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25.07.2000 14:52

Größte Drehbrücke der Welt berechnet

Beate Kostka M. A. Presse- und Informationsstelle, Standort Duisburg
Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

    Die größte Drehbrücke der Welt mit insgesamt 640 Metern Länge entsteht zur Zeit über dem Suez-Kanal in Ägypten. Wie die elektromechanischen Antriebssysteme ausgelegt sein müssen, damit sie den extremen Anforderungen des Drehbrückenbetriebs gerecht werden, berechnete Dipl.-Ing. Andree Christianhemmers aus dem Fachgebiet Konstruktionslehre und Fördertechnik an der Mercator-Universität Duisburg unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dieter Wünsch.

    Der Suezkanal gehört zu den meistbefahrenen Großschiffahrtsstraßen, denn er verkürzt den Seeweg zwischen Europa und der Golfregion um 10.000 km. Die neue Drehbrücke für den Auto- und Eisenbahnverkehr verbindet die Nachbarstaaten Jordanien und Saudi-Arabien miteinander und verbessert die Infrastruktur auf der Sinai-Halbinsel. Im Januar 2001 wird das weltweit einmalige Brückenbauwerk dem Bauherrn, der nationalen ägyptischen Eisenbahngesellschaft, übergeben.

    Das 13 Meter breite Brückenbauwerk besteht aus zwei identischen 320 Meter langen Drehbrücken am West- und Ostufer, von denen jede etwa 5.000 Tonnen Gesamtgewicht hat. Jede ist um ihren Mittelpylon drehbar. Die Balance der 150 und 170 Meter langen Ausleger wird durch Gegen-gewichte sichergestellt.

    Mögliche Störfälle berechnet

    Nach Fertigstellung der Brücke Anfang kommenden Jahres wird sie voraussichtlich zweimal täglich für drei Stunden über dem Kanal geschlossen, um die Eisenbahn passieren zu lassen. In der restlichen Zeit steht die Brücke in Parkposition, um den regen Schiffsverkehr nicht zu behindern.

    Die Duisburger Maschinenbauer berechneten die Brückendynamik im verriegelten offenen Zustand und während des Schließvorgangs. Im Computermodell wurde ermittelt, wie sich mögliche Störfälle auswirken, etwa das Einfahren in die Endpuffer bei Versagen einzelner oder sämtlicher Antriebs- und Bremselemente. Darüber hinaus wurde das Verhalten der Brücke bei Blockieren der Antriebe untersucht sowie die möglichen Schwingungen bei großen Windstärken.

    Ansprechpartner:
    Dipl.-Ing. Andree Christianhemmers
    Tel.: 0203 / 379-3072
    (Bilder sind über den Autor erhältlich)


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Maschinenbau, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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