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20.01.2006 15:05

Einigung zwischen Universität Greifswald und Landesregierung

Constanze Steinke Pressearbeit
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

    Fünfjährige Zielvereinbarung steht vor dem Abschluss

    Der Abschuss einer Vereinbarung zwischen der Universität Greifswald und dem Land über die künftige Fächerstruktur und Finanzausstattung der Universität steht unmittelbar bevor. Rektor Prof. Rainer Westermann und Prorektor Prof. Claus Dieter Classen hatten Anfang Januar in einer abschließenden Verhandlungsrunde eine Einigung mit den Staatssekretären Dr. Manfred Hiltner und Dr. Jost Mediger vom Bildungs- und Finanzministerium über eine fünfjährige Zielvereinbarung gefunden.

    Der Universitätsrat hatte am 13. Januar 2006 einstimmig eine positive Stellungnahme zu dieser Zielvereinbarung abgegeben und sie als gutes Verhandlungsergebnis gewürdigt. Der engere Senat der Universität hat in seiner Sitzung am 18. Januar 2006 der Zielvereinbarung mit großer Mehrheit zugestimmt. Eine endgültige Entscheidung soll am 1. Februar 2006 getroffen werden, nachdem der erweiterte Senat angehört worden ist.

    "Diese Zielvereinbarung schafft trotz aller Opfer für die Universität Greifswald eine befriedigende Grundlage, um in den nächsten Jahren abgesichert und erfolgreich wissenschaftlich forschen und lehren zu können", erklärte Rektor Rainer Westermann. "In etlichen Punkten bleibt der Vertragstext erheblich hinter dem Wünschenswerten zurück, zum Beispiel sind deutlichere Zusagen des Landes für die dringend notwendige Sanierung von Universitätsgebäuden notwendig".


    Wesentliche Inhalte der Zielvereinbarung
    Das Land akzeptiert die von Rektorat und Senat beschlossene Fächerstruktur in den vier Schwerpunkten Lebenswissenschaften, Physik und Geowissenschaften, Kulturelle Interaktion mit Schwerpunkt Nord- und Ost-Europa und Staat und Wirtschaft. Auch die im Lauf der Diskussionen über die Hochschulstrukturen vom Bildungsminister in Frage gestellten Fächer wie Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft bleiben damit in Greifswald erhalten.

    Die Universität muss gemäß haushaltsgesetzlicher Vorgaben Stellen im Gegenwert von etwa 11,5 Millionen Euro (etwa 190 Stellen) streichen, die Hälfte davon bis Ende 2008.

    Das Land sagt für die Jahre 2006 bis 2010 eine jährliche Steigerung der Landeszuschüsse für die Universität und die Medizinische Fakultät um jeweils 1,5% zu. Wegen der gleichzeitig abnehmenden Stellenzahl steigt dadurch der Anteil der finanzier- und besetzbaren Stellen erheblich an. Für die Zeit nach 2010 sagt das Land zu, insgesamt eine Mindestausstattung zur Verfügung zu stellen, die für die beschriebenen Fächerstrukturen die Wettbewerbsfähigkeit der Universität gewährleistet.

    Die Universität muss die Studiengänge in den Bereichen Altertumswissenschaften, Romanistik und Erziehungswissenschaften sowie lehramtsbezogenen Master-Studiengänge aufheben.

    Die Universität beteiligt sich an der gymnasialen Lehrerausbildung durch Bachelor-Studiengänge, deren Anschlussfähigkeit an lehramtsbezogene Master-Studiengänge in Rostock gesichert werden soll.

    In der Anglistik hält die Universität eine Kernkompetenz zur Absicherung des Nord-Ost-Europa-Schwerpunktes aufrecht. Endgültige Regelungen erfolgen in der nächsten Zielvereinbarung für die Zeit nach 2010.

    Für die Philosophische Fakultät werden zusätzliche Mittel für von jeweils 150 T€ für die Jahre 2006, 2007 und 2008 für die Professuren für Baltistik, Fennistik und Nordische Philologie zugesagt.

    Neben den bereits begonnenen Baumaßnahmen werden die Sanierung der ehemaligen Augenklinik und Umbaumaßnahmen in Zusammenhang mit der Genetik und Genomforschung fest zugesagt. Darüber hinaus sichert das Land zu, die anderen Bereiche gemäß der Bauplanung der Universität auszubauen. Die Universität betont in diesem Zusammenhang die Dringlichkeit mehrerer Bau- und Sanierungsmaßnahmen für die Natur- und Geisteswissenschaften.

    Die Vergaberahmen für die W-Besoldung wird so erhöht, dass die Universität Greifswald insbesondere bei Berufungen und Bleibeverhandlungen wettbewerbsfähige Leistungszulagen gewähren kann.

    Universität Greifswald
    Der Rektor
    Prof. Dr. Rainer Westermann
    Am Schießwall 4 a, 17489 Greifswald
    T +49 (0)3834/86 11 00
    F +49 (0)3834/86 11 05
    E rektor@uni-greifswald.de
    http://www.uni-greifswald.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    regional
    Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Rektor Prof. Dr. Rainer Westermann


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