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01.12.2005 13:56

Terror im Namen Gottes? Islamische Gewalt und der Blick der Nachrichtendienste

Dr. Elisabeth Hamacher Geschäftsstelle
Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina

    Einladung zur Vortragsveranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion
    am 9. Dezember 2005
    von 15 bis 20 Uhr
    in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Rauchstr. 17-18, 10787 Berlin
    mit Prof. Dr. Hans G. Kippenberg und Prof. Dr. Werner Schiffauer (Vorträge), Botschafter a. D. Dr. Hans-Georg Wieck (früherer Präsident des Bundesnachrichtendienstes), Vertretern des Bundesnachrichtendienstes und des Bundesamts für Verfassungsschutz und Prof. Dr. Eva Horn (Moderation)

    Zum Thema:
    Wie gewalttätig sind Islam und Islamismus wirklich? In der Öffentlichkeit aller westlichen Staaten - und auch bei ihren Nachrichtendiensten - herrscht große Unsicherheit über das Gewaltpotential des Islam. Während die einen den Islam zu einer Religion des Friedens und der Toleranz erklären, sehen zumal die staatlichen Organe der Terror-Abwehr in ihm eine Religion des Krieges, in muslimischen Gläubigen ein Potential terroristischer Gewalt. Der Blick der Sicherheitsinstitutionen auf islamistische Organisationen tendiert dabei allerdings häufig dazu, seinen Gegenstand auf einfache Kategorien wie "verfassungskonform/verfassungswidrig" oder auf die Organisationsstrukturen ("Terror-Netzwerke") zu reduzieren.
    Der Religionswissenschaftler Hans G. Kippenberg und der Anthropologe Werner Schiffauer setzen dieser Perspektive ein komplexeres Bild entgegen. Nicht nur geht es darum, die inner-islamischen Debatten um Nutzen und Legitimität von Gewaltanwendung stärker in Rechnung zu ziehen, sondern auch die Kriterien für die Einschätzung islamischer Gruppierungen kritisch zu befragen.
    Nach zwei Vorträgen werden in einer Podiumsdiskussion Vertreter der bundesdeutschen Nachrichtendienste zu den Positionen und Vorschlägen der Wissenschaftler Stellung nehmen.

    Zeitplan:
    15:00 Prof. Dr. Hans G. Kippenberg: Islamische Gewaltkontroversen
    16:00 Kaffeepause
    16:30 Prof. Dr. Werner Schiffauer: Verfassungsschutz und islamische Gemeinden
    17:30 Podium Islamistische Gewalt und der Blick der Nachrichtendienste
    19:00 Imbiss

    Mitwirkende:
    Prof. Dr. Hans G. Kippenberg, emeritierter Professor für Religionswissenschaften, ist Fellow am Max-Weber Kolleg der Universität Erfurt. 2004 erschien von ihm eine kommentierte Übersetzung der geistlichen Anleitung der Attentäter des 11. September. Hans G. Kippenberg/Tilman Seidensticker (Hg.): Terror im Dienste Gottes. Die "Geistliche Anleitung" der Attentäter des 11. September 2001, Frankfurt/M.: Campus.
    Prof. Dr. Werner Schiffauer ist Professor für Anthropologie an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder und Experte für türkische islamistische Gruppierungen in Deutschland. 2000 erschien Werner Schiffauer: Die Gottesmänner. Türkische Islamisten in Deutschland. Eine Studie zur Herstellung religiöser Evidenz, Frankfurt/Main: Suhrkamp.
    Dr. Hans-Georg Wieck war Botschafter in Moskau, Teheran, bei der Nato in Brüssel und in Indien, 1985-1990 war er Präsident des Bundesnachrichtendienstes.
    Prof. Dr. Eva Horn ist Professorin für Literatur- und Kulturwissenschaften an der Universität Basel und Mitglied der Jungen Akademie in Berlin. Sie arbeitet über Wissensstrukturen und Repräsentationen von Geheimdiensten im 20. Jahrhundert. 2001 erschien ihr Essay "Geheime Dienste. Über Praktiken und Wissensformen der Spionage", in: Lettre International, Nr. 53, Sommer 2001.

    Veranstalter:
    AG "Abwehr: Modelle - Strategien - Medien" der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
    Gesprächskreis Nachrichtendienste in Deutschland e. V.

    Organisation / Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Eva Horn, Universität Basel, Tel.: 0041-61-2617903, E-Mail: eva.horn@unibas.ch
    Wolbert Smidt, Vorsitzender des Gesprächskreises Nachrichtendienste Deutschland, Te.: 030-41202841

    Anmeldung an:
    Geschäftsstelle der Jungen Akademie, Tel.: 030-20370 650, E-Mail: office@diejungeakademie.de


    Weitere Informationen:

    http://www.diejungeakademie.de/veranstaltungen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Philosophie / Ethik, Politik, Recht, Religion
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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