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17.03.2000 12:41

Zeichen des Geschlechtswechsels

Ramona Ehret Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
Technische Universität Berlin

    Neues Themenheft der Zeitschrift für Semiotik soeben erschienen

    Geschlechtswechsel ist ein schillerndes Thema: bei den Betroffenen oft durch großes Leid motiviert, von den Medien zum Zeitgeistphänomen stilisiert, und immer eine Art der "Verwandlung", die eine der am deutlichsten gezogenen kulturellen Grenzen in Frage stellt.

    Das Geschlecht eines Menschen ist ebenso wie sein biologisches Alter eines der Merkmale, das anhand zahlreicher Zeichen erkennbar ist. Geschlecht hat viele Facetten, von denen jede in unterschiedlichem Ausmaß wahrnehmbar und veränderbar ist. Zu den körperlichen Facetten zählen das genetische, anatomische und hormonelle Geschlecht sowie die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale. Hinzu kommen Kodes der Aufmachung (Kleidung, Haartracht, Schmuck, Make-Up) und des Verhaltens (geschlechtsspezifische Arten von Sprechen und Körpersprache). Nur weil das Geschlecht durch eine Vielfalt von Zeichen bestimmt ist, kann jemand versuchen, sein Geschlecht zu wechseln, sich also als eine Person darzustellen, die aus Sicht der Ausgangslage zum Gegengeschlecht gehört.

    Das soeben erschienene Themenheft "Geschlechtswechsel" der Zeitschrift für Semiotik (Heft 21, 3-4), die seit 1979 von Prof. Dr. Roland Posner an der Arbeitsstelle für Semiotik der TU Berlin herausgegeben wird, untersucht die komplexen Zeichenprozesse, die bei einem vorübergehenden oder dauernden Geschlechtswechsel ablaufen. Die Heftherausgeber Dagmar Schmauks (TUB) und Friedemann Pfäfflin (Univ. Ulm) haben sechs eng aufeinander bezogene Artikel aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengestellt, die folgende Schwerpunkte behandeln: "Facetten der Geschlechtsumwandlung" (Friedemann Pfäfflin), "Die Rolle von Artefakten beim Geschlechtswechsel" (Dagmar Schmauks), "Die Rolle des Diskurses bei der (Re-)Konstruktion von Transsexualität" (Annette Runte), "Wunschgeschlecht als Zeichen" (Waltraud Schiffels), "Ekelkunst als Diskurs über die Geschlechter" (Marga van Mechelen) und "Geschlechtswechsel in der Karikatur" (Mihály Riszovannij und Dagmar Schmauks).

    Die Zeitschrift für Semiotik kann im Buchhandel oder direkt beim Stauffenburg-Verlag (Postfach 2525, 72015 Tübingen) bestellt werden. Das Heft kostet 68,- DM. Das Jahresabo der Zeitschrift für Semiotik (4 Hefte) kostet 120,- DM, für Studierende 48,- DM.

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Priv. Doz. Dagmar Schmauks von der Arbeitsstelle für Semiotik der TU Berlin, Tel: 030/314-79440 oder E-Mail: Dagmar.Schmauks@tu-berlin.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur
    regional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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