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20.07.2006 12:13

Collecting Cultures - Afrika in Archiven und Bibliotheken des Rhein-Main-Gebietes

Petra Giegerich Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Ausstellung in der Universitätsbibliothek Frankfurt vom 25. Juli bis 28. August - Eröffnung mit der Frauen-Rap-Crew ALIF

    (Mainz, 20. Juli 2006, lei) Vier wissenschaftliche Sammlungen zu den Kulturen, der Musik und den Literaturen Afrikas werden bei der Ausstellung "Collecting Cultures - Afrika in Archiven und Bibliotheken des Rhein-Main-Gebietes" vom 25. Juli bis 28. August 2006 in Frankfurt vorgestellt. Die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt und das Frankfurter Frobenius-Institut sowie das Archiv für die Musik Afrikas und die Jahn-Bibliothek für afrikanische Literaturen, beide am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, präsentieren hier erstmals die unterschiedlichsten Medien wie Zeichnungen, Fotografien, Bücher, Musik und ethnographische Objekte aus ihren vier Sammlungen einer breiten Öffentlichkeit. Die Ausstellung wird im Untergeschoss der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg zu sehen sein und mit einem Auftritt der bekanntesten Frauen Rap-Crew Afrikas, ALIF, am 25. Juli um 20 Uhr eröffnet. Die Ausstellung erfolgt in Verbindung mit einer Tagung der Vereinigung von Afrikanisten in Deutschland e.V. (VAD) in Frankfurt.

    Das Rhein-Main-Gebiet bietet eine in Deutschland einmalige Dichte von Forschungsinstitutionen, Bibliotheken, Sammlungen und Archiven mit Bezug auf Afrika. Ihre Entwicklung reflektiert den wechselvollen Blick, den Europa auf den südlichen Nachbarkontinent warf. Dabei reichen einige Wurzeln bis in die Frühzeit der europäischen Begegnung mit dem afrikanischen Kontinent. Die vier Veranstalter möchten mit der Ausstellung auf ihre umfangreichen Afrika-Sammlungen aufmerksam machen und diese ausgehend von ihren Gründerpersönlichkeiten vorstellen. Dabei soll gezeigt werden, dass sich der Blick auf den afrikanischen Kontinent im Laufe der Zeit immer mehr gewandelt hat. Mit den veränderten Forschungsansätzen wechselte auch die Zusammensetzung der Sammlungen: Wo vormals die Bewahrung vermeintlich authentischer 'traditioneller' Kultur im Vordergrund stand, beschäftigt sich die heutige Ethnologie besonders mit dem hybriden Alltag afrikanischer Gesellschaften. So werden beispielsweise neuere musikalische Strömungen, wie etwa die in vielen Ländern Afrikas populäre Hip-Hop-Musik, dokumentiert und in ethnologischen Forschungen untersucht.

    Ein ganz aktueller Bezug zur afrikanischen Musik wird bei der Eröffnungsveranstaltung am 25. Juli hergestellt: Die senegalesische Frauen-Hip-Hop-Band ALIF - die Abkürzung steht für "Attaque Libératoire de l'Infanterie Féministe", zu Deutsch "befreiende Attacke der feministischen Infanterie" - ist besonders mit ihren sozialkritischen Texten über die Realitäten in der Hauptstadt des Senegals, Dakar, bekannt geworden. In ihrem Heimatland hatte die Gruppe schnell durchschlagende Erfolge und ist eine der beliebtesten Rap-Gruppen. Ihre Texte, aber auch ihre eindrucksvolle Bühnenshow machen deutlich, weshalb Hip-Hop und Musik im Allgemeinen in Afrika eine so große Bedeutung hat.

    Kontakt und Informationen:
    Dr. Wolfgang Bender und Dr. Anja Oed
    Institut für Ethnologie und Afrikastudien
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    Tel. 06131 39-23349 bzw. -25933
    E-Mail: bender@uni-mainz.de bzw. aoed@uni-mainz.de


    Weitere Informationen:

    http://www.ifeas.uni-mainz.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kunst / Design, Musik / Theater, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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