Hamburg, 26.07.2007. Die Urlaubszeit führt in den Blutspendediensten der Hansestadt zu Ebbe in den Kühlkammern. Während die Dauer-Blutspender ihren wohlverdienten Urlaub genießen und daher in den Monaten Juli bis September deutlich weniger zum Spenden kommen, führen Motorrad- und Sportunfälle gerade in dieser Zeit zu einem drastisch erhöhten Blutbedarf der Hamburger Krankenhäuser. Eine längere Vorratshaltung ist aufgrund der Haltbarkeit von 49 Tagen nicht möglich, so dass alle Blutspendedienste derzeit dringend auf neue Spender angewiesen sind.
"Trotz aller Forschungen auf diesem Gebiet lässt sich Blut nach wie vor nicht künstlich herstellen, so dass Verletzte und Kranke weiter auf das Blut eines Mitmenschen angewiesen sind. Wir können auf Blutspender nicht verzichten und rufen die Hamburgerinnen und Hamburger auf, sich als Dauerblutspender registrieren zu lassen", sagte Dr. Jörg Weidenhammer aus der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH, auf der heutigen Pressekonferenz und nutzte die Gelegenheit, gleich selbst Blut zu spenden.
Jeden Monat werden in Hamburgs Krankenhäusern rund 10.000 Blutspenden benötigt. Doch die Zahl der Blutspender reicht nicht aus, gerade einmal zwei Prozent der Bevölkerung gehören dazu. Deshalb fehlen dem Blutspendedienst Hamburg pro Jahr rund 20.000 Blutspenden, die von anderen Quellen zugekauft werden müssen, berichtete der Leiter des Blutspendedienstes Hamburg, Oliver Schertges. Um die Versorgungslücke in der Hansestadt zu schließen, werden mindestens 6.000 neue Dauerblutspender benötigt. Gleichzeitig scheiden immer mehr langjährige Blutspender aus Altersgründen aus und zu wenig junge Spender rücken nach.
Im Sommer verschärfen Urlaubszeit und vermehrter Bedarf die Lage zusätzlich: In dieser Zeit fallen rund 200 der durchschnittlich 1.500 Blutspender pro Woche aus, während die Krankenhäuser etwa fünf Prozent mehr Blutkonserven benötigen als üblich. So wird der Mindest-Sollbestand zum Beispiel bei der Blutgruppe 0 derzeit nicht einmal zur Hälfte erreicht, erklärte der kommissarische Ärztliche Leiter des Hamburger Blutspendedienstes Lutz Schmidt: "Eigentlich sollten mindestens 400 Konserven dieser Blutgruppe immer im Lager verfügbar sein, um einen Produktionsausfall von zwei Tagen überbrücken zu können - gestern waren es aber nur 175!" Knapp 40 Prozent der Bevölkerung haben die Blutgruppe 0, weitere 40 Prozent die Gruppe A. Auf die Gruppen B und AB entfallen 15 bzw. fünf Prozent. Die Blutgruppe 0 ist vor allem im extremen Notfall begehrt, denn sie kann prinzipiell auch Patienten transfundiert werden, die eine andere Blutgruppe haben.
http://www.blutspendehamburg.de/ Blutspendedienst Hamburg
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
Deutsch

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