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14.09.2007 10:11

Tagung in Heidelberg: "Aufarbeitung der Diktatur"

Dr. Michael Schwarz Pressestelle
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

    Vom 20. bis 23. September 2007 im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH): "Aufarbeitung der Diktatur - Diktat der Aufarbeitung? Normierungsprozesse beim Umgang mit diktatorischer Vergangenheit" - Öffentlicher Vortrag von Günter Nooke am 20. September um 18 Uhr in der Alten Aula

    Der deutsche Umgang mit NS- und SED-Diktatur wird häufig als Vorbild für die Aufarbeitung diktatorischer Vergangenheit angeführt. Er scheint als eine Art Norm zu fungieren, an der andere europäische Staaten sich orientieren und ihre jeweiligen Aufarbeitungsprozesse messen. Sowohl auf nationaler als auch auf transnationaler und europäischer Ebene sind zunehmend Bemühungen feststellbar, Standards und verbindliche Richtlinien für Vergangenheitsaufarbeitung zu etablieren.

    Im Rahmen der internationalen und interdisziplinären Tagung werden diese Entwicklungen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken erstmals Gegenstand der wissenschaftlichen Analyse. Leitfrage ist dabei, inwiefern die zu beobachtenden Zentralisierungsbestrebungen und Normierungsprozesse zu einer Verordnung von bestimmten Standards der Diktaturüberwindung führen (könnten). Zugespitzt formuliert: Kann Aufarbeitung von Diktatur von einem "Diktat" der Aufarbeitung begleitet werden?

    Die Tagung findet vom 20. bis 23. September im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg statt und wird veranstaltet vom Graduiertenkolleg zur Zeitgeschichte "Diktaturüberwindung und Zivilgesellschaft in Europa" in Verbindung mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie der Heinrich-Böll-Stiftung, der Stiftung Universität Heidelberg und dem Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg. Der Eröffnungsvortrag von Günter Nooke, dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, ist öffentlich und findet am 20. September 2007 um 18 Uhr in der Alten Aula der Universität Heidelberg statt.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Edgar Wolfrum
    Universität Heidelberg
    Direktor des Historischen Seminars
    Tel. 06221 542275, Fax 542267

    Dr. Ellen Peerenboom
    Geschäftsführerin
    Internationales Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg
    Hauptstraße 242, 69117 Heidelberg
    Tel. 06221 543690, Fax 165896
    iwh@uni-hd.de

    Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
    Dr. Michael Schwarz
    Pressesprecher der Universität Heidelberg
    Tel. 06221 542310, Fax 542317
    michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
    http://www.uni-heidelberg.de/presse


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Politik, Recht
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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