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23.05.2000 16:57

Historiker Prof. Dr. Günther Grünthal ist ab Oktober neuer Rektor der TU Chemnitz

Dipl.-Ing. Mario Steinebach Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Technische Universität Chemnitz

    Ab Oktober neuer Rektor in Chemnitz
    Konzil der Technischen Universität Chemnitz wählte den Historiker Prof. Dr. Günther Grünthal

    Prof. Dr. Günther Grünthal wurde heute zum neuen Rektor der TU Chemnitz gewählt. Von den 97 anwesenden der 105 Mitglieder des Konzils stimmten im ersten Wahlgang 57 für den Historiker. Auf den zweiten Kandidaten, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, entfielen 37 Stimmen. Drei Konzilsmitglieder enthielten sich der Stimme. Prof. Grünthal wird ab 1. Oktober 2000 für die nächsten drei Jahre die Technische Universität Chemnitz repräsentieren. Die Amtszeit des bisherigen TU-Rektors Prof. Dr. Christian von Borczyskowski, der nicht wieder kandidierte, geht damit zu Ende.

    In seiner Rede vor dem Konzil verkündete Prof. Grünthal heute - wie er selbst sagte - "kein Regierungsprogramm". Er ist der Meinung, dass "Visionen am besten gedeihen, wenn sie von Realitäten ausgehen". Deshalb sprach er sich angesichts der ins Haus stehenden Kürzungen dafür aus, die Stärken der Universität zu bündeln und in Forschung und Lehre auf wesentliche Schwerpunkte zu konzentrieren. Außerdem möchte Prof. Grünthal die Universität zu einer "stärkeren und offenen inneren Diskussion" führen. Dies soll unter anderem durch eine verbesserte Zusammenarbeit der Fakultäten, durch einen besseren Informationsfluss und durch eine stärkere Einbindung des Senats in die hochschulpolitische Diskussion gelingen. Darüber hinaus möchte sich der 62-jährige Universitätsprofessor in seiner Amtszeit als Rektor für eine besondere Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einsetzen. Als besonders wichtig schätzt Prof. Grünthal eine weitere zügige Entwicklung neuer innovativer, interdisziplinärer Studiengänge ein. Diese Studiengänge sollen zudem in der Regelstudienzeit studierbar sein und im Interesse der Absolventen möglichst weite Tätigkeitsbereiche erschließen. Mit dem "Pfund des Standortes Chemnitz als einer Drehscheibe zwischen Mittel- und Osteuropa" müsse, so Prof. Grünthal, noch stärker gewuchert werden. Dabei könne auf die bereits begonnene Profilbildung in Forschung und Lehre aufgebaut werden. Im Sinne einer stärkeren Einbindung in die Region sprach sich der zukünftige Rektor für den Auf- und Ausbau eines universitären Weiterbildungsangebotes aus. Die potenziellen Folgen des prognostizierten Rückgangs der Studentenzahlen in etwa acht bis zehn Jahren könnte so ausgeglichen werden. Außerdem plädierte er für einen noch engeren und wechselseitigen Verbund mit der Wirtschaft.

    Zur Person: Prof. Dr. Günther Grünthal

    Prof. Dr. Günther Grünthal, Jahrgang 1938, studierte von 1957 bis 1963 in Göttingen und Berlin Geschichte, Germanistik und Philosophie. 1966 promovierte er zu einem parteipolitischen Thema der Weimarer Republik. Bis 1975 war er als wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten München und Karlsruhe tätig. In Karlsruhe habilitierte er 1975 auf dem Gebiet der Neueren und Neuesten Geschichte. Weitere berufliche Stationen waren im Anschluss die Faculté des Lettres in Metz/Frankreich, die Universität Stuttgart, wiederholt die Universität Karlsruhe und das St. Antony`s Colleg Oxford/Großbritannien. Seit 1993 ist er als Professor für "Neuere und Neueste Geschichte" an der TU Chemnitz tätig. Von 1994 bis 1997 war er Dekan der Philosophischen Fakultät der Chemnitzer Universität.

    Weitere Informationen erteilt die Pressestelle der TU Chemnitz. Einen Kurzlebenslauf des zukünftigen Rektors und ein Porträtfoto senden wir Ihnen gern zu.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Personalia, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Der Historiker Prof. Dr. Günther Grünthal ist ab 1. Oktober 2000 Rektor der TU Chemnitz. Foto: Christine Kornack/TU Chemnitz


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