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24.01.2007 11:58

Positive Jahresbilanz trotz Ärztestreik

Dr. Annette Tuffs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg

    Das Universitätsklinikum Heidelberg blickte bei seinem Neujahrsempfang auf ein schweres, aber erfolgreiches Jahr 2006 zurück

    Trotz des wochenlangen Ärztestreiks im Frühjahr 2006 hat das Universitätsklinikum Heidelberg eine positive Jahresbilanz gezogen. Auf dem Neujahrsempfang am 19. Januar 2007 in der Medizinischen Klinik begrüßte der Vorstand des Klinikums rund 100 Gäste aus Politik und Gesundheitswesen, den Heidelberger Forschungseinrichtungen, der Universität und dem Klinikum - darunter die Mitglieder des Klinikumsaufsichtsrats Manfred Lautenschläger und Bernhard Schreier sowie die Politiker Karl Lamers und Theresia Bauer und den Heidelberger Bürgermeister Raban von der Malsburg.

    Für alle Klinikumsmitarbeiter sei der Streik äußerst belastend gewesen, sagte Professor Dr. Eike Martin, Leitender Ärztlicher Direktor des Klinikums. Bewährt habe sich in dieser angespannten Situation die stets gute Kooperation der Ärzte und des Vorstands. "Durch eine enorme Leistungssteigerung nach dem Streik konnten unsere Patienten behandelt und das drohende Defizit ausgeglichen werden", sagte die Kaufmännische Direktorin Irmtraut Gürkan und bedankte sich im Namen des gesamten Vorstands bei allen Mitarbeitern des Klinikums.

    Neubau der Chirurgischen Klinik soll 2009 beginnen

    Eine positive Leistungsbilanz kann auch bei den Neubau-Projekten gezogen werden: Gerade wurde als "Weltpremiere in Heidelberg" die drehbare Bestrahlungsanlage in das neue Ionenstrahl-Therapie Zentrum Heidelberg (HIT) eingebaut; die ersten Patienten werden voraussichtlich Ende 2007 bestrahlt. Der Bau der "Angelika-Lautenschläger-Kinderklinik", benannt nach der Ehefrau des Stifters Manfred Lautenschläger, ist Ende 2007 abgeschlossen; die Klinik wird 2008 eröffnet. Mit dem Neubau der benachbarten Frauenklinik wird noch 2007 begonnen. Für 2009 ist der Spatenstich für das ambitionierteste Heidelberger Bauprojekt geplant, der Neubau der Chirurgischen Klinik.

    Zum Thema "Privatisierung der Universitätsklinika" bezog der Vorstand des Klinikums eine klare Position. Nachdem das Universitätsklinikum Gießen/Marburg im vergangenen Jahr ist an einen privaten Klinikkonzern verkauft worden ist, stehen derzeit weitere Universitätsklinika wie Mainz und Lübeck/Kiel zur Disposition. "Wir wollen ein gemeinnütziges Unternehmen bleiben", erklärte Irmtraut Gürkan. Die Chancen für eine erfolgreiche Eigenständigkeit bezeichnete sie aufgrund des konstant hohen Leistungsniveaus des Heidelberger Klinikums und der engen Zusammenarbeit mit den Partnern in der Region als sehr gut.

    Medizinische Fakultät steuert maßgeblich zur Exzellenzinitiative bei

    Den Beitrag der Medizinischen Fakultät zum guten Abschneiden der Universität Heidelberg in der zweiten Runden der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern hob der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Claus Bartram, hervor. In der ersten Runde des Wettbewerbs im Jahr 2006 hatte bereits das Exzellenzcluster "Zelluläre Netzwerke" unter Leitung von Professor Dr. Hans-Georg Kräusslich, Ärztlicher Direktor der Abteilung Virologie des Universitätsklinikums, den Zuschlag bekommen. "Das nicht erfolgreiche Abschneiden der Universität bei der ersten Runde im vergangenen Jahr war ein heilsamer Schuss vor den Bug, der nun in verbesserten Konzepten Früchte trägt", sagte Professor Bartram.

    Die Medizinische Fakultät ist in der zweiten Bewerbungsrunde nun an insgesamt drei der sechs Konzepte für Graduiertenschulen und Exzellenzclustern beteiligt, die durch die Vorauswahl gekommen sind. Am verbesserten und in der Vorauswahl erfolgreichen Zukunftsprojekt für die gesamte Universität hat ebenfalls Professor Kräusslich mitgewirkt.

    Konstruktiver Beitrag zum Aufbau der Universitäts-Medizin in der Metropolregion Rhein-Neckar

    Den Abzug von Haushaltsmitteln der Heidelberger Fakultät zum Aufbau einer Vorklinik in Mannheim kritisierte der Dekan. Diese Maßnahme, die auch der Wissenschaftsrat ablehnt, verursache der Medizinischen Fakultät Heidelberg einen jährlichen finanziellen Nettoschaden in Millionenhöhe. Heidelberg wolle sich aber nicht in den Schmollwinkel zurückziehen, sondern konstruktiv zum Aufbau einer universitären Medizin in der Metropolregion Heidelberg-Mannheim beitragen. Es sei sehr wichtig, hier zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln. "Im Gespräch ist unter anderem eine Fusion der beiden Klinika und Fakultäten. Dazu müssen aber verschiedene Voraussetzungen geschaffen werden, die auch vom Parlament in Stuttgart und der Stadt Mannheim mitgetragen werden müssten", betonte Professor Bartram.

    Musikalisch begleitet wurde der Abend von Professor Dr. Rolf Verres, Ärztlicher Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Heidelberg, der am Flügel die Gäste u. a. mit einer musikalischen Interpretation eines Gedichts der im vergangenen Jahr verstorbenen Heidelberger Dichterin Hilde Domin begeisterte.

    Bei Rückfragen von Journalisten:
    Dr. Annette Tuffs
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
    und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 / 56 45 36
    Fax: 06221 / 56 45 44
    E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

    Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


    Professor Dr. Eike Martin, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg, auf dem Neujahrsempfang 2007 des Klinikums.


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