idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store

Veranstaltung


institutionlogo

26.03.2026 - 26.03.2026 | Berlin

Die irritierende Kraft der Quantenphysik

In der Wissenschaft beginnt Fortschritt oft dort, wo Beobachtungen irritieren und den bisherigen wissenschaftlichen Status quo erschüttern. Für den Quantenphysiker Nicholas Güsken von der Universität Paderborn treibt dieses Unbehagen die Erkenntnis voran. Welche Irritationen gehen von der Quantenphysik aus? Wie verändert sie unser Verständnis der Welt? Welche technologischen Transformationen erwarten uns? Ein Abend über das Staunen, die Macht des Zufalls und die produktive Kraft der Irritation.

Nicholas Güsken erforscht, wie man einzelne Photonen – die kleinsten Lichtteilchen – gezielt kontrolliert und für neue Technologien nutzt. Bestimmte Materialien interagieren mit Licht so, dass sie Lichtteilchen als Informationsüberträger verwenden. Seine Projekte beginnen meist mit dem Ziel, einen neuen Mechanismus, eine Anwendung oder einen Effekt zu demonstrieren. Doch oft entdeckt er dabei unerwartete Phänomene, die zu neuen Erklärungen führen. Kürzlich erforschte er ein Material, das wie die Haut eines Tintenfischs unter Wasser Farbe und Textur verändert. Dieses Projekt entstand zufällig, als seine Gruppe bemerkte, dass sich in dem Material durch Elektronenstrahlen unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten programmieren lassen. Regelmäßig stößt er auf Phänomene, die etablierten Theorien widersprechen – darin liegt für ihn die schöpferische Kraft der Irritation. Nicholas Güsken erklärt, wie Licht und Materie auf kleinster Skala interagieren, warum das für die technologische Entwicklung entscheidend ist, und gibt Einblicke in seinen Erkenntnisprozess.

Zur Person
Nicholas Güsken, Physiker und Nanotechnologe, wechselte im vergangenen Jahr von der Stanford University an die Universität Paderborn. Dort baut er die Professur „Quantenphotonik & Optoelektronik“ auf. Güsken promovierte am Imperial College London über Licht-Materie-Wechselwirkungen und forschte mit einem Leopoldina-Stipendium in Stanford zu optischen Schnittstellen. Seine Berufung wurde durch die Zusammenarbeit der Universität, der Stiftung und dem Rückkehrprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht. Seit 2025 ist er Mitglied der Jungen Akademie.

Gesprächsreihe Irritieren Sie mich
Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft und Gesellschaft geben wir überraschenden Ideen, vernachlässigten Fragen und ungewöhnlichen Forschungsansätzen Raum. Wir interessieren uns für Themen, die gewohnte Denkmuster in Frage stellen. Für neue Perspektiven, die zum Weiterdenken anregen. Und für Wissenschaftler:innen, die mit Neugier und Mut an die Grenzen des Wissens gehen – dorthin, wo Erkenntnis oft mit Irritation beginnt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

In Kooperation mit der Jungen Akademie

Hinweise zur Teilnahme:
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung erforderlich. Bitte beachten Sie: Aufgrund begrenzter Sitzplätze wird eine rechtzeitige Anmeldung empfohlen.

Termin:

26.03.2026 19:00 - 21:00

Anmeldeschluss:

26.03.2026

Veranstaltungsort:

BRICKS Club Berlin
Anton-Wilhelm-Amo-Straße 30
10117 Berlin
Berlin
Deutschland

Zielgruppe:

jedermann

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

regional

Sachgebiete:

Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften

Arten:

Seminar / Workshop / Diskussion

Eintrag:

17.02.2026

Absender:

Christian Martin

Abteilung:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event80994

Anhang
attachment icon Irritieren Sie mich

Hilfe

Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
Verknüpfungen

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

Klammern

Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

Wortgruppen

Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

Auswahlkriterien

Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).