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08.10.2007 11:31

Zehn Jahre Bor-Neutroneneinfangtherapie in Petten

Kristina Gronwald Marketing
Universitätsklinikum Essen

    Essener Wissenschaftler laden zu internationalen Workshops ein

    Vor zehn Jahren behandelten Wissenschaftler des Essener Universitätsklinikums den ersten Patienten im niederländischen Petten mit der Bor-Neutroneneinfangtherapie. Bei diesem Verfahren ist es möglich, Krebszellen mit Hilfe eines Medikaments, das unter Bestrahlung in der Tumorzelle aktiviert wird, zielgenau zu zerstören und so umliegendes Gewebe zu schonen. Dadurch ist es möglich, den Patienten mit einer möglichst hohen Dosis zu bestrahlen, was wiederum seine Heilungschancen erhöht. Gleich zwei wissenschaftliche Tagungen nehmen dieses Datum zum Anlass, um sich über die weltweite Entwicklung dieser innovativen Krebstherapie auszutauschen. Außerdem verfolgen sie das Ziel, die internationale Zusammenarbeit hier zwischen den einzelnen Ländern zu intensivieren.

    Vom 11. bis 12. Oktober laden Wissenschaftler der Essener Uni-Klinik für Strahlentherapie zusammen mit der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission am Institute for Energy Kollegen aus der ganzen Welt nach Petten ein. Dort geht es vor allem um die Diskussion, wie künftige Entwicklungen der Bor-Neutroneneinfangtherapie aussehen könnten. Dabei werden u.a. auch die Fragen diskutiert, für welche Krebserkrankungen diese Behandlungsform sinnvoll ist und welche klinische Studien organisiert werden sollten, um später das vielversprechende Therapieverfahren einem größeren Patientenkreis zur Verfügung stellen zu können. Darüber hinaus werden die Forscher ihre bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse mit dieser Krebstherapie austauschen und besprechen, wie sie künftig noch enger zusammen arbeiten können.

    Einen Tag später, am 13. Oktober, folgt dann das erste japanisch-europäische Symposium zum Thema Bor-Neutroneneinfangtherapie. Veranstaltungsort wird ebenfalls Petten sein. "Gerade unsere japanischen Kollegen haben die meiste klinische Erfahrung mit dieser Therapie. Daher freuen wir uns besonders, dass Sie den weiten Weg nach Europa auf sich nehmen, um mit uns enger zusammenzuarbeiten", erklärt Tagungsleiter Prof. Wolfgang Sauerwein, der das Europäische Forschungsprojekt zur Bor-Neutroneneinfangtherapie koordiniert und auch die Patientenbestrahlungen am Forschungsreaktor der EU Kommission in Petten leitet. und Leitender Oberarzt der Essener Uniklinik für Strahlentherapie ist.

    Nähere Informationen:
    Prof. Wolfgang Sauerwein, Klinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Essen, Tel.: 02 01 / 7 23 - 20 52, wolfgang.sauerwein@uni-due.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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