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08.05.2007 14:35

Würzburg integriert!

Robert Emmerich Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Uni-Wissenschaftler helfen bei der Verwaltungsmodernisierung
    Die Würzburger Stadtverwaltung hat ein deutschlandweit einzigartiges und sehr ehrgeiziges Projekt in Angriff genommen: Ihre Leistungen sollen künftig über eine einheitliche Benutzungsoberfläche per Internet für Bürger, Unternehmen und Verwaltungsmitarbeiter zugänglich gemacht werden. Zudem ist geplant, das Internetangebot deutlich auszubauen, so dass viele Behördengänge in Zukunft entfallen können. Die Stadt hat das Vorhaben mit Professor Rainer Thome und seinen Mitarbeitern vom Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik der Universität Würzburg konzipiert. Nun wird es zusammen mit der Bertelsmann-Tochter arvato government services GmbH verwirklicht.

    Der Service für die Bürger soll noch besser werden und die Verwaltungsprozesse einfacher - das sind die Hauptziele des Projekts "Würzburg integriert!". Kernbestandteil des Projekts ist die integrierte Abwicklung aller Verwaltungsleistungen. Von der Kopplung bislang isolierter Verfahren an eine zentrale eGovernment-Plattform soll auch das zukünftige Bürgerbüro profitieren. Damit einher geht der Wandel von der funktions- zur fallorientierten Vorgangsbearbeitung: Die Bürger müssen sich zum Beispiel bei einem Wohnungswechsel in Zukunft nicht mehr an mehrere Verwaltungsstellen wenden. Sie haben stattdessen einen direkten Ansprechpartner, der sich um alle Aufgaben kümmert.

    "Unsere Verwaltung wird schneller, besser und bürgernäher", versprach Oberbürgermeisterin Pia Beckmann auf einer Pressekonferenz im Rathaus anlässlich der Vertragsunterzeichnung. "Gleichzeitig können die Verwaltungskosten gesenkt werden." Während in anderen Projekten bislang immer nur Randbereiche oder einzelne Vorgänge betrachtet wurden, geht es in Würzburg um mehr: "Einzigartig ist die Einbeziehung aller Leistungen der Kernverwaltung", berichtete Professor Thome, der mit seinen Mitarbeitern die Stadt bei ihren eGovernment-Initiativen bereits seit mehreren Jahren unterstützt und sie auch weiterhin in diesem Projekt berät.

    Die angestrebten Ziele können nicht durch rein technische Maßnahmen erreicht werden. Vielmehr müssen alle Verwaltungsvorgänge zunächst analysiert, dann zum Teil völlig neu gestaltet und im Hinblick auf die Technik umgesetzt werden. Die für Würzburg entwickelte Lösung soll nach Projektabschluss auch in anderen Städten zum Einsatz kommen. "Wir leisten hier Pionierarbeit, denn wir wollen mit 'Würzburg integriert!' keinesfalls eine Insellösung nur für unsere Stadt schaffen", erläutert Jürgen Scherer, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Thome, einen Grundgedanken des Projektes.

    Für die Umsetzung des Vorhabens musste ein erfahrener und finanzstarker Partner aus der Wirtschaft gefunden werden. Denn sowohl in organisatorischer wie auch in technischer Hinsicht, zum Beispiel bei der Einbindung vorhandener Softwareprogramme und Fachverfahren, sind große Hürden zu nehmen.

    Der Vertragsunterzeichnung, die in wenigen Tagen erfolgt, ging ein fast einjähriges EU-weites Ausschreibungsverfahren voraus. An dessen Ende stand arvato government services als Gewinner fest. Das Gütersloher Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochter des Bertelsmann-Konzerns und hat internationale Erfahrungen im Bereich der öffentlichen Verwaltung.

    Weitere Informationen: Jürgen Scherer, T (0931) 31-2459, jscherer@wiinf.uni-wuerzburg.de http://www.wiinf.uni-wuerzburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Informationstechnik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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