Robotersteuerungen der nächsten Generation - Die TU Braunschweig auf der Hannover Messe

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05.04.2005 11:07

Robotersteuerungen der nächsten Generation - Die TU Braunschweig auf der Hannover Messe

Dr. Elisabeth Hoffmann Presse und Kommunikation
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

    Sind Roboter nur "dumme" Helfer? Ein Blick in moderne Fertigungsstätten legt noch immer diese Vermutung nahe. Das Institut für Robotik und Prozessinformatik der Technischen Universität Braunschweig entwickelt Steuerungsarchitekturen für Roboter, die mehr können: Sie sind flexibel, können diverse "Sinneseindrücke" gleichzeitig verarbeiten und sogar Fehler ausgleichen. Was das bedeutet, zeigt ein Jenga spielender Roboter.

    Auch für Menschen ist Jenga eine echte Herausforderung, die Taktik, Geschicklichkeit und geschärfte Sinneswahrnehmung gleichzeitig verlangt. Die Aufgabe besteht darin, aus einem Turm von Holzquadern einen losen zu finden, diesen herauszudrücken, zu greifen und als letztes wieder oben auf dem Turm abzulegen.

    An Stelle eines Tastsinnes verfügt der Roboter über einen an der "Hand" montierten Kraft-/Momentensensor. Ein Abstandssensor und zwei Kamerasysteme ersetzen das Augenpaar. Indem er diese verschiedenen Sensoren in der Arbeitszelle integriert, kann der Roboter sogar auf Fehler in der realen Welt "intelligent" reagieren.

    Um Roboter wie diesen zu bauen, wurde am Institut eine ganz neue Steuerungsarchitektur entwickelt. Sie macht es möglich, beliebige Sensoren und Regler in die Steuerung zu integrieren, ohne deren Kern und das Anwenderinterface zu verändern. So können intuitiv Roboter programmiert werden, die außer Jenga auch noch ganz andere Geschicklichkeitsaufgaben meistern können. Genau so einfach, wie heute ein USB-Gerät an einem PC auszutauschen ist, kann man hier einen weiteren Sensor und/oder Regler hinzufügen bzw. entfernen. Sämtliche Prozesse in diesem verteilten System kommunizieren über eine einheitliche Schnittstelle, die von der ebenfalls am Institut entwickelten echtzeitfähigen Middleware MiRPA (Middleware for Robotic and Process Control Applications) bereitgestellt wird. Je nach Anforderung bilden ein oder mehrere PCs (Skalierbarkeit) die Hardwaregrundlage. Sie sind über eine Anpassbaugruppe direkt mit der Leistungselektronik der Gelenkantriebe verbunden. In diesem Exponat werden beispielhaft drei PCs eingesetzt, die über eine Anpassbaugruppe mit einem Standardindustrieroboter verbunden sind.

    Zu sehen auf der Hannover Messe vom 11. bis 15. April 2005
    Halle 2, Stand A10

    Abbildung:

    1. Der Jenga spielende Roboter
    2. Das Team am Institut für Robotik und Prozessinformatik - v.l.n.r.:
    Torsten Kröger, Dr. Bernd Finkemeyer, Sven Molkenstruck, Lars-Oliver Eble, Simon Winkelbach
    (Druckfähige Dateien erhalten Sie bei Bedarf in der Pressestelle,
    Tel.: 0531/391-4122, e.hoffmann@tu-braunschweig.de.)

    Kontakt:
    Technische Universität Braunschweig
    Institut für Robotik und Prozessinformatik
    Prof. Dr.-Ing. Friedrich M. Wahl
    Mühlenpfordtstraße 23
    38106 Braunschweig
    Telefon 0531 391-7451
    Email: sek@rob.cs.tu-bs.de

    Ansprechpartner:
    Torsten Kröger, 0531 391-7462, t.kroeger@tu-braunschweig.de
    Dr. Bernd Finkemeyer, 0531 391-7460, b.finkemeyer@tu-braunschweig.de
    Homepage: http://www.cs.tu-bs.de/rob

    Über das Institut für Robotik und Prozessinformatik:

    Das Institut für Robotik und Prozessinformatik der Technischen Universität Braun-schweig widmet sich der angewandten Forschung in den Bereichen Grundlagen der Robotik, Computer Vision, Medizinrobotik, mobile Robotik, Roboterprogrammierung und Robotersteuerungstechnik. Für Industriepartner stellt das Institut Know-how und Forschungsleistung zur Verfügung, um innovative und wirtschaftlich sinnvolle Techniken und Produkte zu realisieren.

    Hannover Messe 05 - Beiträge der TU Braunschweig im Überblick:

    - Robotersteuerungen der nächsten Generation,
    - Titan für den Einsatz in Großserien,
    - Neuer nanoporöser Werkstoff (siehe jeweils gleichnamige Presseinformationen).

    - Einen von Studenten in Eigenregie gebauten Rennwagen sowie Studien- und Karriereinfos präsentiert die Fakultät für Maschinenbau (Halle 2, Stand F41).

    - OLEDs: Das Institut für Hochfrequenztechnik produziert direkt auf der Hannover Messe "Displays wie im Science-Fiction-Film" (Halle 2, Stand C24 des BMBF, siehe unsere Presseinformation zur CeBit 2005).


    Weitere Informationen:

    http://www.cs.tu-bs.de/rob


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Maschinenbau
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Der Jenga spielende Roboter


    Zum Download

    x

    Das Team am Institut für Robotik und Prozessinformatik (Namen s. Text der Presseinformation)


    Zum Download

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