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21.06.2000 13:43

Ehrendoktorwürde für Hans Joachim Schaefer

Ingrid Hildebrand Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Kassel

    Den Grad eines Ehrendoktors verleiht der Fachbereich Germanistik der Universität Gesamthochschule Kassel (GhK) am Dienstag, den 27. Juni, im Gießhaus der Universität, um 17 Uhr an Dr. Hans Joachim Schaefer.

    Kassel. Den Grad eines Ehrendoktors verleiht der Fachbereich Germanistik der Universität Gesamthochschule Kassel (GhK) am Dienstag, den 27. Juni, im Gießhaus der Universität, um 17 Uhr an Dr. Hans Joachim Schaefer. Der langjährige Chefdramaturg am Kasseler Theater hat sich in einem umfangreichen oeuvre zu Fragen des Theater- und Musiklebens geäußert und den Anliegen der akademischen Literaturwissenschaft in der regionalen Öffentlichkeit vorgearbeitet. Durch seine Schriften sowie durch sein Wirken im Kulturleben der Stadt und der Region ist er in der Welt des Theaters und besonders des Musiktheaters weithin bekanntgeworden. Seinem Selbstverständnis nach nicht nur Wissenschaftler, sondern ebensosehr als werbender Vermittler, hat er gleichwohl zu unserer Kenntnis der Kulturgeschichte des Theaters Wichtiges beigetragen.

    Dr. phil. Hans Joachim Schaefer wurde am 9. Juli 1923 in Laasphe/Sauerland geboren. Nach dem Dienst in der Wehrmacht der Kriegsgefangenschaft entgangen, studierte er 1946-1950 in Marburg Germanistik, Musikwissenschaft und Anglistik und wurde 1950 mit einer zwei Bände umfassenden fächerübergreifenden Dissertation über "Gehalt und Gestalt im Kunstwerk Richard Wagners" promoviert. Sie nimmt seither in der Wagnerforschung einen festen Platz ein. Statt die ihm in Marburg (Professor Dr. Werner Milch) angetragene akademische Karriere einzuschlagen, hat er sich für die Theaterdramaturgie entschieden, deren berufliche Stationen bis zum Chefdramaturg er am Staatstheater Kassel von 1950 bis zur Verabschiedung aus dem Berufsleben 1989 durchlaufen hat. Dr. Schaefer hat die Arbeit in dieser Stellung mit einer umfangreichen publizistischen und wissenschaftlichen Tätigkeit begleitet. Die 1959 erschienene Untersuchung über das "Theater in Kassel. Vom Mittelalter bis zum Jahr 1959" ist das Standardwerk zu dem wegen der stets überregionalen Bedeutung der Kasseler Bühne wichtigen Thema. Fünf weitere Monographien befassen sich mit der 500jährigen Geschichte des Kasseler Orchesters, mit Gustav Mahler und den - von der Germanistik erst in jüngster Zeit beachteten - Bemühungen Goethes um die Musik.

    Die wissenschaftlichen Schriften werden durch ein kaum zu übersehendes Korpus selbständig verfasster Theaterhefte und Konzertkommentare ergänzt, mit denen Dr. Schaefer sich ein Forum als Vermittler zwischen Wissenschaft, Kulturproduzenten und Öffentlichkeit geschaffen hat. Das darin enthaltene essayistische Werk hat seit langem auch überregionale Beachtung gefunden, wie die bis in die jüngste Zeit wahrgenommenen Lehraufträge an den Universitäten Marburg und München zeigen. Sie sowie die langjährige Tätigkeit in der regionalen Erwachsenenbildung und eine reiche Vortragsaktivität in Kassel und der Region sind ergänzender Bestandteil der Vermittlungsleistung von Dr. Schaefer.
    p/jb


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Kunst / Design, Musik / Theater, Sprache / Literatur
    regional
    Personalia
    Deutsch


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