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01.06.2005 12:30

Einsteins Enkel in Hannover

Dr. Stefanie Beier Referat für Kommunikation und Marketing
Leibniz Universität Hannover

    Ausstellungsschiff zum Einsteinjahr am 6. und 7. Juni in Hannover

    Seit 19. Mai 2005 ist das Ausstellungsschiff von Wissenschaft im Dialog nun zum vierten Mal auf großer Fahrt. Rund vier Monate wird das Ausstellungsschiff, diesmal mit dem Namen MS Einstein, auf deutschen Flüssen unterwegs sein.

    Auf über 500 m² Ausstellungsfläche begegnen die Besucher dem Menschen Albert Einstein und erleben, wie seine Theorien in der heutigen Forschung und Entwicklung weiterwirken. Einsteins wechselvolle Biografie wird mittels eines "Zeitstrahls" dargestellt, während sich seine Theorien spielerisch über Exponate erschließen.

    In Hannover liegt die MS Einstein am 6. und 7. Juni an der Kanalbrücke Vahrenwalder Straße, Großer Kolonnenweg, 30163 Hannover. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, der Besuch ist kostenlos. Für Schulkassen und Gruppen steht ein Online-Buchungssystem zur Verfügung. Informationen und Bilder gibt es unter http://www.ms-einstein.de und http://www.wissenschaft-im-dialog.de im Pressecenter.

    Dr. Peter Aufmuth, Universität Hannover, wird in seinem Vortrag "Einsteins Enkel in Hannover" zum Projekt GEO 600 sprechen: Wissenschaftler versuchen, die durch die Allgemeine Relativitätstheorie vorhergesagten Gravitationswellen, kleine "Kräuselungen der Raum-Zeit", in Messungen zu erfassen. Ein interaktives Modell eines dafür notwendigen Laser-Interferometers findet sich an Bord. Die Vorträge werden am Montag, dem 6. Juni um 15 Uhr und am Dienstag, dem 7. Juni um 11 Uhr gehalten.

    Die Ausstellung zeigt, dass heutige technische Anwendungen wie Laser oder Navigationssysteme ohne Einsteins Theorien nicht möglich wären. Die Erkundung des Schwerefelds der Erde beispielsweise, die den blauen Planeten inzwischen als wenig gleichmäßige "Erdkartoffel" ausweist, beruht auf Einsteins Forschungen zur Gravitation. Die Ausstellung ermöglicht einen Blick in die Unendlichkeit und lädt zum Spielen mit Schwarzen Löchern ein.

    Einstein hatte erkannt, dass Raum und Zeit nichts Absolutes sind. So gehen bewegte Uhren langsamer und bewegte Maßstäbe sind verkürzt. Leichter vorstellen können Laien sich das möglicherweise, wenn sie - wie in einem Exponat simuliert - auf einem Fahrrad mit annähernder Lichtgeschwindigkeit durch die Altstadt von Tübingen sausen und erleben, wie sich der Raum um sie herum verändert.

    Im Ausstellungsbereich "Einstein und ich" können die Besucher gedanklich experimentieren und spielerisch ihr räumliches und physikalisches Vorstellungsvermögen testen. In der Mediazone werden zahlreiche informative und unterhaltsame Filme gezeigt, so beispielsweise über die Sumatraexpedition im Jahr 1929, bei der einer der ersten experimentellen Beweise für Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie gefunden wurde.

    Vieles darf angefasst und ausprobiert werden. Das ist das Motto des Ausstellungsschiffes von Wissenschaft im Dialog, das bereits im vierten Jahr die deutschen Wasserstraßen mit einer "schwimmenden Ausstellung" befährt. Exponate zum Mitmachen sollen die Neugierde der Besucher wecken und zu Fragen anregen. Junge Wissenschaftler, so genannte Lotsen, beantworten sie und führen auch gern durch die Einstein-Ausstellung.

    Die Exponate stellen die Fraunhofer Gesellschaft, die Helmholtz Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft zur Verfügung, außerdem beteiligt sind die Universität Tübingen und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

    Die Ausstellung wird von Wissenschaft im Dialog realisiert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft finanziell unterstützt.

    Hinweis an die Redaktion:
    Für nähere Informationen zur MS Einstein steht Ihnen Beate Langholf, Wissenschaft im Dialog, Projektleitung MS Einstein, unter Telefon 030/20649203 oder per E-Mail unter beate.langholf@w-i-d.de gern zur Verfügung.

    Für nähere Informationen zum Projekt GEO 600 steht Ihnen Dr. Peter Aufmuth, Institut für Gravitationsphysik, unter Telefon 0511/762-2386 oder per E-Mail unter peter.aufmuth@aei.mpg.de gern zur Verfügung.


    Weitere Informationen:

    http://www.ms-einstein.de
    http://www.wissenschaft-im-dialog.de - Informationen und Bilder


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Mathematik, Physik / Astronomie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

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