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23.05.2005 07:59

Yes, SIR! - Schwefel Induzierte Resistenz (SIR) avanciert zum internationalen Forschungsthema

Margit Fink Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)

    Auch Pflanzen bleiben mit besserer Ernährung gesünder. Insbesondere die Versorgung mit dem essentiellen Mineralstoff Schwefel spielt hier eine Schlüsselrolle. Inspiriert durch vielfältige Berichte aus der Praxis, in denen immer wieder von positiven Effekten einer Düngung mit schwefelhaltigen Handelsdüngern auf den Befall mit Schädlingen und Krankheiten die Rede ist (Fotos), prägten am Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig arbeitende Wissenschaftler/innen 1995 in der internationalen Literatur den Begriff der "Schwefel Induzierten Resistenz (SIR)".

    Fünf Jahre später etablierten sich zunächst in der Schweiz und dann auch in Deutschland interdisziplinäre Forschergruppen, um die physiologischen, molekularbiologischen und agronomischen Mechanismen von SIR zu ergründen. In Deutschland haben sich Forscher/innen der FAL und den Universitäten der Städte Braunschweig, Freiburg, Hannover, Heidelberg und Jena zu einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Gruppe zusammengeschlossen. Zehn Jahre nach ihrer "Geburt" war SIR auch Thema auf dem 5. Internationalen Workshop zu Schwefel in Pflanzen, der vom 17. - 21. Mai 2005 im Kazusa-Forschungszentrum im japanischen Kisazaru (Chiba District) stattfand. Auf der von 88 Wissenschaftlern aus 12 Ländern besuchten Veranstaltung wurden in 69 Vorträgen und Postern Grundlagen des Metabolismus von Schwefel auch im Kontext zu SIR präsentiert.

    Nach Japan trifft sich die Schwefel-Welt in der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig wieder: vom 21. - 23. Oktober 2005 wird auf einem vom FAL-Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde organisierten internationalen Workshop mit der Thematik von Interaktionen zwischen den metabolischen Pfaden des Schwefels und anderer essentieller Mineralstoffe die Planung der nächsten Stufe zur Erforschung ernährungsbedingter Resistenzmechanismen bei Pflanzen in Angriff genommen. Gäste sind herzlich willkommen!

    Informationen zu einzelnen Themen und Inhalten finden sich auf http://www.kap.co.jp/IWPSM und http://www.pb.fal.de

    Kontakt: Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug und Dir. u. Prof. Dr. Silvia Haneklaus, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, E-Mail: pb@fal.de


    Weitere Informationen:

    http://www.kap.co.jp/IWPSM - Informationen zu einzelnen Themen und Inhalten
    http://www.pb.fal.de - Informationen zu einzelnen Themen und Inhalten


    Bilder

    Schädlingsbefall an Rapspflanze mit akutem Schwefel-Mangel
    Schädlingsbefall an Rapspflanze mit akutem Schwefel-Mangel
    Foto: FAL-PB
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    Effekt einer Düngung von 100 kg/ha S zu Vegetationsbeginn im Frühjahr auf den Pilzbefall (überwiegend Pyrenopeziza brassicae, "Weißstengeligkeit") von Winterraps (rechts ohne, links mit Schwefel-Düngung)
    Effekt einer Düngung von 100 kg/ha S zu Vegetationsbeginn im Frühjahr auf den Pilzbefall (überwiegen ...
    Foto: Carl Aage Pedersen, Landwirtschaftliches Beratungszentrum Skejby, Aarhus, Dänemark
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Schädlingsbefall an Rapspflanze mit akutem Schwefel-Mangel


    Zum Download

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    Effekt einer Düngung von 100 kg/ha S zu Vegetationsbeginn im Frühjahr auf den Pilzbefall (überwiegend Pyrenopeziza brassicae, "Weißstengeligkeit") von Winterraps (rechts ohne, links mit Schwefel-Düngung)


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