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Wissenschaft
04.05.2023 - 04.05.2023 | Stuttgart
Alle Interessierten sind am 4. Mai zum Vortrag "Persönliches und Chemisches aus sieben Jahrzehnten" von Prof. Franz Effenberger, ehemaliger Rektor der Universität Stuttgart, und anschließendem Get-Together eingeladen. Prof. Effenberger spricht über seine Autobiographie "Von Aromaten und Heterocyclen zur Bio- und Nanotechnologie" in der Buchreihe der Gesellschaft-Deutscher-Chemiker "Lebenswerke in der Chemie". Neben ihm werden weitere Gäste aus der ehemaligen Arbeitsgruppe berichten.
Effenbergers Wirken an der Universität Stuttgart
Prof. Franz Effenberger war von 1980 bis 1986 Prorektor für Forschung und von 1986 bis 1990 Rektor der Universität Stuttgart. Während dieser Zeit hatte er entscheidenden Anteil am massiven Auf- und Ausbau neuer Technologien an der Universität Stuttgart. Zu seinen Verdiensten zählen die Entwicklung und Realisierung des Zentrums für Bioverfahrenstechnik, der Aufbau und die Finanzierung der Institute für Bildschirmtechnik und für Lasertechnik sowie die Gründung und der Aufbau des Zentrums für Solarenergie und Wasserstofftechnolgie (ZSW) Stuttgart/Ulm. Zudem setzte sich Effenberger für die Finanzierung und den Bau des von Günther Behnisch entworfenen Hysolar-Gebäudes, für die Sicherung des Studiengangs Sportwissenschaft und den Bau der Sportanlagen auf dem Campus Vaihingen ein. Für den Erwerb
des Anwesens von Prof. Eugen Sänger und den Bau des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ) warb er mindestens drei Millionen Mark an privaten Mitteln ein. Auch die Profilierung der Informatik durch die Einrichtung des Instituts für Parallele und Verteilte Systeme (IPVS) sowie der Aufbau des Windkanals am Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) tragen maßgeblich die Handschrift des Chemikers.
Zu den wichtigsten Arbeitsgebieten Effenbergers zählen die Chemie der Aromaten, Heterocyclen und Aminosäuren, die chemischen Grundlagen der Molekularelektronik, Anwendungen von Enzymen in der Synthese sowie die Entwicklung ultradünner organischer Schichten. Rund 350 Veröffentlichungen und 55 Patente hat er vorgelegt, die seine wissenschaftliche Leistung beeindruckend belegen. 1977 war er ein halbes Jahr Gastprofessor an der Cornell University in Ithaka/USA und 1989 für drei Monate an der Ecole Supérieure de Physique et Chimie in Paris. 1990 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse; 1991 wurde er mit dem Alexander von Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet und 1997 zum Chevalier dans l'Ordre National de la Légion d' Honneur ernannt.
Hinweise zur Teilnahme:
Termin:
04.05.2023 17:15 - 20:00
Veranstaltungsort:
Universität Stuttgart, Hörsaal 55.02,
Pfaffenwaldring 55
70569 Stuttgart
Baden-Württemberg
Deutschland
Zielgruppe:
Journalisten, Wissenschaftler
E-Mail-Adresse:
Relevanz:
regional
Sachgebiete:
Chemie
Arten:
Vortrag / Kolloquium / Vorlesung
Eintrag:
06.04.2023
Absender:
Andrea Mayer-Grenu
Abteilung:
Stabsstelle Hochschulkommunikation
Veranstaltung ist kostenlos:
ja
Textsprache:
Deutsch
URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event74023
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