Freizeitwirtschaft: Vom Wirtschaftsfaktor zum Wachstumsmarkt

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04.01.2007 11:35

Freizeitwirtschaft: Vom Wirtschaftsfaktor zum Wachstumsmarkt

Baltic College Pressestelle
Baltic College Güstrow - University of Applied Science

    Die Freizeitwirtschaft ist Deutschlands größter Arbeitgeber. Weit über sechs Millionen Menschen sind in den einzelnen Freizeitsektoren beschäftigt. Die Wachstumsbranchen Tourismus, Medien, Kultur, Sport, Gesundheit und Unterhaltung sind die Zukunftsmärkte, die keinen Wettbewerb fürchten müssen. "Die Freizeitwirtschaft wird daher auch die Lokomotive sein, die die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts antreibt." Zu diesem Ergebnis kommt das Autorenteam Opaschowski/Pries/Reinhardt in der Publikation "Freizeitwirtschaft. Die Leitökonomie der Zukunft".

    Das Erfolgsgeheimnis des Wachstumsmarkts Freizeitwirtschaft führt das Autorenteam auf den wachsenden Wunsch der Menschen nach Lebensqualität und einem besseren Leben zurück. Ein auf Mobilität und Aktivität, Geselligkeit und Lebensfreude ausgerichtetes Freizeitverständnis lässt den Konsum als Teil einer Erlebnisökonomie erscheinen, die auf Steigerung angelegt ist. Der erlebnisorientierte Freizeitkonsum wird als kostspieliger Kontrast zum Alltag in den eigenen vier Wänden empfunden.

    Da es sich bei der Freizeitwirtschaft um einen Dienstleistungsmarkt handelt, ist sie auch einer der bedeutendsten Arbeitgeber: Jeder sechste Beschäftigte in Deutschland arbeitet für die Freizeit, mit steigender Tendenz. Insbesondere für Existenzgründer wird die Freizeitwirtschaft immer attraktiver. Die Branche bietet Zukunftschancen für neue Selbstständigkeiten - von der Eventagentur bis zum Reisebüro, von der Kunstgalerie über das Fitnesscenter bis hin zu Dienstleistungen und Veranstaltungen im Unterhaltungssektor. Vor allem aber im Gesundheitsbereich ist mit einem deutlichen Wachstum zu rechnen. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung werden immer mehr Angebote und Dienstleistungen im Präventivbereich nachgefragt.

    So sind im Freizeitsektor umfangreiche Qualifikationen notwendig, die vom Tourismus über Kultur bis hin zu Sport und Gesundheit ein breites Spektrum umfassen. "Wichtig ist eine fundierte, vielseitige und praxisnahe Ausbildung", weiß Michael Pries, einer der Autoren und Lehrstuhlinhaber am Baltic College Güstrow. "In Zusammenarbeit mit der Industrie und Handelskammer ist es uns gelungen, für unsere Studierenden ein Rundumpaket zu schüren, dass Studium und Ausbildung vereint." Im so genannten dualen Studium wird zusätzlich zu den Veranstaltungen "Bachelor of Arts - Management im Gesundheitstourismus" noch der Lehrstoff für die Berufsausbildung "Kauffrau / Kaufmann im Gesundheitswesen" vermittelt. Zahlreiche Lehrinhalte der Berufsausbildung werden durch den Studienlehrstoff abgedeckt. Hier entsteht echte Synergie - und das zum Vorteil der Studierenden. Sie profitieren zeitlich von den inhaltlichen Überschneidungen der Berufsausbildung mit dem Studium, da Veranstaltungen mit gemeinsamen Lehrinhalten nur einmal, aber für beide Abschlüsse anrechenbar, abgehalten werden.

    Egal ob Wellness oder WM, Festspiel oder Freizeitpark, Fernsehen zu Hause oder Urlaubsreise in die Ferne: Tourismus, Kultur, Sport, Gesundheit und Entertainment sind ein Millionenmarkt geworden und ziehen Millionen Menschen in ihren Bann. Seit über vier Jahrzehnten zählt die Freizeitwirtschaft zu den stabilsten Wachstumsbranchen. Eine Gesellschaft des langen Lebens hat im arbeitsfreien Teil des Lebens für viele Beschäftigte Platz. Vom "Unternehmen Freizeit" können immer mehr profitieren. Aus einem nachrangigen Wirtschaftsfaktor ist seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein Wachstumsmarkt geworden.

    Weitere Informationen unter http://www.baltic-college.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Wirtschaft
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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