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05.11.2007 07:30

Bekanntgabe der Preisträger der ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN 2007

Dr. Gabriele Kröner, Mitglied des Vorstandes Projektverwaltung
Else Kröner-Fresenius-Stiftung

    Die Preisträger der Auslobung der ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN 2007 stehen fest. Aufgrund der großen Zahl hochwertiger Bewerbungen hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung beschlossen, einmalig 5 anstelle der 3 ausgelobten ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN zu vergeben.
    Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat insgesamt bereits 13 talentierten jungen Medizinern die Voraussetzungen für ein einmaliges Forschungsstipendium erfüllt. Hierfür hat die von Else Kröner gegründete Else Kröner-Fresenius-Stiftung bislang einen Betrag von rund Euro 2,7 Millionen aufgewendet.
    http://www.ekfs.eu
    http://www.ekfs.de

    In Würdigung des Lebenswerkes der Stifterin Else Kröner hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung in diesem Jahr bereits zum 4. Mal die zweijährigen ELSE KRÖNER MEMORIAL Forschungsstipendien ausgelobt. Aufgrund der hohen Qualität der Bewerbungen wurden einmalig 5 anstelle der 3 ausgelobten Stipendien vergeben. "Die Stipendien eröffnen den Kandidaten eine einmalige Forschungsplattform an einer deutschen Universitätsklinik", so Dr. Gabriele Kröner, Mitglied des Vorstands der Else Kröner-Fresenius-Stiftung. "Die ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN stellen den Kandidaten für 2 Jahre von der klinischen Tätigkeit frei und ermöglichen die zielgerichtete Durchführung einer großen Projektarbeit. Allein für die ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN 2007 wendet die Else Kröner-Fresenius-Stiftung einen Betrag von rund 1,2 Millionen Euro auf."

    Die Preisträger der ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN (EKMS) 2007 und ihre Projekte:

    Im Rahmen des EKMS 2007 führt Dr. Kaan Boztug, 30 Jahre, Abt. für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Zentrum für Kinderheilkunde, Medizinische Hochschule Hannover Untersuchungen zum Thema "Identifizierung neuer Gendefekte bei Patienten mit Schwerer kongenitaler Neutropenie (SCN)" durch:
    Das Projekt hat zum Ziel, die verschiedenen genetischen Ursachen dieser Erkrankung zu erforschen. Die Schwere kongenitale Neutropenie (SCN) ist eine vererbte Erkrankung, die durch Neutrophilenzahlen < 500/ul und rekurrente bakterielle Infektionen gekennzeichnet ist. Es handelt sich um eine prämaligne Erkrankung, bei der ein substantieller Anteil von Patienten eine MDS/AML entwickelt. In jüngerer Vergangenheit wurde die genetische Heterogenität dieser Erkrankung deutlich. Die Arbeiten von Dr. Botzug haben zum Ziel, bisher unbekannte zugrunde liegende Gendefekte bei dieser Erkrankung zu definieren. Weitere Untersuchungen werden den Zusammenhang zwischen den verschiedenen genetischen Defekten und dem gemeinsamen klinischen Bild der SCN analysieren. Auf längere Sicht ist das Ziel ein genaueres Verständnis der Pathophysiologie dieser Erkrankung und die mögliche Entwicklung verbesserter oder spezifischerer Therapieansätze.

    Als Stipendiatin der EKMS 2007 forscht Dr. Antje Körner, 34 Jahre, Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Universität Leipzig zum Thema: "Vom Adipozyten zur Adipositas und deren Folgeerscheinungen bei Kindern":
    Ziel des Projektes ist es, die Wechselbeziehung zwischen Fettzellentwicklung, Übergewicht und der Entwicklung von Folgeerkrankungen des Übergewichts bei Kindern zu untersuchen. Die klinischen Konsequenzen von Übergewicht und Adipositas manifestieren zumeist im Erwachsenenalter, der pathogenetische Prozess setzt hingegen deutlich früher und bereits im Kindesalter ein. Diese kritische Phase im Kindesalter ist deshalb von besonderem Interesse, um den Zusammenhang zwischen Adipositas und deren Folgeerscheinungen sowie die Mechanismen herauszuarbeiten, über die das Fettgewebe selbst zu dieser Entwicklung beiträgt. Ziel dieses Projektes ist es, die Interaktion zwischen Fettgewebe, Fettgewebsentwicklung und Mediatoren aus dem Fettgewebe mit Adipositas sowie deren Folgeerscheinungen im Kindesalter zu untersuchen, und ein Risikoprofil aus den kombinierten Informationen dieser adipozytären, genetischen, metabolischen und Umweltfaktoren zu etablieren, welches perspektivisch in Langzeitstudien überprüft werden soll und geeignet sein kann, Interventionsmaßnahmen zu entwickeln.

    PD Dr. Maja Mockenhaupt, 44 Jahre, Universitäts-Hautklinik, Freiburg, befasst im Rahmen des Forschungsstipendiums EKMS 2007 mit dem Thema der "Häufigkeit von schweren arzneimittelinduzierten Hautreaktionen und Evaluierung ihrer Risikofaktoren":
    Im Rahmen des Projekts werden systematisch schwere, vor allem arzneimittelinduzierte Hautreaktionen in Deutschland sowie in anderen europäischen Ländern im Dokumentationszentrum schwerer Hautreaktionen (dZh) erfasst, darunter überwiegend arzneimittelinduzierte Hautreaktionen. Es werden spezifische Teilaspekte näher untersucht, wie die Langzeitfolgen von schweren Hautreaktionen, die Lebensqualität von Patienten, die eine schwere Hautreaktion überstanden haben, Augenschäden im Zusammenhang mit schweren Hautreaktionen sowie die Korrelation der Ergebnisse von genetischen Untersuchungen mit dem klinischen Bild der Erkrankung und dem auslösenden Agens. Zudem werden Daten zu bislang kaum untersuchten Reaktionsformen wie dem Hypersensitivitätssyndrom, dem Erythema exsudativum multiforme majus und dem generalisierten bullösen fixen Arzneimittelexanthem ausgewertet.

    Im Rahmen des EKMS 2007 arbeitet Dr. Elisabeth Ramos-Lopez, 32 Jahre, Medizinische Klinik I, Abt. Endokrinologie, Diabetes, UKL Frankfurt am Main zum Thema "Untersuchung zur Vitamin D vermittelten Protektion vor Typ 1 Diabetes im Tierexperiment und beim Menschen":
    Eine wachsende Anzahl von Hinweisen deutet auf eine wichtige Rolle von Vitamin D in der Pathogenese von Typ 1 Diabetes mellitus hin. Kürzlich konnte ein Zusammenhang zwischen 1,25OH2D3 und der Expression von Interleukinen durch die Modulation von T-Lymphozyten, die die Zerstörung der Insulin-produzierenden ß-Zellen des Pankreas steuern, festgestellt werden. Das Ziel dieses Projektes ist es, die genauen Signalwege und die beteiligten Zellen des Immunsystems einer Vitamin D-abhängigen Blockade der autoimmunen Zerstörung der Insulin-produzierenden ß-Zellen in vivo in einem Mausmodell für Typ 1 Diabetes (RIP-LCMV) zu erforschen. Außerdem soll gezeigt werden, dass die Vitamin D-induzierte Protektion via Zelltransfer auf unbehandelte Mäuse übertragbar ist. Die Untersuchungen können helfen, das Risiko für einen Typ 1 Diabetes frühzeitiger vorherzusagen und Präventionsmaßnahmen in Risiko-Individuen vorzunehmen.

    Im Rahmen des EKMS 2007 befasst sich PD Dr. Roland Veltkamp, 41 Jahre, Neurologische Klinik, Universität Heidelberg mit dem Thema "Mechanismen und Folgen der systemischen Immunmodulation nach Schlaganfall":
    Schlaganfälle führen zu erheblichen Veränderungen des Immunsystems, die sowohl das Ausmaß des Hirnschadens beeinflussen als auch die Entstehung von Infektionen begünstigen. Das klinisch-experimentelle Projekt soll frühe Indikatoren für eine Infektanfälligkeit identifizieren und eine molekularbiologische Erregerdiagnostik beim Schlaganfall etablieren. Verschiedene Lymphozytensubpopulationen werden dahingehend untersucht, ob deren Veränderung nach Schlaganfällen eine biologisch sinnvolle adaptive Antwort nach der Hirnschädigung oder nur eine dysfunktionelle Immunsuppression darstellt. Ferner wird die Effektivität der Manipulation von Immunzellen in tierexperimentellen Schlaganfallmodellen geprüft. Gesamtziel ist, die Veränderungen des Immunsystems nach Schlaganfall besser zu charakterisieren und dies für die Therapie von Schlaganfällen nutzbar zu machen.

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    Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bad Homburg v. d. H.. Stiftungszweck sind die Förderung klinischer Forschung, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch geeignete Stipendienprogramme, die Unterstützung humanitärer Hilfsprojekte sowie die Ausbildung von jungen Ärzten, Krankenpflegepersonal, begabter Schüler und Studenten. Bis dato hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung knapp 700 Einzelprojekte unterstützt mit einem Gesamtbetrag von rund 65 Millionen Euro. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung wurde im Jahr 1983 von Else Kröner gegründet, die mit ihrem Tod im Jahr 1988 ihr gesamtes Vermögen der Else Kröner-Fresenius-Stiftung zuwendete. Else Kröner war Inhaberin der Fresenius AG und hat das Unternehmen über 40 Jahre gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Hans Kröner geleitet.

    Kontakt:
    Dr. Gabriele Kröner, Mitglied des Vorstands
    ekfs@drkroener.de
    Tel.: 08151 5551262


    Weitere Informationen:

    http://www.ekfs.eu
    http://www.ekfs.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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