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02.05.2007 18:29

Nachhaltige Forschung am Institut für Brennstoffzellentechnik der Hochschule Esslingen

Diplom-Übersetzerin (FH) Cornelia Mack Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Hochschule Esslingen

    Baden Württemberg und Deutschland haben sich führende Positionen auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie erarbeitet. Dem gemeinsamen Interesse, diese zu sichern und auszubauen, dienen die beiden Projekte "Brennstoffzellenantriebe für Boote und Leichtfahrzeuge", und das "Leuchtturmprojekt Bodensee" unter Beteiligung des Instituts für Brennstoffzellentechnik (IBZ) der Hochschule Esslingen, die in enger Zusammenarbeit zwischen Land, Bund, den Partnern der Bodenseeregion und allen interessierten Leistungsträgern auf den Gebieten der Wasserstoff- und Brennstoffzellen durchgeführt werden sollen.

    Im Jahre 2002 wurde an der Hochschule Esslingen in Absprache mit der Industrie die Einrichtung des Schwerpunktes Alternative Fahrzeugkonzepte beschlossen mit dem Ziel die Ausbildung für Ingenieure im Bereich der Zukunftstechnologien zu vertiefen. Die nachhaltige Mobilität steht hier im Vordergrund.

    Kernelement dieses Schwerpunktes ist die 2005 mit den Fakultäten Fahrzeug-technik, Versorgungstechnik und Umwelttechnik, Maschinenbau und Grundlagen erfolgte Gründung des Instituts für Brennstoffzellentechnik (IBZ). Dank engagiertem Sponsoring von DaimlerChrysler, Ballard, Nucellsys, MTU und dem Fraunhofer Institut besitzt das IBZ heute eines der leistungsstärksten Hochschul-Brennstoffzellenlabors, u. a. mit Testständen für Brennstoffzellen-systeme, Erdgasreformierung, Methanolreformierung und Hybrid-Systemen. Für Material- und Oberflächenuntersuchungen stehen im Grundlagenbereich ferner Rasterelektronen-, Rastertunnel- und Rasterkraftmikroskope zur Verfügung.

    Es wurde damit ein Institut geschaffen, das wissenschaftliche mit anwen-dungsorientierter Kompetenz verknüpft, die sowohl der Ausbildung der Stu-dierenden als auch der Forschung und der Zusammenarbeit mit der Industrie zugute kommt.
    Das IBZ ist Mitglied des Kompetenz- und Innovationszentrums Brennstoffzelle (KIBZ) in Baden-Württemberg und trägt in dieser Funktion zum Wissenstransfer aus der Hochschule in die zumeist kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie auch zu anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei. Dieses kann über gemeinsame Forschungsvorhaben oder Zusammenar-beit bei Projekt- oder Diplomarbeiten und dabei entstehenden Demonstrato-ren geschehen, mit denen die Machbarkeit von Lösungsansätzen zur Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik gezeigt werden kann. Beispiele der letzten Semester sind das hybride Brennstoffzellen-Power-Pack für 1 bis 3 kW, der Brennstoffzellen-Scooter, der Glider (Sieger des Michelin Challenge Bibendum Wettbewerbs für umweltfreundliche Fahrzeuge in Paris 2006), der E-Antrieb für das Weltrekordmobil Hysun, Untersuchungen zu Brennstoffzellen-Leichtfahrzeugen, der Brennstoffzellen-Roadster und stationäre Anwendungen wie Klimageräte, Wärme/Kraft-Aggregate und erste Untersuchungen zu virtuellen Kraftwerken auf der Basis dezentraler Brennstoffzellenstationen.

    Hohen Stellenwert für eine Hochschule haben Forschungsvorhaben. Zurzeit beteiligt sich das IBZ an
    o dem EU- Forschungsprogramm Hysys zur Untersuchung von Brenn-stoffzellenkomponenten,
    o der Entwicklung von Simulationsmodellen für Alternative Fahrzeuge mit dem Electric Power Research Institute in Palo Alto, Kalifornien,
    o Brennstoffzellen-Antriebsstrang-Analysen mit dem Forschungsbereich von DaimlerChrysler sowie
    o Grundlagenuntersuchungen zu Brennstoffzellen-Materialien im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

    In der Phase der Beantragung sind zwei weitere sich ergänzende Projekte, die eine große Bedeutung für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnik in Baden Württemberg und in Deutschland haben können:
    o Brennstoffzellenantriebe für Boote und Leichtfahrzeuge, ein Initi-ativprojekt für den Aufbau von Wertschöpfungsketten in Baden Württemberg auf dem Gebiet der Brennstoffzellenanwendungen mit Schwerpunkten auf Umweltverträglichkeit und Emissionsfreiheit ,
    marktnahe Entwicklungen, der Integration von kleinen und mittestän-dischen Unternehmen sowie Forschung und Lehre in Baden-Württemberg
    Dieser an das Umweltministerium Baden Württembergs gegangene Vorschlag wird vom KIBZ gemeinsam mit der Hochschule Esslingen und dem Engineering Unternehmen SWES geführt und dient auch der Vorbereitung des weiterführenden

    o Leuchtturmprojektes "Bodensee" : Brennstoffzellen Antriebe für Boote und Leichtfahrzeuge. Strategieprojekt im Rahmen des Nationalen Entwicklungsplans Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) der Bundesrepublik Deutschland
    Dieses Zehnjahresprogramm der Bundesregierung hat zum Ziel, durch die gezielte Unterstützung und die Förderung der entstehenden Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche im mobilen, stationären und portablen Bereich die für den Standort Deutschland wichtige Marktentwicklung zu beschleunigen und insbesondere Wertschöpfungsketten und Wertschöpfungsanteile aufzubauen, um die Technologieführerschaft zu sichern.

    Karin Roth, Staatssekretärin im für die Federführung des Projektes zuständigen Ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Esslinger Bundestagsabgeordnete, hatte die Initiative ergriffen und die Teilnahme der Hochschule Esslingen an dem Programm angeregt.

    Weitere Informationen:
    Prof. Dr. Ferdinand Panik, Institut für Brennstoffzellentechnik
    E-Mail: ferdinand.panik@hs-esslingen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.ibz-es.de - Seite des Instituts für Brennstoffzellentechnik
    http://www.hs-esslingen.de/de/39993 - Pressemitteilungen zum Thema Bodenseeprojekt und Pressemitteilung von Karin Roth, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Energie, Maschinenbau, Verkehr / Transport, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte, Studium und Lehre
    Deutsch


    Gruppenbild der Initiatoren - im Vordergrund l(inks) MdB Karin Roth und MdL Carla Bregenzer


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