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12.03.2007 12:13

Gesundheitssystem für alternde Nervenzellen

Michael Frewin Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

    Ret-Rezeptor bewahrt Nervenzellen vor einem frühen Tod

    Wenn Nervenzellen im Gehirn unkontrolliert sterben, drohen neurodegenerative Erkrankungen wie die Parkinson- oder die Alzheimer-Krankheit. Wie lange Neuronen leben, hängt unter anderem davon ab, ob bestimmte Nervenwachstumsfaktoren vorhanden sind. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried lieferten nun einen eindeutigen Beleg, dass GDNF zu diesen wichtigen Wachstumsfaktoren gehört; und auch sein Rezeptor Ret ist notwendig, um bestimmten Nervenzellen ein langes Überleben zu ermöglichen. Für den Nachweis schalteten die Forscher das Gen für den Ret-Rezeptor in den Gehirnen von Mäusen aus. Und zwar in der Substantia Nigra, wo ein früher Nervenzelltod beim Menschen Parkinson auslöst. Die Gehirne der Mäuse entwickelten sich dann zwar normal, im fortgeschrittenen Alter nahm die Zahl ihrer dopaminergen Nervenzellen in diesem Areal jedoch ab - genauso wie es auch in Parkinson-Patienten zu beobachten ist (PLoS Biology, 5. März 2007).


    Weitere Informationen:

    http://goto.mpg.de/mpg/pri/200703094/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Abb.: Links im Bild sind verschiedene Querschnitte durch das Mäusegehirn gezeigt. In den dunkler gefärbten Bereichen haben die Max-Planck-Wissenschaftler ganz gezielt die Rezeptoren für bestimmte Nervenwachstumsfaktoren ausgeschaltet. Im Hintergrund sind die Nervenzellen abgebildet, die auch bei der Parkinson-Krankheit absterben, und deren Überleben durch den Nervenwachstumsfaktor GDNF und seinen Ret-Rezeptor positiv beeinflußt wird.


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