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23.12.2005 12:03

"Learning" by Doing

Dr. Peter Saueressig Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
European Media Laboratory GmbH

    Interdiziplinäres Kolleg in Günne am Möhnesee, 10. bis 17. März 2006

    Einwöchige Frühjahrsschule mit Intensivkursen zu Themen aus den interdisziplinären Gebieten der Künstlichen Intelligenz, Kognitionswissenschaft und der Neurowissenschaften. "Early bird"-Tarif (30% Ermäßigung) bis 15.01.2006 . Anmeldungen unter: http://www.ik2006.de.

    Seit acht Jahren wird am Möhnesee im Sauerland das "Interdisziplinäre Kolleg" veranstaltet, eine einwöchige Frühjahrsschule mit Intensivkursen zu Themen aus den interdisziplinären Gebieten der Künstlichen Intelligenz, Kognitionswissenschaft und der Neurowissenschaften. Das Kolleg richtet sich an Studierende, Postgraduierte und Forscher aus dem In- und Ausland, die Arbeitssprache ist Englisch. Die nächste Veranstaltung findet vom 10. bis 17. März 2006 statt. Passend zur aktuellen Bildungsdebatte lautet das Thema: "Learning". Organisatoren sind der Hirnforscher und Buchautor Prof. Manfred Spitzer (ZNL, Universität Ulm) und der Informatiker Dr. Rainer Malaka (European Media Laboratory, Heidelberg). Die international besetzte Dozentenliste umfasst sowohl Geistes- und Naturwissenschaftler als auch IT-Spezialisten. Sie bieten Kurse in verschiedenen Gebieten an, etwa Neurobiologie und Kognitionswissenschaft. Kurse zur Methodik und zu Lernmechanismen runden das interdisziplinäre Programm ab. So wird zum Beispiel gezeigt, wie man Lernen und Gedächtnis messen kann. Die Veranstaltung richtet sich besonders an interessierte Studierende.
    Bis zum 15. Januar gilt der um 30 Prozent ermäßigte "early bird"-Tarif. Stipendien für Studierende sind möglich. Anmeldungen unter: www.ik2006.de.

    Was ist Lernen? Fast jede Disziplin weiß darauf ihre eigene Antwort: Neurowissenschaftler zeigen Synapsen, die sich miteinander verschalten, Erziehungswissenschaftler sehen die Erkenntnis als wesentlich an, Entwicklungspsychologen betonen Kategorien und Regeln, Informatiker die Statistiken. Das Lernen ist wohl einer der am intensivsten untersuchten Prozesse in Neurobiologie, Kognitionswissenschaft, Künstlicher Intelligenz und Neuroinformatik. Die aktuellen Diskussionen über lebenslanges Lernen und über die Ergebnisse der PISA-Studie haben das Thema ins öffentliche Bewusstsein gerückt, auch angesichts der Tatsache, dass zum Beispiel in Deutschland die Wirtschaft auf das geistige Potenzial der Menschen als einzigen Rohstoff angewiesen ist. Nur wer Lernen als einen Prozess begreift, den man optimieren kann, hat die Möglichkeit, den Rohstoff Gehirn besser zu nutzen.
    Das Interdisziplinäre Kolleg versucht, von unterschiedlichen Sichtweisen aus dieses komplexe und spannungsreiche Thema zu beleuchten - von Synapsen zu Systemen, von Algen zu Algorithmen, von Organismen zu Automationen und von Theorien zu praktischen Anwendungen.
    Entwicklungsaspekte wie die Unterscheidung von Erziehung und Lernen, Faktoren wie Gefühle, Motivationen und die Fragen, wie das Gedächtnis als Datenspeicher funktioniert, werden ebenso diskutiert wie Methoden aus dem Bereich des Maschinenlernens.
    Das Kolleg will die Kluft zwischen den Disziplinen überbrücken und helfen, neue Paradigmen für das Lernen zu entwickeln.

    Zum Interdisziplinären Kolleg
    Das Interdisziplinäre Kolleg (IK) ist eine intensive einwöchige Frühjahrsschule zum Generalthema "Intelligenz und Gehirn". Das zentrale Anliegen des IK ist die Förderung des interdisziplinären Austausches.
    Die "Schirmwissenschaften" des IK sind die Neurowissenschaft, die Kognitionswissenschaft, die Künstliche Intelligenz und die Neuroinformatik. Angesehene Dozenten aus diesen Disziplinen vermitteln Grundlagenkenntnisse, führen in die verschiedenen methodischen Vorgehensweisen ein, und erläutern aktuelle Forschungsfragen. Es gibt ein abgestimmtes Spektrum von Grund-, Theorie- und Spezialkursen, und disziplinübergreifende Kurse.
    Das IK richtet sich an Studenten und Forscher aus dem akademischen und industriellen Bereich.
    Geschichtlich ist das IK einerseits aus der Frühjahrsschule Künstliche Intelligenz (KIFS) hervorgegangen, von der es den Veranstaltungsort (das Lübke-Haus in Günne am Möhnesee) und mit dem Ort die Intensität der Atmosphäre geerbt hat. Die Idee, der interdisziplinären Forschung in Deutschland durch Zusammenführung dieser beiden Schulen einen Impuls zu geben, erwuchs auf der überaus lebendigen Tagung "Wege ins Hirn", welche im Herbst 1996 im Kloster Seeon stattfand.

    Die European Media Laboratory GmbH (EML) ist ein Unternehmen, das forschungsnahe IT-Dienstleistungen vom Auftragsprojekt über die Entwicklung innovativer Lösungen bis hin zu Beratung und Schulung anbietet. Drei Themenbereiche stehen im Mittelpunkt der Arbeit: Mobile, ortssensitive Systeme, Systeme, die sich dem Benutzer anpassen, und die automatische Inhaltserschließung aus großen Datenmengen. Sitz des EML ist die Heidelberger Villa Bosch, ehemaliges Domizil des Nobelpreisträgers Carl Bosch (1874-1940). http://www.eml-d.de

    Das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm (ZNL) betreibt Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Kognitionswissenschaften mit Schwerpunkt Lernforschung. Die daraus gewonnenen Einsichten werden im Dialog mit Praktikern aus Bildungseinrichtungen in Baden-Württemberg und Bayern auf ihre Anwendbarkeit in der Praxis überprüft. http://www.znl-ulm.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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