idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore

Veranstaltung


institutionlogo

27.04.2021 - 27.04.2021 | virtuell

Eine 40-jährige Reise zum Zentrum der Milchstraße

--
Nobelpreisträgervortrag von Prof. Dr. Reinhard Genzel, Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching.

Wissenschaftlicher Abendvortrag mit einem Grußwort des DPG-Präsidenten Lutz Schröter

Zum Inhalt:

Vor etwas mehr als 100 Jahren veröffentlichte Albert Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie. Ein Jahr später löste Karl Schwarzschild die entsprechenden Gleichungen für eine nicht rotierende kompakte Masse. Ist diese Masse hinreichend groß und kompakt, kann sogar Licht nicht mehr entkommen, wenn es einen bestimmten Abstand zur Gravitationssingularität im Zentrum überschritten hat – den so genannten Ereignishorizont. Das theoretische Konzept eines „Schwarzen Lochs“ war geboren und wurde in späteren Dekaden von Penrose, Wheeler, Kerr, Hawking und anderen weiter entwickelt. Der erste Hinweis auf die Existenz solcher Schwarzen Löcher in unserem Universum wurde durch die Beobachtungen von Röntgen-Doppelsternen und leuchtenden Quasaren geliefert. Ich werde die 40-jährige Reise beschreiben, die meine Kollegen und ich unternommen haben, um mit lang andauernden und immer präziser werdenden Beobachtungen der Bewegungen von Gas und Sternen als Testobjekte für Raum und Zeit die Masse im Zentrum unserer Milchstraße nachzuweisen und ihre Kompaktheit zu bestimmen. Diese Studien belegen die Existenz eines kompakten Objektes mit einer Masse von 4 Millionen Sonnenmassen, die ohne Zweifel einem einzigen massereichen Schwarzen Loch zugeordnet werden kann.

Zur Person: Prof. Dr. Reinhard Genzel (geb. 1952 in Bad Homburg) ist Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching, Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Professor an der Graduate School for Physics and Astronomy der University of California in Berkeley. Er ist einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Infrarot- und Submillimeter-Astronomie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Experimentelle Astrophysik, Schwarze Löcher, Galaxienkerne, Galaxienentwicklung, Sternenentstehung und extragalaktische Astrophysik. 2020 erhielt er den Nobelpreis für Physik, gemeinsam mit der US-amerikanischen Astronomin Andrea Ghez, für die Entdeckung eines supermassereichen kompakten Objekts im Zentrum unserer Galaxie, der Milchstraße.

Grußwort: Dr. Lutz Schröter, Präsident der DPG

Diskussionsleitung: Prof. Dr. Wolfgang Eberhardt, Wiss. Leiter Magnus-Haus Berlin

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.

Hinweise zur Teilnahme:
Der Vortrag wird ausschließlich ONLINE gehalten.

Sie haben drei Möglichkeiten, den Vortrag zu verfolgen:

1. Per Teilnahme am Zoom-Webinar. Für den Erhalt der Zoom-Zugangsdaten melden Sie sich bitte an unter https://www.dpg-physik.de/ueber-uns/magnus-haus-berlin/veranstaltungen/2021/zuga....

2. Ohne Anmeldung auf dem YouTube-Kanal der DPG (Live-Stream: https://www.youtube.com/DPGPhysikTV).

3. Ansehen der Aufzeichnung auf YouTube zu einem späteren Zeitpunkt (https://www.youtube.com/DPGPhysikTV).

Termin:

27.04.2021 18:30 - 20:00

Veranstaltungsort:

online
virtuell
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zielgruppe:

jedermann

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Physik / Astronomie

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

06.04.2021

Absender:

Gerhard Samulat

Abteilung:

Pressekontakt

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event68358


Hilfe

Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
Verknüpfungen

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

Klammern

Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

Wortgruppen

Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

Auswahlkriterien

Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).