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Veranstaltung


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09.07.2026 - 09.07.2026 | Frankfurt am Main

Lesung und Publikumsgespräch: Daniel Schreiber – „Liebe! Ein Aufruf“

Viele Menschen erleben die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen als unberechenbar. Polarisierung und eine zunehmende Verrohung des öffentlichen Diskurses verstärken das Gefühl der Ohnmacht. Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag? Dieser Frage widmen sich Lesung und Publikumsgespräch mit dem Schriftsteller und Journalisten Daniel Schreiber.

Ausgangspunkt seines Buches „Liebe! Ein Aufruf“ ist die Diagnose einer Gegenwart, in der Ohnmacht für viele Menschen zu einem politischen Grundgefühl geworden ist: Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung prägt zunehmend öffentliche Debatten, gesellschaftliche Konflikte verschärfen sich und das Vertrauen in politische Gestaltungsmöglichkeiten schwindet. Viele ziehen sich ins Private zurück – obwohl zugleich deutlich wird, dass es gerade jetzt auf gemeinschaftliches Handeln und demokratischen Widerstand ankommt.

Daniel Schreiber entwickelt in seinem Essay einen ungewöhnlichen Gedanken: die Rückbesinnung auf Liebe als gesellschaftliche und politische Kraft. Liebe erscheint dabei nicht als privates Gefühl oder romantisches Ideal, sondern als Haltung der Zuwendung, Verantwortung und Solidarität – und als Möglichkeit, dem gesellschaftlichen Klima von Angst, Entfremdung und Hass etwas entgegenzusetzen.

Der Essay eröffnet damit auch einen Zugang zu zentralen Fragen sozial-ökologischer Transformationen: Welche Formen von Beziehung, Verbundenheit und Anerkennung sind notwendig, damit gesellschaftliche Handlungsfähigkeit entstehen kann? Und welche Rolle spielen emotionale und kulturelle Dimensionen für die Möglichkeit gesellschaftlicher Veränderung?

Die Lesung lädt dazu ein, Transformation neu zu denken – nicht allein als technische oder politische Aufgabe, sondern als gesellschaftlichen Prozess, der auf soziale Praktiken, geteilte Werte und Formen des Zusammenhalts angewiesen ist. Ein Abend über Widerstand und Trost, über demokratische Haltung – und über die Frage, wie eine gemeinsame Zukunft trotz Krisenerfahrungen gestaltbar bleiben kann.

Hinweise zur Teilnahme:
Um Anmeldung wird gebeten unter: veranstaltungen@isoe.de

Termin:

09.07.2026 18:00 - 20:00

Veranstaltungsort:

Dondorf-Druckerei, 2. OG (2og:dondorf), Gabriel-Riesser-Weg 3
60325 Frankfurt am Main
Hessen
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten, jedermann

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

regional

Sachgebiete:

fachunabhängig

Arten:

Seminar / Workshop / Diskussion, Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

19.06.2026

Absender:

Dr. Nicola Schuldt-Baumgart

Abteilung:

Wissenskommunikation und Wissenstransfer

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event81778


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