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12.09.2005 15:28

Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Neuer Ansatz: Diabetes-Medikament könnte Alzheimer-Patienten helfen

Sonja Luz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

    Forscher von GlaxoSmithKline (GSK) führen zurzeit Studien mit einem Wirkstoff durch, der das Fortschreiten der Demenzkrankheit Morbus Alzheimer künftig verlangsamen könnte. Der Wirkstoff Rosiglitazon, der in der Diabetesforschung entdeckt wurde, wird nun in Phase II-Studien auf Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Alzheimer-Patienten getestet.

    Ex-Präsident Ronald Reagan, die Schauspielerin Rita Hayworth, Fußballtrainer Helmut Schön und der Geiger Helmut Zacharias hatten eines gemeinsam: Alzhei-mersche Erkrankung. Dies ist eine Erkrankung des Gehirns, die vor allem im höheren Lebensalter auftritt. Die Krankheit beginnt häufig mit Vergesslichkeit und endet im Verlust der Erinnerung, der Sprache und der Identität. Der deutsche Neuropathologe und Psychiater Alois Alzheimer beschrieb 1906 erstmals die Symptome. Nach ihrem Tod entdeckte er im Gehirn seiner Patientin Auguste Deter ungewöhnliche Eiweißablagerungen in und zwischen den Nervenzellen. Die Alzheimer-Krankheit ist für 70 Prozent aller Demenzerkrankungen im Alter verantwortlich. Das Kieler Institut für Gesundheits-System-Forschung geht von bis zu 1,6 Millionen Betroffenen in Deutschland aus.

    Die Krankheitsursache ist bisher noch nicht vollständig geklärt. Man weiß, dass die für die Krankheit typischen Ablagerungen (Alzheimer-Fibrillen und Plaques) Nervenzellen im Gehirn zerstören und die Hirnmasse zum Schrumpfen bringen.

    Da einmal zerstörte Nervenzellen nicht wieder repariert werden können, gibt es keine Therapie, die den Patienten von der Krankheit heilen könnte. Bisher werden die Patienten mit Medikamenten, die die Gedächtnisleistung erhalten sollen, und begleitenden psychosozialen Maßnahmen behandelt. Dabei können der Verlauf der Erkrankung verlangsamt und die Symptome gemildert, aber letztlich nicht aufgehalten werden.

    GSK-Forscher wollen herausfinden, ob der Wirkstoff Rosiglitazon, der seit fünf Jahren in der Therapie von Typ-2-Diabetes eingesetzt wird, sich bei Alzheimer-Patienten positiv auf den Verlauf der Krankheit auswirken kann. Sie vermuten, dass Rosiglitazon nicht nur die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin steigern und damit den Blutzuckerspiegel regulieren kann, sondern auch Entzündungen hemmen kann. "Um den Verlauf der Krankheit zu lindern oder gar zu stoppen, könnte der Ansatz, die allgemeinen Mechanismen des Morbus Alzheimer - wie etwa Entzündungsvorgänge - zu beeinflussen, Erfolg versprechender sein als einzelne Nervenüberträgerstoffe zu ersetzen", so Dr. Michael Herschel, Leiter der Klinischen Forschung von GSK in Deutschland. Denn sowohl Entgleisungen des Blutzuckerspiegels als auch Entzündungsprozesse scheinen eine Rolle in der Entstehung der Alzheimer-Krankheit zu spielen.

    Bis Rosiglitazon bei Alzheimer-Patienten eingesetzt werden kann, müssen die Forscher noch weitere Studien durchführen. Zurzeit befindet sich Rosiglitazon in einer Phase II-Studie, in der Wirksamkeit und Verträglichkeit nachgewiesen werden müssen. GSK Deutschland hat sich mit über 15 Prüfzentren an dieser Studie maßgeblich beteiligt.

    Unternehmensinformation
    GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsorientierten Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

    Ansprechpartner für Journalisten

    Sonja Luz
    Wissenschafts-PR
    Telefon: 089/360 44-8256
    Fax: 089/360 44-8066
    E-Mail: Sonja.Luz@gsk.com

    Florian Martius
    Leiter Unternehmenskommunikation
    Telefon: 089/360 44-8329
    Fax: 089/360 44-8066
    E-Mail: Florian.Martius@gsk.com

    Postanschrift:
    GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Unternehmenskommunikation, Theresienhöhe 11,
    80339 München


    Weitere Informationen:

    http://www.glaxosmithkline.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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