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01.06.2006 10:53

Geisteswissenschaftler starten durch

Dr. Christian Jung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
VolkswagenStiftung

    Initiative "Pro Geisteswissenschaften": Fritz Thyssen Stiftung und VolkswagenStiftung sprechen 17 Förderungen über insgesamt 4,6 Mio. Euro aus.

    Im zusammenwachsenden Europa sind die Geisteswissenschaften von zentraler Bedeutung für eine immer komplexer werdende Wissensgesellschaft. "Entsprechend brauchen sie neue, langfristig angelegte Freiräume und Handlungsmöglichkeiten, um fundamentale Fragen angemessen beantworten zu können", sagt Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung. Dabei sind inhaltliche Innovation und strukturelle Reformfähigkeit gefordert. "Eben jenen Wissenschaften neue Räume zu öffnen, war im Jahr 2005 Anlass, die Initiative "Pro Geisteswissenschaften" auf den Weg zu bringen", erklärt Jürgen Chr. Regge, Vorstand der Fritz Thyssen Stiftung. Diese Initiative umfasst drei Komponenten - darunter die Dilthey-Fellowships für den hoch qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs sowie "opus magnum" als Freistellungsangebot für herausragende Forscher, die ein größeres wissenschaftliches Werk verfassen wollen. Fritz Thyssen Stiftung und VolkswagenStiftung haben jetzt die ersten acht Dilthey-Fellowships vergeben und neun "Opus-Magnum"-Förderungen ausgesprochen. Jeweils drei Vertreter stellen wir mit ihren Vorhaben kurz vor; eine Gesamtübersicht der Geförderten finden Sie am Ende der Pressemitteilung.

    1. Dilthey-Fellowship "Die Typologie des Spracherwerbs: eine sprachvergleichende Studie von Chintang, Russisch und Englisch" von Dr. Sabine Stoll, Abteilung für Linguistik am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig;

    2. Dilthey-Fellowship "Wissensgeschichte der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert. Auf dem Weg zu einer Epistemologie des Vergessens" von Dr. Frank Uekötter, Fakultät für Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld;

    3. Dilthey-Fellowship "Imperium und Empirie. Wissenskulturen und europäische Expansion" von Dr. Arndt Brendecke, Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München;

    4. Opus magnum "Soziale Netzwerke in der Politischen Kultur des 19. Jahrhunderts" von Professorin Dr. Carola Lipp, Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Göttingen;

    5. Opus magnum "Der Koran im Kontext spätantiker Traditionen - Rekonstruktion der Korangenese und historisch-kritischer Handkommentar zum Koran" von Professorin Dr. Angelika Neuwirth, Seminar für Semitistik und Arabistik der Freien Universität Berlin;

    6. Opus magnum "Glanz und Elend des aufrechten Ganges - Geschichte eines anthropologischen Denkmotivs" von Professor Dr. Kurt Bayertz, Philosophisches Seminar der Universität Münster.

    Nähere Infos zu den Vorhaben im Folgenden.

    zu 1: Derzeit werden weltweit über 6000 Sprachen gesprochen. Wenig bekannt ist, wie Kinder Sprachen lernen, deren grammatische Struktur eine völlig andere ist als die großer europäischer Sprachen und die in einem anderen kulturellen Kontext gelernt werden. Dr. Sabine Stoll vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig interessiert daher, wie Sprache ganz generell von Kindern erworben wird. Die Forscherin möchte zu allgemeinen Aussagen kommen - losgelöst von der einzelnen Sprache. Dazu untersucht sie drei Sprachen, die sich in Grammatik und Erwerbskontext deutlich unterscheiden: Russisch, Englisch und Chintang; letztere eine sino-tibetische Sprache, die von etwa 3000 Menschen im östlichen Nepal gesprochen wird. Mit Chintang bezieht Sabine Stoll zudem eine bedrohte Sprache in das Projekt ein.

    "Die Daten, mit denen ich arbeite, sind gesprochene Texte von Kindern aus Unterhaltungen mit ihren Bezugspersonen. Diese auf Video aufgenommenen Äußerungen verschriftliche ich zunächst, dann analysiere ich die Grammatik", erläutert die Linguistin ihr Vorgehen. Für die drei Sprachen werden jeweils die gleichen Datensätze, Methoden und Kodierschemata verwendet, um anschließend systematisch vergleichen zu können. Die Wissenschaftlerin setzt sowohl ethnologische und sprachwissenschaftliche als auch psychologische Methoden ein - geht es doch darum, die Sprachentwicklung von Kindern zu verfolgen, die in so unterschiedlichen Kulturen aufwachsen wie England und Nepal. So wird Chintang in einer sehr ländlichen Umgebung gesprochen, das Leben findet primär draußen statt, das Kind ist ständig in Kontakt mit vielen Menschen; Spielzeug oder Kinderbücher sind kaum vorhanden. Die kind-zentrierte westliche Umgebung hingegen, in der ein Kind meist nur eine oder wenige zentrale Bezugsperson(en) und Zugang zu sehr viel Spielzeug und Büchern hat, bietet deutlich andere Bedingungen. Wie sich diese Charakteristika auf den Spracherwerb auswirken, wird Sabine Stolls zentrales Forschungsinteresse sein.

    Kontakt
    Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie
    Abteilung Linguistik
    Dr. Sabine Stoll
    Telefon: 0341 3550 310
    E-Mail: stoll@eva.mpg.de
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    zu 2: Ob es um die Mindestgröße von Hühnerkäfigen geht, den Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger oder um den Nutzen gentechnisch veränderter Pflanzen: Vieles muss der moderne Landwirt wissen und einordnen können, um seinen Betrieb so erfolgreich wie möglich zu führen. Grundlage jeder landwirtschaftlichen Produktion ist somit auch, biologische und chemische ebenso wie ökonomische und politische, technische und ökologische Informationen und entsprechende Zusammenhänge im Blick zu haben. Hier setzt das Forscherinteresse von Dr. Frank Uekötter von der Universität Bielefeld an. Wie gelangt wissenschaftliches Know-how zu den Landwirten? Was findet und fand den Weg von den Praktikern zu den Forschern zurück? Darüber ist bislang nur wenig bekannt. Abseits aktueller Betrachtungen geht es ihm daher vor allem darum, sich der bislang nur sehr lückenhaft bearbeiteten Geschichte der Landwirtschaft anzunehmen und die Wissensgeschichte der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert zu untersuchen.

    Der Nachwuchsforscher geht von der Hypothese aus, dass sich Wissenschaftsentwicklungen stets auch aus den jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erklären: "Das 20. Jahrhundert hat Entwicklungen begünstigt, die kurzfristige Profitabilität favorisierten - und nicht langfristige Produktivität oder gar ökologische Stabilität", erklärt er. "Dabei gab es sogar eine Fülle alternativer Ansätze und Verfahren, die jedoch im Laufe der Zeit aus dem agrarischen Wissenskanon ausschieden." Über rein wissenschaftliche Kriterien lässt sich dies nicht erklären. Ein Beispiel ist der Wandel des landwirtschaftlichen Wissens über die Tiere und deren Verhalten. Seit einiger Zeit wird wieder vermehrt erforscht, wie Ställe gebaut und wie Tiere gehalten werden sollten. Doch wird hier tatsächlich neues Wissen generiert - oder aber lange verdrängtes traditionelles Wissen lediglich wiederentdeckt? Worüber also forschten die Agrarwissenschaftler im 20. Jahrhundert und worüber nicht, was hat ihre Arbeiten geprägt? Dabei will Uekötter vor allem untersuchen, welche Art Wissen "vergessen" wurde oder - da es nicht zum herrschenden Paradigma der Intensivlandwirtschaft passte - wirkungslos blieb. Und nicht zuletzt gilt das Augenmerk des Historikers der "guten fachlichen Praxis" der Landwirtschaft. Denn die sei, so Uekötter, Ausdruck der stetigen Verhandlungsprozesse zwischen agrarwissenschaftlicher Forschung und landwirtschaftlichem Tun.

    Kontakt
    Universität Bielefeld
    Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie
    Dr. Frank Uekötter
    Telefon: 0521 3279584
    E-Mail: frank.uekoetter@web.de
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    zu 3: Wir leben in einer Zeit global vernetzter Information und exponenziell wachsender Datenmengen. Doch was wir als neue Entwicklung empfinden, lässt sich - die Rahmenbedingungen einer Epoche im Blick - auch zu anderen Zeiten beobachten. Dr. Arndt Brendecke von der Universität München lenkt seinen Blick auf das "frühneuzeitliche Büro" und den administrativen Arbeitsprozess der spanischen Kolonialverwaltung. Geographisch zielt sein Vorhaben auf das mexikanische Vizekönigreich Neuspanien, zeitlich auf das 16. und 17. Jahrhundert. Seine zentrale Frage lautet: Wie wirkte die europäische Expansion in der frühen Neuzeit auf die empirischen Wissenskulturen Europas zurück?

    "In der kolonialen Herrschaftspraxis etablierten sich deskriptive Techniken und Schriftlichkeitsformate - etwa Formulare oder Tabellen -, die noch heute die europäischen Wissenskulturen bestimmen", erklärt der Historiker. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass der Aufbruch in die "Neue Welt" einen enormen Informationsbedarf mit sich brachte. Das Mutterland Spanien bemühte sich daher, rasch koloniale Verwaltungsstrukturen aufzubauen - und schuf nicht zuletzt ein eigenes Ratsgremium, den Indienrat, dessen Aufgabe die Landesbeschreibung Amerikas war. Die "Schaffung von Wissen" war also ein Projekt der Verwaltung und basierte auf stark formalisiertem Informationsfluss - beispielsweise auf seriell eingesetzten Fragebogen. Brendecke wird in einem zweiten Schritt die Informationspraktiken weiterer europäischer Kolonialmächte einbeziehen. Weiteres Ziel ist der Aufbau eines Netzwerkes von Forschern, die sich mit empirischen Wissenskulturen in der europäischen Expansion beschäftigen.

    Kontakt
    Universität München
    Historisches Seminar
    Dr. Arndt Brendecke
    Telefon: 089 2180 5556
    E-Mail: Brendecke@lrz.uni-muenchen.de
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    zu 4: Das Kulturforschungsprojekt von Professorin Dr. Carola Lipp mutet gigantisch an: Die Wissenschaftlerin von der Universität Göttingen möchte in ihrer Monographie das politische Verhalten der Bevölkerung der Stadt Esslingen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts darlegen - dabei vor allem mit Blick auf die sozialen Strukturen und Netzwerke, die der politischen Kultur dieser Zeit ihre Gestalt gegeben haben. Die Analyse beginnt im Jahr 1802, als die ehemals freie Reichsstadt Esslingen - ein frühes Zentrum der Industrialisierung - vom Königreich Württemberg in Besitz genommen wurde. Der betrachtete Zeitraum endet mit der Märzrevolution von 1848/49, die zum Ziel hatte, einen demokratisch verfassten, einheitlichen deutschen Nationalstaat zu schaffen.

    Die Basis ihrer Forschung über soziale Netzwerke in der politischen Kultur des 19. Jahrhunderts - und hier zeigt sich die Dimension ihres Vorhabens - bilden enorme Datenbestände: In der zu Grunde liegenden Datenbank sind alle Einwohner, die in Esslingen zwischen 1790 und 1855 lebten, mit ihren Personenstandsangaben erfasst. Zudem sind 150.000 Verwandtschaftsbeziehungen verzeichnet, die weit zurück ins 18. Jahrhundert reichen, sowie - und gerade das ist das Besondere - zahlreiche Informationen zum politischen Verhalten der Bevölkerung. In dieser Form ist die Datenbank in Deutschland einmalig. "Mit diesen Angaben lassen sich sowohl Konfigurationen der Klassenbildung als auch Alterskohorten oder Verwandtschafts- und Nachbarschaftsbeziehungen darstellen", erläutert Carola Lipp. Hauptinstrument der Forscherin sind strukturierte Netzwerkanalysen, die Beziehungsnetze visualisieren und die helfen, die Positionierung einzelner Akteure im Gesamtgefüge der politischen Handlungsfelder zu bestimmen. Wie gestalten sich die politische Teilhabe sowie die Handlungsmuster und -spielräume einzelner sozialer Gruppen in dieser politisch turbulenten Zeit? Bei der Beantwortung dieser Fragen möchte die Kulturwissenschaftlerin Aktivitätsprofile von Gruppen und Individuen nachzeichnen und darüber hinaus Formen der Beteiligung Einzelner analysieren: etwa in der Petitionsbewegung, im politischen Vereinswesen oder in der Bürgerwehr.

    Kontakt
    Universität Göttingen
    Institut für Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie
    Prof. Dr. Carola Lipp
    Telefon: 0551 3953 48
    E-Mail: Carola.Lipp@phil.uni-goettingen.de
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    zu 5: Der Islam wird zunehmend auch Teil der westlichen Gesellschaft. Mehr und mehr tritt er aus dem Schatten einer scheinbar fernen Kultur heraus, und doch erscheint er vielen Nicht-Muslimen oft "fremd" und "anders". In den Gesellschaften des "Westens" weiß man meist nur wenig über die Heilige Schrift der Muslime - den Koran. Die Arabistik-Professorin Dr. Angelika Neuwirth von der Freien Universität Berlin möchte daher einen historisch-kritischen Handkommentar zum Koran erarbeiten, der Studierenden der Orientwissenschaften, aber auch religionswissenschaftlich interessierten Laien einen Schlüssel zum Textverständnis bieten soll.

    Ihr Ziel ist es, den Koran wieder einzuordnen in sein spätantikes Entstehungsmilieu des Orients, das der Islam mit der jüdischen und christlichen Religion teilt. "Dabei möchte ich die Eigengesetzlichkeit des Islam keineswegs herunterspielen", erklärt die Forscherin. Gleichwohl habe sich der zunächst mündlich kommunizierte Koran in einem historisch bedingten kulturellen Umfeld und in Auseinandersetzung mit der Gemeinde - und damit den Erwartungen der Hörer - entwickelt. Die koranischen Texte dokumentieren dies in vielerlei Hinsicht: Sie zitieren Überzeugungen, Nachfragen und Einwände des Publikums. Die sich in der Zeit der koranischen Verkündigung in den Jahren zwischen 610 bis 632 herausbildende Gemeinde, in der auch jüdische und christliche Vorstellungen diskutiert wurden, kann somit als Gruppe passiver Mitautoren betrachtet werden. In ihrem Handkommentar legt die Wissenschaftlerin Wert auf die praktische Handhabung. Jeder Sure wird ein Gliederungsschema vorangestellt; der Kommentar soll so möglichst anschaulich demonstrieren, dass der Koran keine chaotische Vers-Anhäufung, sondern eine literarische und formale Einheit darstellt. Ihr besonderes Augenmerk gilt dabei dem historischen Textwachstum.

    Kontakt
    Freie Universität Berlin
    Seminar für Semitistik und Arabistik
    Prof. Dr. Angelika Neuwirth
    Telefon: 030 838 52698
    E-Mail: angelikaneuwirth@hotmail.com
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    zu 6: Worin zeigt sich das "Wesen" des Menschen, was macht ihn in besonderer Weise aus? - "Der aufrechte Gang", so lautet eine in der Geschichte des Denkens immer wieder gegebene Antwort. Das ist Anlass genug für Professor Dr. Kurt Bayertz von der Universität Münster, den aufrechten Gang ins Zentrum seines "opus magnum" zu stellen: "In allen Epochen wurde er als Merkmal wahrgenommen, das den Menschen äußerlich sichtbar von der Tierwelt unterscheidet. Und er wurde auch immer wieder als 'wesentlich' erachtet: als körperlicher Ausdruck typisch menschlicher Eigenarten." Ziel des Wissenschaftlers ist es, eine Deutungsgeschichte des einflussreichen Denkmotivs "aufrechter Gang" vorzulegen - von der Antike bis in die Gegenwart.

    "Unsere besondere körperliche Konstitution spielt eine Schlüsselrolle für unser philosophisches, theologisches und kulturelles Selbstverständnis - und hat zu allen Zeiten die Phantasie des Menschen beflügelt", erläutert Kurt Bayertz seine Grundthese. Die Sonderstellung des Menschen spiegelt sich daher in der Symbolik des aufrechten Ganges: So wurde und wird er verstanden als Ausdruck der menschlichen Vernunftnatur, als Zeichen der Hinwendung des Menschen zum Himmel, zu den Göttern beziehungsweise zu Gott oder als Metapher für die Anständigkeit ("Aufrichtigkeit") des Menschen. Damit sei, so Bayertz, der aufrechte Gang zugleich zu einer Norm und einem Ideal des Menschseins geworden: "Das zeigt sich bereits in der sprachlichen Nähe von 'aufrecht' zu den Wertbegriffen 'recht' und 'richtig'". Ein eindrucksvolles Beispiel für das anhaltende symbolische Gewicht liefert seines Erachtens der Appell an den "aufrechten Gang" im November 1989, der von der Oppositionsbewegung in der DDR aufgegriffen und zum Inbegriff ihrer Forderung nach einer politischen und gesellschaftlichen Wende wurde. In seinem Werk will Bayertz diese Deutungsmuster in ihren epochalen Bezügen nachzeichnen - und damit den Leser zu der zentralen Frage führen, was Menschsein bedeutet.

    Kontakt
    Universität Münster
    Philosophisches Seminar
    Prof. Dr. Kurt Bayertz
    Telefon: 0251 83 24466
    E-Mail: bayertz@uni-muenster.de

    Weitere neu bewilligte Dilthey-Fellowships:

    1. Dr. Sabrina Ebbersmeyer vom Seminar für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance an der Ludwig-Maximilians-Universität München: "Das Irrationale der Vernunft. Zur Dialektik von Rationalität und Emotionalität in der Philosophie des Rationalismus des 17. Jahrhunderts";

    2. Dr. Sabine Koller vom Institut für Slavistik der Universität Regensburg: "Ostjudentum zwischen Literatur und Malerei: Marc Chagall";

    3. Dr. Julia Kursell, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin: "Epistemologie des Hörens (1850 - 2000)";

    4. Dr. Johannes Rakoczy, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig: "Zur spezifisch menschlichen Entwicklung individueller und kollektiver Intentionalität";

    5. Dr. Katharina J. Rohlfing, Universität Bielefeld: "Symbiose von Sprache und Handlung";

    Weitere neu bewilligte "opera magna":

    1. Professor Dr. Hermann Deuser vom Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Frankfurt: "Religionsphilosophie";

    2. Professor Dr. Ingo Herklotz vom Fachbereich 9 der Universität Marburg: "Heilige, Heiden und Häretiker. Wissenschaftsgeschichten aus den Anfängen der christlichen Archäologie";

    3. Professor Dr. Jochen Hörisch von der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim: "Bedeutsamkeit - Ontosemiologische Untersuchungen zum Zusammenhang von Zeit und Bedeutung";

    4. Professor Dr. Wolfgang Künne vom Philosophischen Seminar der Universität Hamburg: "Bernard Bolzano - Leben, Werk und Wirkung";

    5. Professor Dr. Reinhard Merkel vom Institut für Kriminalwissenschaften der Universität Hamburg: "Interventionen ins Mentale. Verbesserung des Bewusstseins? Erweiterung oder Bedrohung der Freiheit? Veränderung der menschlichen Natur?";

    6. Professorin Dr. Ursula Wolf von der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim: "Die Rückführung der Handlungstheorie in die Ethik".

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    Kontakte

    VolkswagenStiftung
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Dr. Christian Jung
    Telefon: 0511 8381 380
    E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

    Fritz Thyssen Stiftung
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Hendrikje Gröpler
    Telefon: 0221 2774 9613
    E-Mail: fts@fritz-thyssen-stiftung.de

    VolkswagenStiftung
    Förderangebot Pro Geisteswissenschaften
    Dr. Markus Beiner
    Telefon: 0511 8381 289
    E-Mail: beiner@volkswagenstiftung.de
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    Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter
    http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20060601


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Philosophie / Ethik, Religion, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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