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28.02.2007 10:44

Dumme Jungs!? "Wissenschaft im Bistro" - Fragen Sie den Experten direkt an Ihrem Tisch

Michael Sonnabend Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

    Am 15. März um 19.30 Uhr veranstaltet der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft das erste "Wissenschaft im Bistro". Wissenschaftler und Bürger treffen sich in lockerer Bistro-Atmosphäre und diskutieren über aktuelle Forschungsthemen. Die Idee stammt aus Großbritannien. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft holt "Wissenschaft im Bistro" nun ins Rheinland in sein Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstraße 45.

    Dumme Jungs!?
    Nach Jahren der Mädchenförderung bahnt sich ein Paradigmenwechsel an: "Jungenkatastrophe" oder "Der Prügelknabe" lauten die Schlagzeilen in den Medien. In der Schule geraten die Jungen immer häufiger ins Hintertreffen: 60 Prozent der Kinder, die vor der Einschulung zurückgestellt werden, sind männlich, ebenso 65 Prozent der Hauptschüler. In den Sonderschulen füllen Jungen Zweidrittel der Klassen. Mädchen machen häufiger Abitur, Jungen häufiger keinen Hauptschulabschluss.

    Geraten die Jungen ins Bildungsabseits?
    Welche Gründe und Ursachen gibt es für die aktuelle Entwicklung?
    Sind spezielle Förderprogramme für Jungen notwendig?
    Oder brauchen wir sogar Quotenmänner in Kindergärten und Schulen?

    Bei "Wissenschaft im Bistro" können Sie die Experten direkt an Ihrem Tisch befragen:

    - Prof. Dr. Nils Neuber, Sportwissenschaftler, Universität Münster
    - Sebastian Salomon, Doktorand der Sportwissenschaft, Universität Münster
    - Ulrich Boldt, Pädagoge, Universität Bielefeld
    - Alexander Bentheim, Pädagoge und Publizist, Hamburg

    Journalistinnen von Trio MedienService, der Bonner Agentur für Wissenschaft und Forschung, führen durch den Abend. (www.trio-medien.de)

    - Das Bistro öffnet um 19 Uhr, Beginn der Veranstaltung 19.30 Uhr

    Für Interview-Wünsche vor Beginn der Veranstaltung und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

    Trio Medien Service, Tel: 0228 / 932 53 59 oder 0228 / 180 16 62, E-mail: koordination@trio-medien.de

    Mehr zum Thema:
    Männliche Rollenbilder sind ins Wanken geraten. Nur in den Gymnasien und in Teilen des Berufskollegs arbeiten etwa gleich viele Männer und Frauen im Lehrberuf, in allen anderen Bereichen finden sich hauptsächlich Erzieherinnen, Kindergärtnerinnen, Pädagoginnen. In der Welt von Jungen, die bei ihrer allein erziehenden Mutter aufwachsen, sind Männer meist abwesend. Die neuen Vorbilder - superreiche Rapper und Medienstars - leben Rollen vor, die mit dem Alltag der Jungen nichts zu tun haben: In der Schule kommen Coolness, Technikbeherrschung und Dominanzgebahren nicht gut an. Vielmehr fallen Jungen mit ihrer Bewegungsfreude und ihrem Wettkampfgeist häufig negativ auf.

    Das Institut für empirische Sozialforschung hat ermittelt, dass die Mehrzahl der Männer unabhängig von Schicht und Bildungsniveau zu abweichendem Verhalten neigt: 87 Prozent der Personen, die Gewaltdelikte begangen haben, sind männlich. Dennoch wird davor gewarnt, Jungen als Verlierer zu brandmarken. Denn es ist nicht zu übersehen, dass Frauen trotz der unbestreitbar besseren Schulleistungen im Berufsleben nicht häufiger Spitzenpositionen erreichen als Männer. Im Gegenteil, nur wenige Frauen kommen ganz oben an. Männer scheinen sich nach der Schulausbildung noch immer erfolgreicher positionieren zu können. Männer machen Karriere, Jungen schmeißen die Schule?
    Fragen Sie beim "Wissenschaft im Bistro" die Experten an Ihrem Tisch.

    Pressekontakt:
    Michael Sonnabend
    Pressesprecher im Stifterverband
    Telefon: 0201/8401-181
    E-Mail: michael.sonnabend@stifterverband.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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