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03.06.2005 10:31

Mangel an Naturwissenschaftlern und Mathematikern

Prof. Dr. Gernot Stroth Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mathematisch-Naturwissenschaftlicher Fakultätentag Deutschlands

    Durch die Umstellung auf das Bachelor/Masterstudiensystem und die in einigen Bundeslaendern erlassenen Zugangsbeschraenkungen zum Masterstudium besteht die Gefahr eines Mangels an dringend benoetigten voll ausgebildeten Naturwissenschaftlern und Mathematikern

    Die Umsetzung der Beschluesse von Bologna bis Bergen zu den neuen gestuften Studiengaengen in Deutschland wird zu einem Mangel an gut ausgebildeten Naturwissenschftlern und Mathematikern fuehren und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland gefaehrden. In Deutschland werden derzeit flaechendeckend die Diplom- und Magisterstudiengaenge auf Bachelor- und Masterstudiengaenge umgestellt. Dabei wird von der KMK der Bachelorabschluss als der Regelabschluss aufgefasst.Aus kapazitaeren Gruenden wird in Nordrheinwestfalen und in Niedersachsen der Zugang zum Masterstudium auf 20 % bzw. 50 % des Studienjahrgangs beschraenkt. Jedoch kann der erste Abschluss (Bachelor) nach 6 Semestern niemals die Qualitaet eines vollen wissenschaftlichen Studiums, wie es bisher durch das Diplom garantiert wurde, in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Faechern erreichen. Fuer ein Land, das im internationalen Wettbewerb steht, und das nicht nur mit den Laendern in Europa, den USA und Japan sondern auch verstaerkt mit China und Indien, ist eine genuegend grosse Anzahl wissenschaftlich hochqualifizierter Naturwissenschaftler und Mathematiker unabdingbar. Auf ihre Innovationsfaehigkeit ist Deutschland wegen des weitgehenden Fehlens natuerlicher Ressourcen besonders angewiesen. Schon heute besteht hier ein Mangel. Es darf nicht sein, dass als Folge der Umstellung der Studiengaenge die Zahl der Masterabsolventen hinter der der bisherigen Diplomabsolventen zurueckbleibt. Der Masterabschluss muss, wie vorher das Diplom, der Regelabschluss in den Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultaeten bleiben. Kapazitaer begruendete Zugangsbeschraenkungen sind abzulehnen. Es kann nicht sein, dass ein neues Studiensystem zu einem Mangel an
    voll ausgebildeten Wissenschaftlern fuehrt, die dringend benoetigt werden.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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