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22.07.2005 14:16

LED-Technik-XXL - Zwei Meter Bilddiagonale

Dr. Norbert Aschenbrenner Corporate Communications, Corporate Technology
Siemens AG

    Bisher unerreichte Bilddiagonalen ermöglicht ein neues Hinterleuchtungssystem für Displays von Osram Opto Semiconductors. Ein zwei Meter großer Prototyp beherbergt 1120 Leuchtdioden (LED) des Typs Golden Dragon. Die Diagonale beträgt 82 Zoll, etwa so groß wie eine Tür. Da das System skalierbar ist, können damit auch weitaus größere Flächen hinterleuchtet werden. Für den praktischen Einsatz eignet es sich für die Hinterleuchtung von LCD-Fernsehbildschirmen. Da es eine besonders geringe Leistungsaufnahme hat, braucht es aufgrund der minimalen Wärmeentwicklung keine Kühlventilatoren. Das reduziert wiederum die Betriebskosten.
    Die LED der Siemens-Tochter Osram sind inzwischen der heute üblichen Kaltkathoden Fluoreszenz-Technik für LCD-Hinterleuchtung nahezu ebenbürtig. Laut Osram fehlen dazu nur noch 20 Prozent an Verbrauchseffizienz. Neben der Dünnfilmtechnik, einer Spiegelschicht, die für minimale Streuung innerhalb der LED und damit für maximale Leuchtkraft in nur eine gewünschte Richtung sorgt, arbeiten die Golden-Dragon-Dioden mit einer zusätzlichen Speziallinse, die ebenfalls aus den Entwicklungslabors von Osram Opto Semiconductors stammt. Bei der Hinterleuchtung werden damit trotz verbesserter Darstellung sogar noch LED eingespart.
    Inzwischen wird bereits an der nächsten Generation gearbeitet: Die so genannten Backlights sollen dann noch dünner und kosteneffizienter werden. Auf LED basierende Backlights ermöglichen aufgrund extrem schneller Schaltzeiten (unter 100 Nanosekunden) Darstellungen ohne Schlieren. Zukünftig soll auch der Farbfilter bei der LCD-Oberfläche der Displays wegfallen, da die Backlights dann von selbst das Display mit den einzelnen Primärfarben ansteuern. Durch die Schnelligkeit der Einzelfarb-Bildfolge erkennt das menschliche Auge ein Bild von hervorragender Brillanz. Die Lichtquelle macht die Displays noch unabhängiger von Außentemperaturen. Bislang schränken die LCD-Flüssigkristalle den Einsatzbereich auf minus 40 bis plus 85 Grad Celsius ein.
    Der Siegeszug der LED bezieht sich bislang auf jene Bereiche, in denen sie ihre Vorteile wie Lebensdauer, Punktgenauigkeit, geringe Größe und spezielle Farbeigenschaften ausspielen kann. Gelingt es aber, die Helligkeit der Chips weiter zu steigern und mit den Produktionskosten den Preis zu senken, besteht die Chance, dass die bislang verhältnismäßig teuren LEDs schon bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts herkömmliche Leuchtmittel in der Allgemeinbeleuchtung weitgehend ablösen.
    Foto: http://www.siemens.com/osram-bild/soosram200504


    Weitere Informationen:

    http://www.siemens.de/innovationnews


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Informationstechnik, Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


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