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12.07.2006 16:22

Wiegen und Wägen mit historischen und ultramodernen Waagen

Christel Lauterbach Presse, Kommunikation und Marketing
Justus-Liebig-Universität Gießen

    Liebig-Museum in Gießen ist am 18. Juli 2006 der "ausgewählte Ort" im "Land der Ideen"

    In der Kampagne der Bundesregierung "Deutschland - Land der Ideen" ist das Gießener Liebig-Museum am Dienstag, den 18. Juli 2006, der "ausgewählte Ort". Das kleine historische Museum in der Liebigstraße - direkt neben dem Mathematikum - ist als Geburtsstätte der Organischen Chemie in Fachkreisen weltweit bekannt. Aber wer außer den Fachleuten war schon einmal dort? Wer kann sich vorstellen, welche Ideen, die uns jeden Tag mehrfach begegnen, hier ihren Ursprung haben? Justus Liebig hätte seine revolutionierenden Ideen ohne die Verbesserung der Feinwaagen niemals entwickeln können. Unterstützt wurde er dabei von dem Schreinermeister Hoss, der die Waagen so sehr verbesserte, dass schließlich alle Welt die Waagen aus Gießen haben wollte. Diese Ideen waren die Wurzel für den heutigen Weltmarktführer im Waagenbau: die Firma Mettler-Toledo, die das Familienunternehmen in den 1950-er Jahren aufkaufte und heute noch in Gießen ansässig ist. Am Dienstag, den 18. Juli, sollen nun diese Zusammenhänge mit einem umfangreichen Programm im Liebig-Museum anschaulich dargestellt werden, das gemeinsam mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Fa. Mettler Toledo, gestaltet wird. Die Justus-Liebig-Gesellschaft und das Liebig-Museum laden ein zu einem Pressegespräch am Freitag, den 14. Juli 2006, um 11.00 Uhr im Liebig-Museum (Liebigstraße 12, Gießen).

    Am Dienstag, den 18. Juli, um 10.00 Uhr findet im Liebig-Museum die erste von insgesamt fünf Vorlesungen mit historischen Experimenten statt. Eberhard Theophel lässt es dann am Originalschaulplatz knallen und stinken, ganz wie Liebig es getan hat. Über den "Talking Head" spricht Justus Liebig persönlich zu den Besuchern. Prof. Dr. Manfred Kröger bietet im Wechsel Führungen durch die historischen Räume an. Parallel dazu zeigt Karl-Armin Opfer von der Firma Mettler-Toledo den Einsatz von modernen Hochleistungswaagen seiner Firma. Prof. Dr. Bernhard Spengler vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Gießen zeigt im halbstündigen Wechsel, wie man heute chemische Analysen durchführt. Während Liebig noch daran verzweifelte, dass er zwischen pflanzlichen und tierischen Stoffen keine Unterschiede fand, kann die ultramoderne Waage von Prof. Spengler heute sogar zwischen menschlichen und synthetischen Hormonen unterscheiden. Doch während Karl-Armin Opfer im Vortragsraum des Mathematikums - gleich neben dem Liebig-Museum - die Leistungsfähigkeit seiner Waagen direkt vorführen kann, müssen die Untersuchungen von Prof. Spengler per Videoschaltung auf eine Leinwand übertragen werden.

    Für das leibliche Wohl der Besucher ist mit "Liebig-Suppe" gesorgt. Der Museums-Shop ist geöffnet. Das Programm kann unter http://www.liebig-museum.de eingesehen werden. Der Tag im Liebig-Museum als "ausgewähltem Ort im Land der Ideen" kostet keinen Eintritt, aber die Besucher werden um eine Spende gebeten ("Pay what you want day").

    Bitte beachten Sie besonders den Termin um 14.00 Uhr, die offizielle Pokalübergabe durch einen Vertreter der Deutschen Bank als Hauptsponsor. Ein Vertreter der Justus-Liebig-Universität Gießen wird Grußworte sprechen. In einer kurzen Ansprache soll der Tag erläutert werden.

    Hintergrundinformationen:

    Im Herbst 2005 hatte sich das Liebig-Museum in Gießen als einer von über 1.200 Orten beim Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" beworben, einem der zentralen Projekte der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen". In einer deutschlandweiten Ausschreibung hatte die Initiative ideenreiche Orte gesucht. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Martin Roth, Generaldirektor der staatlichen Kunstsammlung in Dresden, wählte die 365 Orte aus. "Ideen gibt es überall, in jedem Menschen, an jedem Ort. Mit den 365 Orten haben wir eine Auswahl getroffen, die die ganze Bandbreite der deutschen Ideen wiedergibt", so Prof. Roth.

    365 Orte - das sind nicht Orte im geographischen Sinn. Ein Ort im Land der Ideen findet sich überall dort, wo Ideen entwickelt, gefördert oder bewahrt werden. An jedem Tag des Jahres 2006 stellt sich einer der 365 Orte mit einer besonderen Veranstaltung der Öffentlichkeit vor. So entsteht die größte Veranstaltungsreihe, die es jemals in Deutschland gab. Ermöglicht wird diese einzigartige Aktion durch den exklusiven Partner Deutsche Bank, die damit ein deutliches Zeichen in ihrem Heimatmarkt Deutschland setzt.

    "Deutschland - Land der Ideen" ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie. Ziel ist es, im In- und Ausland ein Bild von Deutschland als innovatives und weltoffenes Land zu vermitteln. Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Horst Köhler. Die FC Deutschland GmbH mit ihrem Geschäftsführer Mike de Vries koordiniert die Initiative. "Deutschland - Land der Ideen" wird von zahlreichen deutschen Unternehmen sowie Kooperationspartnern aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft unterstützt. Die Initiative setzt neben dem Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" vier weitere Kernprojekte um: "Walk of Ideas", Medienservice, FanClub und Begrüßungsinitiative. Weitere Informationen zu den Projekten der Initiative sowie den 365 ausgewählten Orten im "Land der Ideen" finden Sie unter http://www.land-der-ideen.de. Das Liebig-Museum ist nach dem "Mathematikum" bereits der zweite im "Land der Ideen" ausgewählte Ort in Gießen.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Manfred Kröger
    Schriftführer der Justus-Liebig-Gesellschaft Gießen
    Telefon: 0641 99-35543
    Fax: 0641 99-35549
    Email: Manfred.Kroeger@bio.uni-giessen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.liebig-museum.de
    http://www.land-der-ideen.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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