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05.11.1999 13:14

Forschungsprojekt "Retina Implant" wird auf der Medica Ž99 präsentiert

Brigitte Stahl-Busse Dezernat 8 - Hochschulkommunikation
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

    Die neuesten Forschungsergebnisse zu einem lernfähigen Retina-Implant, die ein Team aus rund 50 Forschern aus 14 unterschiedlichen Kliniken, Universitäten und Forschungseinrichtungen erarbeitet haben, werden pünktlich zur Medica Ž99 präsentiert. Diese Sehprothese soll in einigen Jahren Menschen helfen, die durch unheilbare Erkrankungen der Netzhaut, wie z.B. der Retinitis Pigmentosa oder der Makula Degeneration, erblindet sind.

    Nach nur vier Jahren Entwicklungszeit ziehen die Forscher eine positive Bilanz. Die jüngsten technischen und biologischen Tests zeigen, daß das System in einem Lernvorgang angepaßt werden kann und die eintreffenden Lichtsignale einwandfrei in elektrische Impulse umgewandelt werden sowie das ausgewählte Hüllmaterial vom lebenden Organismus gut vertragen wird.

    Die enge Zusammenarbeit von Medizinern, Biologen, Ingenieuren, Physikern und Informatikern hat zu einem System geführt, das sich nicht nur flexibel der inneren Augenrundung optimal anpaßt, sondern auch unterschiedliche Lichtintensitäten mit einrechnet. Ein lernfähiger Chip macht zudem eine individuelle Anpassung der Sehprothese möglich. So soll der Seheindruck optimiert werden.

    Prof. Dr. Rolf Eckmiller, Neuroinformatiker der Bonner Universität, koordiniert das deutsche Projekt und steht mit allen Forschergruppen weltweit in engem Kontakt, die ähnliche Sehprothesen entwickeln. In der vergangenen Woche hatte er auf einer internationalen Konferenz in Japan die Gelegenheit, die Fortschritte der US-amerikanischen und japanischen Teams kennenzulernen. Sein Resümee: "Ich kann nun reinen Gewissens sagen, daß wir nicht nur den Amerikanern meilenweit voraus sind, sondern auch einen erheblichen Vorsprung vor den japanischen Kollegen haben." Der erste Einsatz beim Patienten ist innerhalb der nächsten fünf Jahre geplant.
    Ansprechpartner: Prof. Dr. Rolf Eckmiller


    Weitere Informationen:

    http://www.nero.uni-bonn.de/ri/medica98/medica_uni.html
    http://www.nero.uni-bonn.de/ri/retina-en.html


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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