Ein öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Volker Heeschen (LMU München) am 12. November 2007 um 18.00 Uhr im Erich-Brost-Haus der Universität Dortmund.
"Das Schweigen ist feindlich", so erfahren wir aus ethnologischen Arbeiten, Sprechen, gleich worüber, bindet und ermöglicht Tausch und geselligen Verkehr. Aber es ist gefährlich, wenn es Nöte, Motive und Wünsche berührt, so ist Kommunikation kanalisiert und ritualisiert. Um das Gefährliche im Stil freundschaftlichen Verkehrs zum Ausdruck zu bringen, ist das kunstvolle distanzierte Sprechen schon in der Rede von Kindern angelegt, und Lied, Märchen und Mythos gehören als Erproben des Undenkbaren und Entwerfen von Alternativen zum "homo aestheticus". - Der Vortrag versucht Ergebnisse aus ethnologischer Forschung mit Ansichten aus der Ethologie und spekulativen Arbeiten über den Ursprung von Sprache und Kultur plausibel zusammenzuziehen, ohne versucht zu sein, nun gleich wieder eine Theorie liefern zu müssen.
Volker Heeschen, geb. 1940 in Bremen, Studium der Romanistik, Germanistik, Philosophie in Marburg, Poitiers, Bonn, Münster, and Bochum; Promotion 1972; 1992 Habilitation an der TU Berlin, 1997 an der Universität München; seit 1999 apl Professor am Institut für Ethnologie und Afrikanistik, München; Forschungsschwerpunkte Ethnolinguistik und Papua-Neuguinea.
Volker Heeschen ist Gast der interdisziplinären Forschungsgruppe "Was ist der Mensch? Kultur - Sprache - Natur", die gemeinsam vom Kulturwissenschaftlichen Institut, Essen und der Universität Dortmund getragen wird.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kwi-nrw.de oder unter der Telefonnummer 0201/7204-213.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Informationstechnik, Philosophie / Ethik, Religion, Sprache / Literatur
regional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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