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21.06.2006 11:59

Nachhaltige Entwicklung und Demographie - Beck: Dem Wandel in der Bevölkerungsstruktur offensiv begegnen

Yvonne Scherer Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Rat für Nachhaltige Entwicklung

    Ministerpräsident Kurt Beck, zu Gast beim Rat für Nachhaltige Entwicklung, spricht zur Nachhaltigkeitsstrategie des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

    "Die Auswirkungen der demographischen Entwicklung sehen wir als Chance", sagte Ministerpräsident Kurt Beck bei einem Gespräch mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung auf Schloss Crottorf bei Friesenhagen. Die von der Bundesregierung 2001 gegründete Expertenrunde diskutierte mit dem Ministerpräsidenten die rheinland-pfälzische Strategie beim Umgang mit dem demographischen Wandel in Verbindung mit der Nachhaltigkeitsthematik. "Die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung bedeutet, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Wir wollen unseren Kindern und Enkeln die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und integrieren den Nachhaltigkeitsgedanken daher in alle Politikfelder", so Beck.
    Rheinland-Pfalz stehe aufgrund der demographischen Entwicklung vor einem Strukturwandel, dessen Auswirkungen man schon heute durch richtige Weichenstellungen positiv beeinflussen müsse. "Wir haben uns vorgenommen, die Chancen der Entwicklung wahrzunehmen und uns nicht in Schwarzmalerei zu ergehen. Zum Beispiel werden wir unsere Ressourcen in Zukunft noch schonender behandeln können: Einerseits wird der Bevölkerungsrückgang zu einem geringeren Verbrauch führen, andererseits investieren wir in neue Technologien zur umweltschonenden Energiegewinnung, was sich mehrfach auszahlen wird", sagte Beck. Bereits heute sei der Anteil der erneuerbaren Energien im Strombereich bei acht Prozent, 2010 werde man sich auf 12,5 Prozent gesteigert haben. Als erstes Bundesland habe Rheinland-Pfalz eine Biomassestudie vorgelegt. Diese Zukunftsenergie bringe alleine ein kurzfristiges Potential von vier Prozent am Primärenergieverbrauch. "Ganz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung schaffen wir gute Bedingungen für die Umwelt, erwerben Technologiekompetenz und schaffen damit zukunftsfähige Arbeitsplätze", sagte der Ministerpräsident.
    Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rates, sagte: "Auch die Bundesländer brauchen Nachhaltigkeitsstrategien. Die Politik greift dieses Instrument noch zu wenig auf, um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands zu sichern. Insbesondere vor dem Hintergrund der Auswirkungen, die der demographische Wandel auf die Infrastruktur, die Umwelt und den Finanzhaushalt hat, ist eine konsistente Nachhaltigkeitspolitik unerlässlich. Sie schafft neue Handlungsspielräume, die die Politik nutzen sollte."
    Der Ministerpräsident erinnerte an die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP). Seit 1992 leiste sie einen wichtigen Beitrag für den Fortschritt des Landes, um Rheinland-Pfalz als einen lebenswerten Standort und lebendigen Wirtschaftsraum zu erhalten.
    Weitere Informationen zum Thema: http://www.nachhaltigkeitsrat.de
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    Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im April 2001 von Bundeskanzler Gerhard Schröder berufen. Der Rat entwickelt Beiträge für die Nachhaltigkeitsstrategie und -politik der Bundesregierung, benennt konkrete Handlungsfelder und Projekte und macht Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen. Dem Rat gehören 17 Personen des öffentlichen Lebens an: Dr. Volker Hauff (Vorsitzender), Horst Frank, Rainer Grohe, Hermann Graf Hatzfeldt, Roland Heinisch, Prof. Dr. Stefan Homburg, Prof. Dr. Eberhard Jochem, Prof. Dr. Edda Müller, Heinz Putzhammer, Prof. Dr. Jürgen Rimpau, Prof. Dr. Josef Sayer, Tobi Schlegl, Marlehn Thieme, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Hubert Weinzierl, Dr. Angelika Zahrnt.

    Was ist Nachhaltigkeit? Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Umfeld hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

    Kontakt: Presseanfragen:
    Rat für Nachhaltige Entwicklung, GeschäftsstelleDr. Günther BachmannReichpietschufer 50, D-10785 Berlin[T] +49(0)30 2 54 91 - 780
    [F] +49(0)30 2 54 91 - 785 [E] guenther.bachmann@nachhaltigkeitsrat.de
    [W] http://www.nachhaltigkeitsrat.de
    Presseanfragen: g+h communication
    Rhan Gunderlach / Annette Hornung-Pickert
    Leibnizstraße 28, D-10 625 Berlin, [T] +49(0)30 23 62 46 - 03
    [F] +49(0)30 23 62 46 - 04 [E] info@gundh.com


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Gesellschaft, Meer / Klima, Politik, Recht, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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