 18:00 Uhr im Hörsaal des Tagungszentrums Max-Planck-Haus, Max-Planck-Ring 6, auf dem Tübinger Max-Planck-Campus startet.
Alle, die schon immer einmal mehr über die Funktionsweisen unseres Gehirns erfahren wollten, Fragen an Max-Planck-Forschende stellen oder im Forum mitdiskutieren möchten, werden hier bestens aufgehoben sein: offen, nachvollziehbar und im direkten Austausch.
Für die Teilnahme an den Vorträgen und Diskussionsrunden wird unter https://www.kyb.tuebingen.mpg.de/einblick um eine Anmeldung gebeten.
21. Januar: Warum 24 Stunden nicht gleich 24 Stunden sind: Ein Crashkurs zur Chronobiologie
Prof. Dr. Manuel Spitschan gibt in seinem Vortrag einen verständlichen Einblick in die Chronobiologie und erklärt, wie Licht, Schlaf und Alltag unseren Körperrhythmus beeinflussen. Er zeigt anhand aktueller Forschungsergebnisse, wie wissenschaftliche Methoden unser individuelles Zeitgefühl und Schlafverhalten erfassen und für uns besser nachvollziehbar machen. Daraus können wichtige Erkenntnisse für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden abgeleitet werden, denn biologische Zeit und Uhrzeit bedeuten nicht automatisch dasselbe.
25. Februar: Biologische Prozesse verstehen: Wie können uns Tiermodelle helfen?
Priv.-Doz. Dr. Thomas Ott erklärt, warum zur Entwicklung neuer und gezielter Behandlungen von Erkrankungen die biologische Grundlagenforschung unerlässlich ist. Dabei werden sowohl alternative Methoden wie Zellkulturen und Organoide als auch Tiermodelle eingesetzt, die unterschiedliche Vorteile bieten, aber auch ethische und methodische Fragen aufwerfen. Forschende müssen daher abwägen, welche Vorgehensweisen wissenschaftlich sinnvoll und ethisch vertretbar sind, um belastbare Ergebnisse zu erzielen.
18. März: Nachts im Gehirn: Einblicke in die vielfältigen Funktionen von Schlaf
Dr. Svenja Brodt nimmt die Teilnehmenden mit auf eine Reise durch die nachts stattfindenden Prozesse des Gehirns, die sowohl für unsere körperliche als auch geistige Gesundheit unverzichtbar sind. Sie erklärt die verschiedenen Schlafphasen, welche Funktionen sie für die Informationsspeicherung haben und wie das Gehirn nachts schädliche Stoffwechselprodukte abbaut. Der Vortrag zeigt anhand aktueller Forschung, dass Schlaf weit mehr ist als eine Ruhephase, das Gehirn schützt, formt und erneuert.
29. April: Gehirn-Computer-Schnittstellen: Die nächste technologische Revolution?
Das menschliche Gehirn ist ein elektrisches Organ, und elektrische Signale können therapeutisch manchmal präziser wirken als Medikamente. Dr. Pascal Fries zeigt, wie Gehirn-Computer-Schnittstellen erfolgreiche Therapien zum Beispiel bei Menschen mit Parkinson ermöglichen können. Moderne Ansätze nutzen neuartige Behandlungsmethoden und Start-ups entwickeln Möglichkeiten, Bewegungsfähigkeit oder psychische Gesundheit zu verbessern. Diese Fortschritte treiben einen Boom in diesem Bereich voran und eröffnen völlig neue Wege in der Behandlung neurologischer und psychischer Erkrankungen.
20. Mai: Im Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine: Künstliche Intelligenz und Magnetresonanztomographie
Priv.-Doz. Dr. Gabriele Lohmann stellt Künstliche Intelligenz als Werkzeug vor und beleuchtet ihren Einsatz in der Neurowissenschaft. Lohmann zeigt, wie KI hilft, große Datenmengen in der Magnetresonanztomographie zu analysieren, Muster in der Gehirnaktivität zu erkennen und neue Forschungsfragen zu entwickeln. Gleichzeitig wird diskutiert, wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse die Entwicklung intelligenter Algorithmen vorantreiben.
Auf dem Max-Planck-Campus in Tübingen befinden sich die Max-Planck-Institute für Biologie, biologische Kybernetik und Intelligente Systeme sowie das Friedrich‑Miescher‑Laboratorium. Mit mehr als 1200 Mitarbeitenden aus über 50 Nationen ist der Campus Teil der Max‑Planck‑Gesellschaft, die mit 31 Nobelpreisträgerinnen und -preisträgern sowie 84 Max-Planck-Instituten in Deutschland und international zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen in den Natur-, Bio-, Geistes- und Sozialwissenschaften gehört.
Hinweise zur Teilnahme:
Um Anmeldung wird gebeten unter: https://www.kyb.tuebingen.mpg.de/einblick
Termin:
21.01.2026 ab 18:00 - 20.05.2026
Veranstaltungsort:
Hörsaal des Max-Planck-Hauses, Max-Planck-Ring 6 in Tübingen
72076 Tübingen
Baden-Württemberg
Deutschland
Zielgruppe:
Lehrer/Schüler, jedermann
E-Mail-Adresse:
Relevanz:
lokal
Sachgebiete:
Biologie, Informationstechnik, Medizin, Physik / Astronomie, Psychologie
Arten:
Seminar / Workshop / Diskussion
Eintrag:
14.01.2026
Absender:
Dr. Daniel Fleiter
Abteilung:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Veranstaltung ist kostenlos:
ja
Textsprache:
Deutsch
URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event80777
Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).