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22.09.2006 11:25

"Cantos de Libertad"

Charlotte Brückner-Ihl Presse, Kommunikation und Marketing
Justus-Liebig-Universität Gießen

    Musik des spanischen Bürgerkriegs - jazzmusikalisch gedeutet von und mit dem Ekkehard Jost Ensemble

    "CANTOS DE LIBERTAD. Musik des spanischen Bürgerkriegs - jazzmusikalisch gedeutet" - so lautet der Titel eines Ensemble-Projekts, das der Komponist, Baritonsaxophonist und Musikwissenschaftler Ekkehard Jost gemeinsam mit einer Gruppe international renommierter Jazzspieler auf die Beine gestellt hat - mit Unterstützung des spanischen Kulturministeriums und der Bundeszentrale für politische Bildung. Eine CD, aufgenommen beim WDR Köln, ist im Mai dieses Jahres erschienen, und im Herbst wird die Gruppe ausführlich auf Tour gehen.

    Zum Tournee-Start findet am Donnerstag, den 5. Oktober 2006, um 20 Uhr im Hugo-von-Rittgen-Haus (Südanlage 6) das Auftaktkonzert in Gießen statt, eine Veranstaltung von "Musica Nova" gemeinsam mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Fachhochschule Gießen Friedberg. Eintritt: 12.-/9.- Euro.

    Worum geht es? Im Juli 2006 jährte sich zum siebzigsten Mal der Beginn des spanischen Bürgerkriegs - des so genannten Bürgerkriegs, sollte man sagen, denn tatsächlich handelte es sich bei diesem Krieg von Anfang an keineswegs um eine Auseinandersetzung zwischen den Bürgern eines Landes, die - aus welchen Gründen auch immer - gegeneinander antraten, um ihre Probleme mit kriegerischen Mitteln zu lösen. Vielmehr handelte es sich bei diesem "Bürger"-Krieg um die Folgen des Putsches einer Gruppe rechtsgerichteter Generäle gegen die vom Volk gewählte, republikanische Regierung - mit Hilfe von maurischen Söldnern, Fremdenlegionären, faschistischen Falangisten, ultrakatholischen Carlisten - und später mit der massiven Unterstützung durch die deutschen Nationalsozialisten unter Hitler und die italienischen Faschisten unter Mussolini. Die Kämpfe dauerten bis ins Frühjahr 1939 und führten mit dem Sieg der aufständischen Militärs direkt in das diktatorische Regime des General Francisco Franco.

    Wie jede andere große gesellschaftliche Umwälzung bringt auch der Krieg seine eigene musikalische Subkultur hervor: Hymnen, Gesänge des Kampfes und des Widerstands, der Sehnsucht nach Frieden und des Heimwehs, Klage- und Spottlieder, Tänze und Trauermärsche - Musik, die um ihrer Funktion willen in einem bestimmten Kontext entsteht, die nicht Kunst sein will, sondern als Waffe zu dienen hat oder zur Herstellung von Identität oder psychischer Entlastung - funktionelle Musik also, die zunächst einmal an ihren unmittelbaren Gebrauchszusammenhang gebunden ist, die jedoch stets auch - mal mehr, mal weniger - über ihre Zweckgebundenheit hinausweist und hinter der Funktion, die sie zu erfüllen hat, ihren ästhetischen Anspruch erkennbar werden lässt.

    CANTOS DE LIBERTAD ist der Versuch, sich einem emotional und politisch hoch aufgeladenen musikalischen Material aus der Perspektive des Jazz anzunähern, der Versuch einer Re-Komposition vergangener Ereignisse, Erlebnisse und Befindlichkeiten mit den Gestaltungs- und Ausdrucksmitteln des Jazz, seiner rhythmischen Energie und seiner Offenheit für improvisatorische Freiheiten. Die an diesem Projekt beteiligten Musiker sind für diese Aufgabe bestens gerüstet. Sie verfügen allesamt über einen weiten stilistischen Horizont und haben sich als Meister ihres Fachs in diversen Bands und Projekten bewährt. Es sind: Reiner Winterschladen (Trompete), Detlef Landeck (Posaune), Eugenio Colombo (Flöte, Sopran- und Altsaxophon), Wollie Kaiser (Flöte, Sopran- und Tenorsaxophon, Kontrabassklarinette), Ekkehard Jost (Konzept, Re-Kompositionen, Baritonsaxophon und Kontrabassklarinette), Gerd Stein (elektrische und akustische Gitarre), Dieter Glawischnig (Klavier), Dieter Manderscheid (Kontrabass), Joe Bonica (Schlagzeug und Perkussion) und Marta de la Vega (Stimme).

    In diesem Herbst 2006 werden die CANTOS DE LIBERTAD in den folgenden Städten zu hören sein: Gießen (5.10.), Eisenach (6.10.), Weimar (7.10.), Mannheim (9.10.), Bremen (12.10.), Norden (13.10.), Oldenburg (14.10.), Bochum (15.10.), Kassel (11.11.) und Berlin (17.11.). Das Projekt wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und das Kulturamt der Stadt Gießen.

    "Cantos de Libertad", Konzert am 5. Oktober 2006, 20 Uhr, Hugo-von-Rittgen-Haus, Südanlage 6


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


    Ekkehard Jost Ensemble


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    Marta de la Vega


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