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13.09.2006 10:21

Aufklärung rund um den wunden Punkt des Mannes

Bettina-Cathrin Wahlers Pressestelle der DGU
Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.

    Am 15. September ist wieder Europäischer Prostata-Aktionstag

    Sie hat die Größe einer Kastanie, und in jungen Jahren weiß "Mann" oft nur, dass er dieses Organ besitzt: Die Prostata.
    Im Laufe des Lebens ist die Vorsteherdrüse jedoch Ursache für eine Reihe von Erkrankungen. Mit dem jährlichen Prostata-Aktionstag am 15. September wollen Urologen in mehreren Ländern Europas deshalb durch lokale Veranstaltungen für mehr Aufklärung rund um den wunden Punkt des Mannes sorgen - auch in Deutschland.

    Die Prostata gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes. Sie liegt im Becken direkt unter der Harnblase und umschließt ringförmig die Harnröhre. Ihre Aufgabe ist die Bildung eines Teils der Samenflüssigkeit, der besonders für die Beweglichkeit der Spermien wichtig ist. Die meisten Männer spüren bis etwa zum 35. bis 45. Lebensjahr von ihrer Prostata nichts.

    Mit zunehmendem Alter aber steigt das Risiko einer Prostata-Erkrankung. Die akute oder chronische Prostataentzündung, die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (BPH) und der gefürchtete Prostatakrebs gehören dazu.
    "Etwa die Hälfte aller Männer über 60 Jahre ist von einer gutartigen Prostatavergrößerung betroffen, die zu Störungen beim Wasserlassen führt", sagt die Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) Professor Margit Fisch. "Das Gefühl der unvollständigen Entleerung der Harnblase wird zum ständigen Begleiter. Der Betroffene stellt sich darauf ein, unterlässt es, vor dem Schlafengehen noch etwas zu trinken, richtet seinen Tagesablauf nach der Verfügbarkeit von Toiletten aus, meidet schließlich öffentliche Veranstaltungen oder Reisen, was zu einem erheblichen Verlust an Lebensqualität führt und deshalb frühzeitig behandelt werden sollte."

    Prostatakrebs ist in Deutschland bereits die häufigste Krebserkrankung bei Männern über 50 Jahre. Mehr als 11 000 Männer sterben Jahr für Jahr daran, obwohl bei frühzeitiger Erkennung der Krankheit 80 bis 90 Prozent der Patienten geheilt werden könnten. "Deshalb ist es ganz wichtig, das Bewusstsein der Männer zu schärfen: Gesundheit ist auch Männersache und Früherkennungs-Untersuchungen gehören dazu!", so Professor Fisch. Die DGU empfiehlt allen Männern ab dem 45. Lebensjahr die vorhandenen Untersuchungen zur Früherkennung durch einen urologischen Facharzt zu nutzen. Das sind die Tastuntersuchung der Prostata und die Blutentnahme zur Messung des Prostataspezifischen Antigens (PSA).
    Diese Chance auf ein längeres und besseres Leben nutzen bisher aber nur 15 bis 20 Prozent der deutschen Männer. Der Prostata-Aktionstag soll das ändern.
    Bereits 2005 von der Europäischen Gesellschaft für Urologie ins Leben gerufen, wird es auch an diesem 15. September wieder vielerorts in Europa lokale Informations-Veranstaltungen geben. In Deutschland engagieren sich die niedergelassenen Urologen in Mannheim mit einer großen Plakat- und Flyer-Aktion zum Thema.Initiator Dr. Alfred Höhlein: "Alle Mannheimer Praxen für Urologie sind bestens gerüstet, die Botschaft des 15. Septembers an den Mann zu bringen".

    Das Gesundheitshaus Bochum (Prostatazentrum Bochum und Grönemeyer Institut für Mikrotherapie), Universitätsstraße 140/142, lädt am Freitag, dem 15. September 2006, ab 14 Uhr zu einem Informations-Nachmittag in Sachen Prostataerkrankungen. Früherkennungs-Untersuchungen und Vorträge stehen auf dem Programm.
    Prävention sowie aktuelle Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms sind darüber hinaus in diesen Tagen Schwerpunktthemen auf dem 58. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V., der vom 20. bis 23. September im Hamburger Congress Center stattfindet.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgu-kongress.de Akkreditierung für Journalisten
    http://www.wahlers-pr.de/pk/ Anmeldung zur Kongress-Eröffnungs-Pressekonferenz am 20. September, 11.30 Uhr, CCH


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


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