Der Otto-Hahn-Preis 2000 ist Prof. Dr. Hans Christoph Wolf, Emeritus des 3. Physikalischen Instituts der Universität Stuttgart, zuerkannt worden. Der von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Gesellschaft Deutscher Chemiker verliehene Preis wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich einmalige Verdienste um die Entwicklung dieser Disziplinen in der reinen oder angewandten Forschung erworben haben. Der mit 50.000 Mark dotierte Preis gilt als eine Auszeichnung von besonders hohem Rang, die abwechselnd an Physiker und Chemiker vergeben wird. Die Überreichung wird anläßlich der Physikertagung 2000 am 22. März in Dresden stattfinden.
Der Experimentalphysiker Prof. Wolf erhält den Preis für sein Lebenswerk. Sein zentrales Arbeitsgebiet und das seines Instituts ist die Untersuchung der photophysikalischen, elektrischen und magnetischen Eigenschaften von Festkörpern, die aus organischen Molekülen aufgebaut sind, den sogenannten organischen Molekülkristallen. Die dort entwickelten Methoden und Erkenntnisse erwiesen sich auch insofern als außerordentlich fruchtbar, als diese auch auf andere Gebieten ausgeweitet wurden: auf ungeordnete Systeme, Polymere und den Elementarprozeß der Photosynthese.
Im letzten Jahrzehnt stand die Suche nach geeigneten Bausteinen für eine zukünftige Molekulare Elektronik im Vordergrund. Dies ist eine Elektronik, in deren Bauelementen Moleküle die Schalter, Leiter, Speicher und die logischen Elemente darstellen. Man verspricht sich so weitere Fortschritte in der Miniaturisierung. Diese Arbeiten, zu denen die Forschungen von Prof. Wolf wesentlich beigetragen haben, erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Physikern und Chemikern.
Prof. Wolf ist insgesamt erst der zwölfte Preisträger dieser im Jahr 1955 erstmalig, damals an Lise Meitner und Heinrich Wieland, vergebenen Auszeichnung. Unter den bisher mit dem Otto-Hahn-Preis gewürdigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern finden sich illustre Namen, so die Nobelpreisträger Heinrich Wieland, Manfred Eigen und Georg Wittig sowie Heinz Maier-Leibnitz.
Weitere Informationen am Physikalischen Institut der Universität Stuttgart unter Tel. 0711/685-5318, Fax 0711/685-5281
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Mathematik, Physik / Astronomie
überregional
Forschungsergebnisse, Personalia
Deutsch
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