idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
30.05.1996 00:00

Neues Werkzeug zur betriebsfesten Auslegung von Bauteilen

Jochen Brinkmann Kontaktstelle Schule - Universität
Technische Universität Clausthal

    Postprozessor FEMFAT spart Zeit und Kosten bei der betriebsfesten Bauteilauslegung

    Die betriebsfeste Auslegung von Bauteilen spielt in vielen Bereichen des Maschinenbaus, insbesondere im Fahrzeugbau, eine bedeutende Rolle. Zunehmende Forderungen nach kürzeren Entwicklungszeiten lassen sich jedoch nur durch eine kontinuierliche Zeiteinsparung in allen Bereichen - von der Idee bis zum fertigen Serienteil - erfüllen.

    Im Gesamtablauf von der Konstruktion bis zum Serienteil stellt der Versuch einen kosten- und zeitintensiven Faktor dar. Aus diesem Grund werden verstärkt rechnerische Methoden eingesetzt. Im anzustrebenden Idealfall wird ein mit einer FEM-Rechnung überprüftes Bauteil so optimiert dem Versuch übergeben, daß anschließend keine Konstruktionsänderung aus Festigkeitsgründen mehr erforderlich ist. Dieses Ziel kann nach heutigen Erkenntnissen sicherlich nur näherungsweise erreicht werden, da das Modell der Berechnung immer eineAbstraktion der Realität bildet, welches nur die Einflüsse berücksichtigen kann, die bekannt und mathematisch beschreibbar sind. Hinzu kommt, daß die Festigkeitsanalyse mit Hilfe der FE-Methode Schwierigkeiten und Unsicherheiten bei der Beurteilung der Spannungen und Dehnungen im Hinblick auf die Haltbarkeit der betrachteten Bauteile in sich birgt.

    Mit dem Postprozessor FEMFAT, welcher auf die elastische FEM-Berechnung aufsetzt, wird die Bewertung der Spannungsamplitude unter Berücksichtigung des relativen Spannungsgradienten zur Erfassung der örtlichen geometrischen Bedingungen (Kerbform) vorgenommen. In der gesamten Festigkeitsbeurteilung wird neben der Höhe und dem Verlauf der Spannungen auch das Belastungskollektiv berücksichtigt. Verarbeitet werden Spannungen aus Membran-, Schalen- und 3D Solid-Elementen. Der Berechnung zugrundegelegt werden Festigkeits- und Wöhlerliniendaten von ungekerbten Probestäben, wobei verschiedene Einflußfaktoren (Mittelspannung, Spannungsgradient, Oberflächenrauhigkeit, lokale plastische Verformung) berücksichtigt werden. Im Anschluß an die rechnerische Lebensdauerabschätzung ist eine Beurteilung der Ergebnisse erforderlich. Diese erfolgt durch experimentelle Absicherung und aufgrund von langjähriger Erfahrung.

    Durch den Einsatz moderner Rechenverfahren steht am Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit ein Werkzeug zur Verfügung, die betriebsfeste Auslegung von Bauteilen zeit- und kostenoptimert durchzuführen und das nach dem heutigen Stand der Technik mögliche Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit einer Lebensdauerabschätzung zu erfüllen.

    Kontakt

    Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit, Leibnizstraße 32, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Fax: (05323) 72-3516, Prof. Dr.-Ing. H. Zenner, Tel: (05323) 72-2201, Dipl.-Math. T. Graf, Tel: (05323) 72-3524


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Es wurden keine Arten angegeben
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).