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31.05.2005 16:02

Das Neueste von gestern... Uni-Ausstellung in der Bürgerschaft über 400 Jahre Bremer Pressegeschichte

Angelika Rockel Pressestelle
Universität Bremen

    In der Bremer Bürgerschaft ist seit dem 31. Mai 2005 die Ausstellung "Das Neueste von gestern... 400 Jahre Zeitungsgeschichte in Bremen und Nordwestdeutschland" zu sehen. Sie ist vom Institut für Deutsche Pressforschung an der Universität Bremen konzipiert worden. Zum ersten Mal wird umfassend die Bremer Pressegeschichte von der 1632 erstmals erschienenen "Ordinari Postzeitung" bis zur heutigen Presselandschaft dokumentiert und in ihren verschiedenen Facetten vorgestellt. Die Ausstellung läuft bis zum 23. Juni und ist wochentags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

    Im Jahr 2005 feiert die Zeitung ihren 400. Geburtstag. 1605 erschien in Straßburg in deutscher Sprache die erste Zeitung der Welt, der schnell Zeitungsgründungen in allen größeren deutschen Städten folgten. Mit der wöchentlichen "Ordinari Postzeitung" erschien 1632 auch in Bremen ein erstes politisches Nachrichtenblatt. In den folgenden vierhundert Jahren gab es in der Hansestadt mehr als hundert verschiedene Zeitungen. Das Ziel der Ausstellung ist es, die vielgestaltige und interessante Geschichte der Zeitungspresse am Beispiel Bremens zu veranschaulichen und deren Bedeutung für die Herausbildung einer demokratischen Gesellschaft aufzuzeigen.

    Die Ausstellung dokumentiert die herausragende Rolle der Zeitung für die Information über politische und kulturelle Themen und als Forum öffentlicher Debatten. Auch als Anzeigen- und Werbeträger hat die Zeitung für das moderne Wirtschaftsleben größte Bedeutung - die moderne Werbung nahm hier ihren Anfang. Ebenso werden in der Ausstellung Hintergrundinformationen zum Beispiel über den frühen Zeitungsdruck und die Vorbildung der Leser, aber auch zu Pressefreiheit und Zensur vermittelt. Der Bogen spannt sich von der Bedeutung der Post für die Zeitungen über die Behandlung kulturhistorischer Themen (Todesanzeigen, Anfänge des Sex-and-crime-Journalismus) bis hin zu einzelnen Pressegattungen (Frauenpresse, Schul- und Schülerzeitungen) und dem spannungsvollen Verhältnis von Literatur, Kunst und Presse.

    Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Begleitband, der erstmals einen vollständigen historischen Überblick über die Bremer Pressegeschichte bieten wird. Ein Begleitprogramm bietet der interessierten Öffentlichkeit zusätzliche Informationsmöglichkeiten: So wird am 7. Juni 2005 um 19.00 Uhr eine Podiumsdiskussion mit bekannten Journalisten zur Zukunft der Zeitung in der Bürgerschaft stattfinden, die einen Bogen von der historischen zur aktuellen Bremer Presselandschaft schlagen soll. Für Schulklassen werden Führungen durch die Ausstellung angeboten.

    "Das Neuste von gestern.. 400 Jahre Zeitungsgeschichte in Bremen und Nordwestdeutschland" ist eine Ausstellung des Instituts für Deutsche Presseforschung in Kooperation mit der Gesellschaft für Deutsche Presseforschung zu Bremen e.V. und der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen. Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft hat die Schirmherrschaft über die Ausstellung übernommen.

    Weitere Informationen:
    Universität Bremen
    Institut für Geschichte
    Tel. 0421 218 3659
    Dr. Astrid Blome
    E-Mail: ablome@uni-bremen.de
    und
    Institut für Presseforschung
    Prof. Dr. Holger Böning
    Tel. 0421-218 3627
    E-Mail: boening@uni-bremen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch



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