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23.06.2000 12:08

Wie Wissenschaft in die Alltagskultur gelangt

Monika Wegener Referat für Kommunikation und Marketing
Leibniz Universität Hannover

    Presseinformation

    Pressestelle der Universität Hannover, Welfengarten 1, 30167 Hannover
    Telefon (05 11) 7 62-53 55/53 42, Fax (05 11) 7 62-53 91
    E-Mail: info@pressestelle.uni-hannover.de

    Hannover, 23.06.2000
    MB/60/00

    Wie Wissenschaft in die Alltagskultur gelangt

    Friedhelm Herborth wird Ehrendoktor der Universität
    Hannover

    Friedhelm Herborth, der 25 Jahre lang die Reihe "suhrkamp
    taschenbuch wissenschaft (stw)" im suhrkamp Verlag leitete, erhält am 27. Juni 2000 die Ehrendoktorwürde der Universität Hannover. Durch seine "hervorragenden Leistungen bei der Übersetzung von bedeutenden geistes-, sozial- und naturwissenschaftlichen Werken und der Intensivierung der Verbindung zwischen Wissenschaft und Lebenswelt" bot er mit dieser Reihe den Sozialwissenschaften ein Forum, das internationales Ansehen genießt. In der Campus-Buchhandlung der Berkeley Universität ist sie genauso vertreten wie in der Keio-Universität in Tokyo. Nicht umsonst nennt die neue Züricher Zeitung ihn eine "Legende in Wissenschaftskreisen": Die stw - Reihe machte die Namen Bloch,
    Habermas und Luhmann bekannt. Norbert Elias Prozeß der Zivilisation und John Rawls Theorie of Justice sind hier erschienen. In der stw - Reihe wurde auch ein Buch publiziert, das die Philosophie in Deutschland gänzlich veränderte: Karl-Otto Apels Trans-formation der Philosophie; hier nahm erstmals ein Computerfachmann kritisch Stellung zur Macht der Computer und zur Ohnmacht der Vernunft, nämlich der geachtete Joseph Weizenbaum. Aufgrund der drei Bände von Joseph Goldstein, Anna Freud und Albert Solnit Jenseits des Kindeswohls, Diesseits des Kindeswohls und Das Wohl des Kindes wurden bei uns Gesetze geändert und die soziale Praxis reformiert.

    Herborth wählte Texte immer danach aus, ob die Ergebnisse der Forschung auch "Stoff" über das Spezialgebiet hinaus boten. Nicht die juristische Fachliteratur, sondern die Theorie der Gerechtigkeit, nicht die Detailanalyse, sondern die Theorie der Demokratie sind sein Metier. Nach dem Motto "Nichts ist praktischer als eine gute Theorie" schaffte er so ein offenes Forum für die Weiterent-wicklung der Humanwissenschaften. Ein Forum, das eine fruchtbare Verbindung zwischen Wissenschaft und Alltagskultur ermöglichte. Geehrt wird Friedhelm Herborth aber nicht nur für seine Verdienste als Lektor, sondern auch für seine Leistungen als wissenschaftlicher Übersetzer. Piagets Einführung in die genetische Erkenntnistheorie und Goodys Entstehung und Folgen der Schriftkultur sind nur zwei Beispiele für Werke, die er der deutschsprachigen Wissenschaft zugänglich gemacht hat.

    Nach 25 Jahren Tätigkeit als Lektor verließ Friedhelm Herborth 1999 den suhrkamp Verlag und baut mit "Velbrück Wissenschaft" eine neue wissenschaftliche Reihe im Velbrück Verlag auf. Am 27. Juni 2000 wird ihm die Ehrendoktorwürde im Fachbereich Erziehungswissenschaften verliehen.

    Hinweis an die Redaktionen
    Die Verleihung des Ehrendoktors an Herrn Herborth findet am 27.6.2000 um 17.00 Uhr in der Bismarckstraße 2, 30173 Hannobver, Gebäude 1, Konferenzraum 101 statt.

    Für weitere Informationen erreichen Sie Herrn Prof. Dr. Detlef Horster vom Fachbereich Erziehungswissenschaften unter 0511/762-8367 oder unter HORSTER@erz.uni-hannover.de.

    Ein Portraitfoto von Herrn Herborth kann als Datei unter 0511/762-5342 oder unter brickwedde@pressestelle.uni-hannover.de angefordert werden.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Psychologie, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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