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22.06.1999 15:05

Erstes interdisziplinäres Zentrum an der HU

HU- Pressestelle Kommunikation, Marketing und Veranstaltungsmanagement
Humboldt-Universität zu Berlin

    Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik an der HU gegründet.

    Der Akademische Senat hat in seiner letzten Sitzung die Einrichtung eines Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik beschlossen. Dieses interdisziplinäre Zentrum ist das erste seiner Art, dass auf Grundlage der Vorläufigen Verfassung der Humboldt-Universität eingerichtet wurde. Danach besteht die Möglichkeit, neben den bestehenden Einrichtungen der Universität "interdisziplinäre Projekte in Lehre, Forschung, Nachwuchsförderung und wissenschaftlicher Weiterbildung" in Zentren durchzuführen, die neben Fakultäten, Instituten und Zentraleinrichtungen eingerichtet werden.

    Aufgabe des Hermann von Helmholtz-Zentrums soll es sein, die weit verstreuten wissenschaftlichen Sammlungen so gut wie aller Einrichtungen der Humboldt-Universtität als komplexe Einheit zu erschließen. Die historische Rekonstruktion dient hierbei nicht allein der museologischen Bestimmung und digitalen Präsentation, sondern der Erschließung eines Instrumentes, das in Lehre und Forschung der Berliner Universität eine herausragende Rolle spielte und das nach Überzeugung der Projektbeteiligten - verantwortlich sind Prof. Jochen Brüning, Institut für Mathematik (gleichzeitig Geschäftsführender Direktor des Zentrums), und Prof. Horst Bredekamp, Institut für Kultur- und Kunstwissenschaften, Kunstwissenschaftliches Seminar - Modellcharakter für den zukünftigen Umgang mit Wissensgewinnung und Wissensvermittlung haben könnte. In der Tätigkeit des Zentrums sollen die bisher dezentral durchgeführten Forschungen zu verschiedenen Sammlungen der Universität gebündelt und weiter betrieben werden, um die Bestände in einer multimedialen Datenbank zu erfassen und nach Möglichkeit angemessen zu präsentieren.

    Weiterhin soll das Zentrum die technischen Bedingungen untersuchen, unter denen kulturelle Leis-tungen entstanden sind und entstehen. Es wird der Frage nachgegangen, wie technische Bedingungen kulturelle Entwicklung in der Geschichte beeinflusst haben. Das Interesse soll sich dabei zunächst konzentrieren auf die fundamentalen Kulturtechniken, die durch Bild, Schrift und Zahl vermittelt werden. Dabei wird vor allem die heute so offensichtliche Rolle der Zahl in der kulturellen Entwicklung neu zu analysieren und zu bewerten sein.
    Seit der Renaissance gehört allerdings die naturwissenschaftliche und technische Bildproduktion zu den besonders einflussreichen Kulturtechniken. Das Zentrum stellt sich deshalb außerdem zur Aufgabe, diese Formen der wissenschaftlichen Bildproduktion,etwa der Biowissenschaften, der Medizin, der technischen Fächer oder des Militärwesens exemplarisch zu sammeln, zu archivieren, ihre bildtheoretischen Strategien kritisch zu befragen und sie als eine bestimmende Kraft der technisch geprägten Bildkultur der Gegenwart und Zukunft zu begreifen.

    Weitere Informationen: Dr. Cornelia Weber, Tel. 2093 - 1968


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Informationstechnik, Kunst / Design, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Musik / Theater
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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