idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store

Veranstaltung


institutionlogo


Instanz:
Teilen: 
22.04.2026 - 24.04.2026 | Weimar

Rückblicke auf Mittel-/Zentral-Europa.Eine europapolitische Debatte und ihr Fortleben.

Ein internationales Kolloquium in Weimar.

Erneut ist die Rede von Mittel- bzw. Zentral-Europa.

Fast 50 Jahre nach Beginn einer Debatte, mit der eine neue Perspektive auf eine ideologisch geprägte Region (Ostmitteleuropa) geworfen und die Konfrontation des Kalten Krieges überwunden wurde, werden die Begriffe Mittel- bzw. Zentral-Europa (Central Europe) als Deutungsschemata aufgegriffen und neu beschrieben.

Fast 50 Jahre nach Beginn einer prägenden europapolitischen Debatte rücken die Konzepte Mittel- und Zentral-Europa erneut in den Fokus: Vom 22. bis 24. April 2026 lädt die Herzogin Anna Amalia Bibliothek zu einem internationalen Kolloquium ins Studienzentrum ein. Unter dem Titel „Rückblicke auf Mittel-/Zentral-Europa. Eine europapolitische Debatte und ihr Fortleben“ aktualisiert das Weimarer Kolloquium eine gesellschaftspolitische Kontroverse, die spätestens mit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine neue Aktualität erhalten hat.

Ausgangspunkt ist eine Debatte, die seit den 1970er-Jahren neue Perspektiven auf eine auch ideologisch vereinnahmte Region (Ostmitteleuropa) geworfen hat und die Konfrontation des Kalten Krieges überwinden half. Das Programm eröffnet mit begriffstheoretischen Sondierungen, etwa zur „Karriere“ des Konzepts Mitteleuropa oder zur Frage nach dessen geografischer und kultureller Verortung. In weiteren Sektionen werden historische Perspektiven und ideengeschichtliche Entwicklungen beleuchtet, etwa zur Idee „Mitteleuropäischer Vereinigter Staaten“ in der Zwischenkriegszeit oder zu langfristigen Deutungstraditionen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf literarischen und intellektuellen Debatten in Ostmitteleuropa. Beiträge widmen sich unter anderem ungarischen und tschechischen Autoren wie István Bibó, Péter Esterházy, György Konrád oder Jaroslav Rudiš – und fragen nach ästhetischen, politischen und gesellschaftlichen Aspekten des Mitteleuropa-Konzepts. Ergänzt wird das Programm durch einen Abendvortrag von Johannes Feichtinger sowie einem Beitrag zum polnischen Nationaldichter Adam Mickiewicz und den ostmitteleuropäischen Memoria im Ilmpark. Zum Abschluss richtet sich der Blick auf aktuelle Perspektiven aus der Region, etwa auf Mitteleuropa in ukrainischen Diskursen oder auf politische Konstellationen wie die Visegrád-Gruppe.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Herder-Forschungsrat (Fachkommission Sprache und Literatur) und dem Archiv der Akademie der Künste, Berlin, durchgeführt und durch die Ernst-Abbe-Stiftung unterstützt.

Hinweise zur Teilnahme:
Eintritt frei, Anmeldung unter: haab@klassik-stiftung.de
Tagungsleitung: Prof. Dr. Steffen Höhne (Weimar/Prag), Dr. Reinhard Laube (Weimar)

Termin:

22.04.2026 ab 14:00 - 24.04.2026 12:30

Anmeldeschluss:

21.04.2026

Veranstaltungsort:

Platz der Demokratie 4
Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Studienzentrum
Bücherkubus
99423 Weimar
Thüringen
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten, Wissenschaftler

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Sprache / Literatur

Arten:

Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung, Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

15.04.2026

Absender:

Johannes Wiesel

Abteilung:

Stabsreferat Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event81403

Anhang
attachment icon Programm

Hilfe

Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
Verknüpfungen

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

Klammern

Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

Wortgruppen

Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

Auswahlkriterien

Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).