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12.12.2005 13:36

Universität Mannheim: Institut für Medizinrecht (IMGB) koordiniert zwei Jahre lang eine internationale Forschergemeinschaft von 25 Wissenschaftlern

Achim Fischer Pressestelle: Kommunikation und Fundraising
Universität Mannheim

    Start: EU fördert internationales Projekt zur "Chimären- und Hybridforschung im europäischen und internationalen Vergleich"

    Die Universität Mannheim organisiert in den kommenden zwei Jahren einen weltweiten Forscherverbund zum Thema Chimären- und Hybridforschung. Die EU stellt hierfür mehr als 600.000 Euro zur Verfügung.

    Das Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim (IMGB) hat heute den Vertrag mit der EU zur Durchführung der sog. koordinierten Aktion "CHIMBRIDS" (Chimeras and Hybrids in Comparative European and International Research: Scientific, ethical, philosophical and legal aspects) unterzeichnet. Koordinierte Aktionen sind eines der wichtigsten Instrumente für Forschungsprojekte in der Schnittmenge von Wissenschaft und Gesellschaft. Das IMGB koordiniert unter der Leitung von Prof. Dr. Jochen Taupitz nun die Forschungsaktivitäten von 25 Wissenschaftlern aus elf europäischen und fünf außereuropäischen Staaten. Dem Verbund gehören hochrangige Wissenschaftler aus den Naturwissenschaften, der Medizin, der Ethik und den Rechtswissenschaften an.

    Im Mittelpunkt des Projekts stehen Versuche mit Mischwesen aus menschlichen und tierischen Zellen, von denen sich die Wissenschaft neue Erkenntnisse im Kampf gegen Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder Multiple Sklerose erhofft. Ein markantes Beispiel hierfür ist die Forschung mit transgenen Tieren, die durch Einschleusung menschlicher Zellen in den tierischen Körper entstehen. Sie kommen z.B. als Krankheitsmodelle in der Gentechnik zum Einsatz, um schwere menschliche Krankheiten erforschen zu können, ohne dabei am Menschen selbst forschen zu müssen. Auch im Rahmen der Xenotransplantation, d.h. der Transplantation tierischer Organe auf den Menschen, sollen die ansonsten heftigen Abstoßungsreaktionen des menschlichen Körpers durch Einschleusung menschlicher Zellen in das zu transplantierende tierische Organ reduziert werden. Die naturwissenschaftlichen Grundlagen dieser neuen Forschungsrichtung sind derzeit noch ebenso ungeklärt wie die mit ihr verbundenen brisanten ethischen, philosophischen und rechtlichen Fragen.

    In den einzelnen Teilstufen des Projekts werden die Wissenschaftler diese grundlegenden Aspekte der Herstellung und Verwendung von Mensch-Tier-Mischwesen anhand spezifischer Forschungsbereiche untersuchen und hieraus Empfehlungen für den nationalen und europäischen Gesetzgeber und die Wissensgemeinschaft entwickeln. Der Projektleiter und Direktor des IMGB Prof. Dr. Jochen Taupitz ist zuversichtlich: "Das Projekt 'Chimbrids' wird einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der mit Mischlebewesen verbundenen naturwissenschaftlichen, philosophischen, ethischen und rechtlichen Fragestellungen leisten."

    Ansprechpartner und nähere Informationen:

    Projektkoordinator:
    Prof. Dr. Jochen Taupitz
    Universität Mannheim
    Schloß
    68131 Mannheim
    Tel.: 0621 / 181 1381/1328
    Fax: 0621 / 181 1380
    E-Mail: taupitz@jura.uni-mannheim.de

    Ansprechpartner:

    Sara Kranz, M.A.
    L 15, 16, 4.OG
    68161 Mannheim
    Tel.: 0621 / 181 1934/1990
    Fax: 0621 / 181 3555
    E-Mail: Sara.Kranz@imgb.de

    Ass iur. Marion Weschka, Mag.rer.publ.
    L 15, 16, 4.OG
    68161 Mannheim
    Tel.: 0621 / 181 1947/1990
    Fax: 0621 / 191 3555
    E-Mail: Marion.Weschka@imgb.de

    Internet: www.chimbrids.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Politik, Recht
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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