RFID ist bereits heute Bestandteil vieler Geschäftsprozesse und wird in vielen Anwendungen eingesetzt. Angesichts des starken Wachstums der RFID-Branche kann sich die Entsorgung der Label als problematisch erweisen, da es aufgrund der Inhaltsstoffe der Transponder zur Überlastung oder sogar zum Versagen der bestehenden Recycling- und Entsorgungsprozesse kommen kann. Das Fachgebiet Logistik (FLog) der Universität Dortmund hat unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen in diesem Zusammenhang eine Studie erstellt, die die Auswirkungen des RFID-Masseneinsatzes untersucht.
Transponder bestehen zum Großteil aus einer Kunststofffolie, einer Antenne aus elektrisch leitendem Material (Kupfer, Aluminium oder Silberleitpaste) und einem Chip aus Silizium. Ein einzelner Transponder in einem Müllsack trägt von diesen Materialien und unbedeutende Mengen in die Entsorgung. Ein Transponder auf jeder Verpackung würde die Massenanteile dieser Stoffe in den Entsorgungsprozessen jedoch drastisch erhöhen. Dabei ist es fraglich ob bestehenden Entsorgungssysteme dieser Belastung gewachsen sind.
Das Ziel der Untersuchungen ist es, gezielt Empfehlungen zur Anpassung der Entsorgung zu geben und so einen Leitfaden zu einem umweltverträglichen und nachhaltigen Einsatz von Smart Labeln zu entwickeln. Die analysierten Probleme verdeutlichen, dass RFID aus Sicht der Entsorgung kritische Auswirkungen haben kann. Zur Lösung dieser Probleme ist daher vor allem die Entwicklung technischer Verfahren zur Trennung und Aufbereitung von Smart Labeln erforderlich. Nur durch einen nachhaltigen Einsatz von Transpondern kann RFID zu einer Zukunftstechnologie werden.
Die Studie wurde im Rahmenprogramm Mikrosysteme 2004-2009 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und steht für Interessenten unter
http://www.flog.mb.uni-dortmund.de/forschung/download/Studie%20-%20Auswirkungen%...
zur Verfügung.
Weitere Informationen und Kontakt:
Fachgebiet Logistik (FLog)
Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen
Technische Universität Dortmund
Leonhard-Euler-Str. 5
44227 Dortmund
Tel.: 0231/7555714
Fax: 0231/7555702
haag@flog.maschinenbau.uni-dortmund.de
www.flog.mb.uni-dortmund.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Maschinenbau, Verkehr / Transport
überregional
Forschungsergebnisse
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).