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06.08.2007 08:44

Trend: Urologen mit Zusatzbezeichnungen - Mehr Qualität und Transparenz für Patienten

Bettina-Cathrin Wahlers Pressestelle der DGU
Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.

    Facharzt für Urologie/Proktologie/Andrologie und Medikamentöse Tumortherapie - das alles könnte auf dem Praxisschild Ihres Urologen stehen. Zusatzbezeichnungen, mit denen Mediziner ihre besonderen Qualifikationen ausweisen, liegen im Trend. Das gilt auch für den Fachbereich der Urologie.

    Sinnvoll und notwendig sei das, sagt Priv.-Doz. Dr. Christian Wülfing, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Münster, seines Zeichens Facharzt für Urologie mit der Zusatzbezeichnung Medikamentöse Tumortherapie. "Angesichts moderner Medizin mit immer spezieller werdenden Behandlungsmethoden werden entsprechend spezialisierte Fort- und Weiterbildungen für Kliniker und niedergelassene Ärzte zusehends wichtiger. Diese auch formal zu dokumentieren ist ein Beitrag für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen - für Ärzte und Patienten", so Privatdozent Dr. Wülfing.
    Eine Zusatzbezeichnung ist eine zusätzliche, zu mehreren Fachgebieten gehörende Qualifikation, die, genau wie Facharzt- und Schwerpunktbezeichnungen, nach Ableistung vorgeschriebener Weiterbildungsinhalte und -zeiten und einer erfolgreich abgelegten Prüfung vor der Ärztekammer erteilt wird. So lauten die Anforderungen der Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer, die im Oktober 2005 in Kraft trat und etliche neue Zusatzbezeichnungen etablierte. Diese werden nun von den jeweiligen Landesärztekammern umgesetzt. Beachtliche 46 Zusatzausbildungen gibt es insgesamt, für die meisten ist eine Facharztanerkennung Voraussetzung.

    In der Urologie sind unter anderem die Röntgendiagnostik, die Labordiagnostik, Spezielle Schmerztherapie, die Naturheilverfahren und die Proktologie von Bedeutung. Vor allem aber seien zwei der neuen Zusatzbezeichnungen relevant: Die Andrologie und die Medikamentöse Tumortherapie, so Priv.-Doz. Dr. Wülfing. Andrologie heißt wörtlich übersetzt Männerheilkunde und umfasst unter anderem die Behandlung von Erkrankungen und Funktionsstörungen der männlichen Geschlechtsorgane, hormonellen Störungen und Problemen des alternden Mannes. "Ein Androloge hat mindestens achtzehn Monate seiner Weiterbildungszeit in einer entsprechenden urologischen Abteilung, in der die Andrologie als Weiterbildungsschwerpunkt angeboten wird, gearbeitet und umfassende Erfahrungen zum Beispiel im Bereich der Ejakulatanalyse und Hormondiagnostik gesammelt", sagt der Münsteraner Urologe.
    Die Vorteile für die Patienten liegen auf der Hand: Ein Mann beispielsweise mit Fruchtbarkeitsstörungen oder Erektionsproblemen kann sich ohne zeitraubende und nervenaufreibende Arzt-Odyssee sofort an einen Urologen mit andrologischer Zusatzbezeichnung als den geeigneten Spezialisten wenden und von seiner Expertise bei Diagnostik und Therapie andrologischer Erkrankungen profitieren.
    Auch Patienten mit urologischen Krebserkrankungen, die mit Hormon- oder Chemotherapie behandelt werden sollen, können sicher sein, dass der Urologe mit der Zusatzbezeichnung "Medikamentöse Tumortherapie" aufgrund dieser Qualifikation bis zu 300 Zyklen von Hormon- und Chemotherapien durchgeführt und überwacht hat und den Bereich der Uroonkologie daher sehr gut beherrscht. Priv.-Doz. Dr. Wülfing: "Für den urologischen Patienten ist das ein konkreter Qualitätsgewinn".

    Zusatzbezeichnungen für Urologen sind auch Gegenstand des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), der vom 26. bis 29. September im Internationalen Congress Centrum in Berlin unter der Leitung von DGU-Präsident Professor Dr. Lothar Hertle stattfindet. In der Diskussion ist dort natürlich auch der berufspolitische Aspekt des Themas. "Im Zuge der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen werden Pläne diskutiert, die Abrechnungsmöglichkeiten bestimmter Leistungen bei den Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder an den Erwerb entsprechender Zusatzbezeichnungen zu koppeln", so Privatdozent Dr. Christian Wülfing.

    Terminhinweise: 59. DGU-Kongress, Internationales Congress Centrum Berlin
    27. September 2007, 13.30-15.30 Uhr, Saal 7, Forum 5
    "Zusatzbezeichnung Andrologie: Welche Anforderungen werden gestellt?"
    Dr. Herbert Sperling

    27. September 2007, 13.30-15.30Uhr, Raum 11/12, Forum 6
    "Zusatzbezeichnungen: Erwerb und Ausbildungsbefugnis -
    Medikamentöse Tumortherapie, Andrologie, Proktologie"
    Prof. Peter H. Walz

    28. September 2007, 7.30 - 8.30 Uhr, Saal 7:
    "Praktische Aspekte zur ambulanten Chemotherapie beim hormonrefraktären Prostatakarzinom"
    Priv.-Doz. Dr. C. Wülfing, Dr. R. Osieka


    Weitere Informationen:

    http://www.dgu-kongress.de
    http://www.urologenportal.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch



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    Priv.-Doz. Dr. Christian Wülfing, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Münster, seines Zeichens Facharzt für Urologie mit der Zusatzbezeichnung Medikamentöse Tumortherapie.


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